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Ladungsträgermanagement-Studie 2010

14.06.201011:24 UhrLogistik & Transport
Bild: Ladungsträgermanagement-Studie 2010

(openPR) Eine Studie des Fraunhofer IML beweist, dass Ladungsträgermanagement in vielen Unternehmen stiefmütterlich behandelt wird. Dabei können mithilfe von Planungs- und Steuerungsmethoden Bestände reduziert und gleichzeitig die Prozesstransparenz gesteigert werden.



Die Wirtschaftskrise hat in den letzten anderthalb Jahren viele Unternehmen der produzierenden Industrie dazu veranlasst, Stellhebel zur Kostenreduktion und Verschlankung von Prozessen zu suchen. Ein für den physischen Materialtransport existenzieller Bereich wird dabei jedoch häufig vergessen: Das operative und administrative Management von Ladungsträgern (LT). Solange sich Behälter, Paletten oder Gestelle im Vollgutstrom befinden, ist die Welt meist noch in Ordnung. Nach dem Übergang in den Leergutkreislauf ändert sich das Bild jedoch meistens schlagartig: Unnötig hohe Bestände, lange Durchlaufzeiten und hohe Intransparenz sind für viele Unternehmen symptomatisch.

kann die Transparenz in den Prozessen erhöht werden? Um potentielle Lösungsansätze für solche Fragestellungen zu finden, führte das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik eine Online-Umfrage durch. Insgesamt beteiligten sich 60 Unternehmen an der Studie, die Groß- und Kleinladungsträger sowie Paletten fokussierte. Die Teilnehmer stammen primär aus der Automotive-Branche (45 Prozent) und dem Maschinen- und Anlagenbau (18 Prozent) und gehören somit vorwiegend zur produzierenden Industrie.

Die wichtigsten Studienergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Strategische Überlegungen zum Ladungsträgermanagement werden nur selten umgesetzt
Die Planung und Steuerung von LT-Kreisläufen steckt vielfach noch in den Kinderschuhen
Die Studienteilnehmer gehen davon aus, dass zukünftig verstärkt modulare LT-Konzepte und exaktere Planungsmethoden genutzt werden

Strategische Zielsetzungen

Die Sicherstellung der Versorgung und die Logistikkosten haben bei der strategischen Gestaltung eines LTM-Systems höchste Priorität. Dies ist insofern interessant, dass hierdurch in der Soll-Situation ein Zielkonflikt zwischen dem Servicegrad und den korrelierenden Kosten entstehen kann. Dem gegenüber schätzen die Unternehmen ihre eigene Ist-Situation nur mittelmäßig ein (60 Prozent, siehe Abbildung 1). Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass das Thema Ladungsträgermanagement nicht die notwendige Aufmerksamkeit erhält, die es eigentlich verdient. Hinsichtlich des Standardisierungsgrads der eingesetzten Ladungsträger wird deutlich, dass der Großteil der Unternehmen (77 Prozent) überwiegend mit standardisierten Ladungsträgern arbeitet.

Planungs- und Steuerungsmethoden

Im Bereich der Planung, Steuerung und Verwaltung von LT-Bewegungen existiert ein ähnliches Bild: Es gibt zwar etliche Ansätze zur effizienten Abwicklung von Ladungsträgern, diese werden in der Praxis jedoch häufig nicht umgesetzt. Ein standardisiertes LT-Controlling wird bspw. nur von 44 Prozent der Teilnehmer durchgeführt. Die dabei am häufigsten ermittelten Kennzahlen sind Schwundquoten, Umschlagshäufigkeiten und die LKW-Auslastung. Somit nutzt nur die Hälfte der Unternehmen die Chance, Transparenz über ihre Prozesse zu erlangen.

Ein weiteres Beispiel für die ungenügende Nutzung vorhandener Methoden ist die Dimensionierung von LT-Kreisläufen, also der Ermittlung der notwendigen Anzahl an Ladungsträgern für einen Umlauf. Sie wird nur in etwa jedem zweiten Unternehmen (51 Prozent) detailliert berechnet oder simuliert, wohingegen 44 Prozent der Teilnehmer die Umlaufzeiten schätzen oder mit Faustformeln arbeiten. Erfahrungsgemäß ist dies ein Grund für das Delta zwischen den benötigten Ladungsträgern und dem tatsächlichen Bestand. Bei denjenigen Firmen, die eine Berechnung durchführen, scheint sich ein gewisser Standard etabliert zu haben, da Faktoren wie Sicherheitsbestände (93 Prozent), Transportzeiten (90 Prozent) und Durchlaufzeiten (86 Prozent) praktisch durchgängig berücksichtigt werden.

Um die Variantenvielfalt bestehender Ladungsträger zu reduzieren, empfiehlt sich eine frühzeitige Einbindung der LT-Planung in den Produktentwicklungsprozess. Dadurch kann geprüft werden, inwieweit bereits existierende LT-Varianten für ein Produkt geeignet sind. Allerdings setzt diese Maßnahme aktuell nur knapp ein Viertel der Teilnehmer (26 Prozent) um. Sie ist jedoch ein geeigneter Stellhebel, um die durchschnittliche Anzahl von 44 verschiedenen LT-Varianten je Unternehmen zu reduzieren und Komplexität zu verringern.

Entwicklungen in der Zukunft

Im Bereich der Planungsmethoden sehen die meisten Unternehmen auch einen Trend, der sich zukünftig stärker abzeichnen wird: 78 Prozent der Teilnehmer stimmen der Aussage größtenteils oder vollkommen zu, dass eine frühzeitige Einbindung der LT-Planung zur Vermeidung von Ineffizienzen erforderlich ist. Im Vergleich zum aktuellen Status besteht hierbei also ein deutlicher Unterschied. Trotz tendenziell steigender Energiekosten gehen die Teilnehmer auch davon aus, dass sich Nachhaltigkeitsbestrebungen zukünftig nicht besonders auf die Auswahl von Verpackungssystemen auswirken werden. Fast jeder zweite Teilnehmer (47 Prozent) steht dieser Aussage neutral gegenüber. Dabei gibt es bspw. mit einem verstärkten Einsatz von volumenreduzierbaren Großladungsträgern konkrete Ansatzpunkte zur Gestaltung effizienter Lieferketten. Diese werden aktuell noch zu 62 Prozent in starren Konstruktionen genutzt, obwohl hierbei grundsätzlich Einsparungen in den Transporten von bis zu 60 Prozent möglich sind (Abbildung 2).

Insgesamt empfiehlt sich ein ganzheitlicher Ansatz für das effiziente Management von Ladungsträgern. Dieser setzt sich primär aus der Nutzung geeigneter Planungsmethoden, der Unterstützung durch das Management sowie der Fokussierung der Leergutströme zusammen. Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse und weitere Informationen findet sich unter www.ladungstraegermanagement.de.

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