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Gesundheitsreform wertet Impfprogramme auf

20.10.200610:03 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Experten bemängeln Widersprüche und mangelhafte Datenlage

München (12.10.2006) - Nach Ansicht der Gesundheitsbehörden und der Mehrzahl der Ärzte gehören Impfungen seit Jahrzehnten zu den effektivsten Maßnahmen zur Vorsorge gegen Infektionskrankheiten. Deshalb sollen nun die öffentlich empfohlenen Impfungen im Zuge der Gesundheitsreform zur Pflichtleistung der Krankenkassen werden. Der Sinn einer weiteren Aufwertung der Massenimpfungen wird jedoch von Experten in Frage gestellt.



Fehlender Wirksamkeitsnachweis und Interessenskonflikte
Der gegenwärtige Entwurf zur Gesundheitsreform sieht eine Aufnahme der öffentlich empfohlenen Impfungen in den Pflichtleistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen vor. Auf einer Pressekonferenz vergangenen Donnerstag in München warf Hans U. P. Tolzin, Journalist und Vorsitzender des veranstaltenden Vereins "Arbeitsgemeinschaft Bürgerrecht und Gesundheit e.V." (AGBUG) den verantwortlichen Politikern vor, die geplante Maßnahme nicht auf Plausibilität geprüft zu haben. Er verwies darauf, dass bei der Zulassung von Impfstoffen durch die deutsche Zulassungsbehörde, dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), regelmäßig versäumt werde, den Nachweis der tatsächlichen Nichterkrankung von Geimpften zu erbringen. Statt dessen begnüge man sich mit dem Nachweis des Antikörpertiters als Ersatzmessgröße, der jedoch auch aus Sicht des Robert-Koch-Instituts (RKI), der für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten zuständigen Bundesbehörde, nur ein "Surrogatmarker" sei und keine zuverlässige Aussage über Immunität zulasse. Auch nach der Zulassung und bei der massenhaften Anwendung der Impfstoffe gebe es keine systematische Überprüfung und damit auch keine sicheren Daten bezüglich ihrer Wirksamkeit.
Darüber hinaus forderte Tolzin eine Offenlegung möglicher Interessenskonflikte bei führenden Behördenmitarbeitern und den Mitgliedern der STIKO. Er verwies dabei auf die jüngste Korruptionsaffäre im RKI und Verflechtungen zwischen STIKO-Mitgliedern und Impfstoffherstellern.

Fehlende Daten zur Impfstoffsicherheit
Auch die Sicherheit der Impfstoffe wurde kritisch ins Visier genommen. Die Datenlage sei sehr mangelhaft, wie der als Gastreferent geladene Experte für Impfstoffsicherheit, Dr. med. Klaus Hartmann, ausführte. Aufgrund ihrer begrenzten Größe könne bei den Zulassungsstudien nur ein Bruchteil der tatsächlichen schweren Impfnebenwirkungen erfasst werden. Deshalb komme der seit 2001 geltenden Meldepflicht für jeden Verdachtsfall einer Impfkomplikation besondere Bedeutung zu. Diese Meldepflicht sei jedoch unter den meldepflichtigen Ärzten und Heilpraktikern kaum bekannt. Sein Fazit: "Eine Aussage zur Häufigkeit von Impfkomplikationen ist mit den derzeitigen Erfassungsstrategien nicht möglich."

Wirksamkeitsnachweis auf das Labor beschränkt
Jürgen Fridrich, Vorsitzender des Vereins "Libertas & Sanitas e.V." führte einige Beispiele dafür an, auf welche Weise mangels direkter Wirkungsnachweise versucht werde, einen Nutzen der Impfstoffe zu begründen. So sei z.B. nach Einführung der HIB-Impfung zwar die Zahl der laborbestätigten HIB-Infektionen unter den erfassten Meningitis-Erkrankungen deutlich zurückgegangen, die Gesamtzahl der Erkrankten jedoch nicht. Dies werfe die Frage auf, was eine Impfung bringe, deren Nutzen nur im Labor zum Tragen komme.

Einsparpotential durch effektive Naturheilverfahren
Laut Dr. med. Hans-Christoph Scheiner, Umweltmediziner und Vorsitzender der Partei "AUFBRUCH", versäume es die Politik, die enormen Widersprüche der offiziellen Impfpolitik zur Kenntnis zu nehmen. Insbesondere sei es völlig verantwortungslos, dem Bürger nachgewiesenermaßen effektive und preisgünstige Naturheilverfahren vorzuenthalten, deren Einsparmöglichkeiten insgesamt bei über 100 Milliarden Euro jährlich lägen. Eine Anregung zur individuellen Plausibilitätsprüfung Wenn es - wie die Referenten behaupten - tatsächlich keine direkten wissenschaftlichen Beweise für eine bessere Gesundheit von Geimpften gegenüber den Ungeimpften gibt und auch keine gesicherten Daten über die Häufigkeit von Impfkomplikationen vorliegen, macht die Aufforderung nach einer Plausibilitätsprüfung durchaus Sinn. Dazu gehört natürlich auch, die Kritik der Kritiker näher unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht sogar noch vor dem nächsten anstehenden Impftermin?

Weiterführende Webseiten:
http://www.agbug.de (Verein "Arbeitsgemeinschaft Bürgerrecht und Gesundheit e.V.") http://www.impf-report.de (kritische Zeitschrift zum Thema) http://www.impfstoffsicherheit.de (Webseite von Dr. Hartmann)
http://www.unser-aufbruch.de (Webseite der Partei "AUFBRUCH") http://www.libertas-sanitas.de (Verein "Libertas & Sanitas e.V.")
http://www.impfkritik.de (umfangreiches Internetportal zum Thema) http://www.gesundheitsreform.de http://www.rki.de (Robert-Koch-Institut, Berlin) http://www.pei.de (Paul-Ehrlich-Institut, Langen)

Pressemeldungen zum Thema:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060710006 http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060912031 http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060927006

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