(openPR) Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde die von Henning Larsen geplante Erweiterung des Bezirksrathauses in Ansbach am 24. Oktober 2019 offiziell eingeweiht.
Mit der Erweiterung des Bezirksrathauses in Ansbach wurde Raum für mehr als 190 neue Arbeitsplätze für die Angestellten des Bezirks Mittelfranken geschaffen, so dass die gesamte Bezirksverwaltung nun an einem einzigen Standort zusammengefasst ist. Der dreiflügelige Neubau und das verbindende, neue Zwischengebäude bilden ein Ensemble, das den Bestand vervollständigt und gleichzeitig eine neue Identität schafft. Auf vier Geschosse verteilt befinden sich hier ein neues Foyer, Büros, Besprechungs- und Konferenzräume sowie ein Archiv und eine Bibliothek. Die autarke Lage der einzelnen Baukörper trägt zu einer Optimierung der Tageslichtverhältnisse bei und bietet so verbesserte Arbeitsbedingungen in allen Büroeinheiten.
„Bei unserer Architektur steht immer der Mensch im Vordergrund. Für uns ist es wichtig, Räume zu schaffen, die dem Menschen dienen und die Kommunikation fördern,“ sagt Werner Frosch, Geschäftsführer von Henning Larsen in München. Er war unter anderem Projektleiter für den Neubau des Rathauses im dänischen Viborg und konnte aus seiner Erfahrung mit zahlreichen Bürogebäuden und Bildungsbauten sein Wissen über New Work und Wissensvermittlung in den Entwurf für die Erweiterung des Bezirksrathauses mit einfließen lassen.
Ebenfalls bereits in der frühen Planung wurden Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den Entwurf integriert. Beispiele dafür sind die Fassadengestaltung mit einem optimalen Verhältnis von Grundfläche zu Öffnungsfläche für maximale Tageslichtnutzung bei gleichzeitiger Reduzierung sommerlicher Wärmelasten, die Fenster mit Dreifachverglasung und außenliegendem Sonnenschutz, die Nachströmelemente für Nachtkühlung und die Photovoltaikanlage auf dem Dach. Insgesamt wurden so der KfW-55-Standard erreicht und die Vorgaben der Energieeinsparverordnung um 45 Prozent unterschritten.
Für das Wohlbefinden der Nutzer wurden neben der Tageslichtoptimierung die Verwendung nachhaltiger Materialien und öffenbare Fenster zur Erhöhung des persönlichen Komforts geplant.
Mit dem Erweiterungsbau wurde auch der barrierefreie Zugang zum Bezirksrathaus ermöglicht. Das architektonische Konzept orientiert sich am Prinzip der zentralen Erschließung und schafft mit dem Zwischengebäude eine Verbindung zum Bestand, zum Erweiterungsbau und zur umgebenden Landschaft. Die neue Eingangssituation bietet Mitarbeitern und Besuchern einen dynamischen öffentlichen Bereich und ermöglicht Interaktion durch Sichtbeziehungen.
Die neuen Kombibüros zeigen sich als Einheiten mit aktiver Mittelzone, die Meetingflächen und allgemein genutzte Bereiche aufnimmt und mit den offenen Büros interagiert. Die Einplanung offener und geschlossener Bereiche ermöglicht eine große Flexibilität der Flächen und die Anpassung an die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Referate. Die verschiedenen Funktionsbereiche sind im Neubau optimal organisiert. Das erleichtert auch die Umstrukturierung des Arbeitsalltags und der Arbeitsabläufe mit dem Ziel des „Paperless Office“ zur Förderung der Nachhaltigkeit.
Ein möglicher zweiter Bauabschnitt der Erweiterung mit Platz für rund 90 weitere Arbeitsplätze wurde bereits bei der Planung berücksichtigt.
Das Architekturbüro Henning Larsen verfügt über weitreichendes Fachwissen in den Bereichen moderne Arbeitswelten und Nachhaltigkeit. So erreichte beispielsweise die 2016 in München fertiggestellte Konzernzentrale für Siemens den Standard Platin der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen DGNB und den Platinum-Standard für Leadership in Energy and Environmental Design LEED des Green Building Council. Der auch von Henning Larsen entworfene Neubau der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt am Main wurde ebenfalls mit DGNB Platin ausgezeichnet.
Weitere Themen unter: www. henninglarsen.com












