(openPR) Prozess-Optimierung bei Cross-Docking-Dienstleister.
Das Unternehmen fungiert als Dienstleister für einen weltweit führenden Automobilhersteller. Jährlich werden dort ca. 4 Millionen Paletten von den einzelnen Zulieferern vereinnahmt und für die 35 Enddestinationen Just-in-Time kommissioniert. Beim Warenausgang werden alle eingehenden Teile mit Durchlaufzeiten zwischen sechs und 24 Stunden per LKW, Schiff, Flugzeug oder Bahn versendet.
Durch die manuelle Erfassung war der Prozess extrem zeitaufwändig und sehr fehleranfällig. Verblieben die Kontrollabschnitte an den Paletten, so führte dies zu Fehlern in den nachfolgenden Prozessen und teilweise zum komplettem Verlust der auf den Paletten transportierten Güter. Diese Verluste und der weitere ‚Schwund‘ beliefen sich auf ein Gesamtvolumen in Höhe von ca. 900.000 Euro jährlich. Eine gesamtheitliche Prozesstransparenz war aufgrund verschiedener Systeme und einer nicht durchgängigen manuellen Erfassung in der internen Logistikkette (Wareneingang, Nachbearbeitung, Verpackung und Warenausgang) nicht abbildbar.
Winckel GmbH konnte hier die Prozesse optimieren und ein Paletten- und Ladungsträgermanagement implementieren.
In einem ersten dringlichen Schritt wurden die Kontrollabschnitte für die Verladung mit einem RFID-Transponder (Tag) und alle Warenausgangstore mit RFID-Gates zur automatischen Erfassung ausgestattet. Um eine höhere Prozesssicherheit abbilden zu können wurden im nächsten Schritt die Kontrollabschnitte inklusive der RFID Tags an der Ware belassen und die auf dem RFID-Tag gespeicherte eindeutige Information an den Warenausgangsgates automatisch erfasst.
In einem weiteren Schritt wurden alle Eingangstore und die Übergänge zur Qualitätssicherung, dem Zwischenlager und der Verpackung mit RFID-Gates ausgerüstet. Dies führte zu einer hohen Prozesstransparenz, die der Einhaltung der vorgegebenen Durchlaufzeiten (Dock-to-Dock) dient. Zusätzlich wurde eine deutliche Reduzierung der Suchaufwände um ca. 13.000 h/Jahr erreicht. In einer weiteren Ausbaustufe wurde für den Kunden ein Internet Portal mit den vorhandenen Informationen aus dem RFID-Erfassungssystem erstellt, um auch dem OEM jederzeit die Möglichkeit zu geben den Lieferstatus in Echtzeit und WEB-basiert abfragen zu können. Dadurch kann der OEM seine Liefereingänge für die Produktion deutlich besser planen.
Bereits im Jahr der Umsetzung sind die Verluste von 900.000 € auf 35.000 € gesunken.
Durch den Einsatz der RFID-Technologie konnte die Fehlerquote auf 0% reduziert werden.
Kosteneinsparungen durch die Einführung von RFID in Höhe von 1.175.000 € pro Jahr konnten realisiert werden.
Der ROI in diesem Projekt betrug rund 10 Monate.










