openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Schulbetretungsverbot ohne Impfung

29.04.201910:24 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Schulbetretungsverbot ohne Impfung
Rechtsanwalt Dipl.-Jur. Jens Usebach, LL.M. bearbeitet als Schwerpunkt das Schulrecht
Rechtsanwalt Dipl.-Jur. Jens Usebach, LL.M. bearbeitet als Schwerpunkt das Schulrecht

(openPR) Das Verwaltungsgericht Weimar hat mit Beschluss vom 14.03.2019 entschieden, dass es rechtmäßig ist, wenn einem Schüler ein Schulbetretungsverbot wegen der Nichtimpfung ausgesprochen wird, da dies eine geeignete Maßnahme nach dem Infektionsschutzgesetz ist.



Nach der Pressemitteilung Nr. 1/19 des Verwaltungsgerichts Weimar hatte sich eine Mutter in einem Eilverfahren gegen den Ausschluss ihrer beiden Kinder von der Schule für 16 Tage gewehrt.

Die Kinder hatten im Rahmen einer Faschingsveranstaltung an ihrer Schule Kontakt zu einem an Windpocken erkrankten Kind, waren aber bis zum Schulausschluss selbst nicht erkrankt.

Das Gericht hat entschieden, dass die Behörde die Kinder zutreffend als Ansteckungsverdächtige eingestuft habe, weil sie mit hinreichender Wahrscheinlichkeit Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

Windpockenseien nach der Begründung hoch ansteckend, so dass es nahe liege, durch den engen Kontakt der Kinder bei der Veranstaltung eine Ansteckungsgefahr anzunehmen.

Außerdem sei das Schulbetretungsverbot hier die im Sinne von § 28 Abs. 1 Satz 1 Infektionsschutzgesetz notwendige Schutzmaßnahme. Nach dieser Vorschrift trifft die zuständige Behörde die notwendigen Schutzmaßnahmen, wenn Kranke, Krankheitsverdächtige oder Ansteckungsverdächtige festgestellt werden, soweit und solange dies zur Verhinderung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten erforderlich ist.

Das Schulbetretungsverbot sei eine geeignete Maßnahme in diesem Sinne und hier auch erforderlich, da die Kinder der Antragstellerin keinen vollständigen Impfschutz hätten( zweimalige Impfung)und aktuell auch keine nachträgliche Schutzimpfung (Riegelungsimpfung) erhalten hätten. Darin sei kein unzulässiger faktischer Impfzwang zu sehen, die Schutzimpfung sei freiwillig, so dass das Recht des Betroffenen gewahrt bleibe, sich nicht impfen zu lassen. Für Windpocken liege eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut vor. Die von der Behörde empfohlene Impfung die zu einer Aufhebung des Schulbetretungsverbotes führen könne, stelle lediglich neben dem Schulausschluss eine weitere zulässige Alternative zur Gefahrenabwehr dar.

Es sei auch nicht zu erkennen, dass die mit dem Betretungsverbot verbundenen Beeinträchtigungen der Kinder einen unzumutbaren Belastungsgrad erreichten. Die Situation stelle sich nicht anders dar als bei kurzzeitigen krankheitsbedingten Fehlzeiten von Schülern. In dem Schulbetretungsverbot liege ebenfalls keine Ungleichbehandlung von nicht geimpften Kindern mit geimpften Kindern. Eine Impfung gewähre zwar keinen absoluten Schutz vor Erkrankung, aber immerhin einen sehr hohen Schutz, was sich auch im Rückgang der Erkrankungen infolge der Impfempfehlung zeige. Auch eine Riegelungsimpfung sei nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei einem zeitlichen Abstand zur Exposition von maximal 5 Tagen noch wirksam. Die Ansteckungsgefahr und das Weiterverbreitungsrisiko seien deshalb bei geimpften und nicht geimpften Kindern so evident unterschiedlich, dass eine unterschiedliche Behandlung geboten sei.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1046825
 528

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Schulbetretungsverbot ohne Impfung“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von kanzlei JURA.CC

Bild: Kündigungsgrund Nichtimpfung – droht nicht geimpften Arbeitnehmern die Kündigung?Bild: Kündigungsgrund Nichtimpfung – droht nicht geimpften Arbeitnehmern die Kündigung?
Kündigungsgrund Nichtimpfung – droht nicht geimpften Arbeitnehmern die Kündigung?
Die gesetzliche Impfpflicht rückt in greifbare Nähe. Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber fragen sich, was dies konkret für das Arbeitsverhältnis bedeutet. Es besteht die Gefahr, dass Arbeitnehmer ihren Job verlieren, wenn sie nicht geimpft sind. Aber auch ohne Kündigung durch den Arbeitgeber könnten Arbeitnehmer, die nicht geimpft sind, echte Probleme bekommen. Im Arbeitsrecht gilt der Grundsatz „ohne Arbeit kein Lohn“, das bedeutet, dass ein Arbeitnehmer, der nicht arbeitet, erhält vom Arbeitgeber auch keinen Lohn. Das der Arbeitnehmer n…
Bild: Tödlicher Rückweg von der Arbeit ohne Ausstempeln ist kein ArbeitsunfallBild: Tödlicher Rückweg von der Arbeit ohne Ausstempeln ist kein Arbeitsunfall
Tödlicher Rückweg von der Arbeit ohne Ausstempeln ist kein Arbeitsunfall
Das Bundessozialgericht hat am 06.10.2020 zum Aktenzeichen B 2 U 9/19 R entschieden, dass ein verletzender Sprung auf einer Hüpfburg im Rahmen eines FSJ in einer Bildungs- und Ferienstätte ein Arbeitsunfall darstellt. Aus dem Terminbericht des BSG Nr. 37/20 vom 06.10.2020 ergibt sich: Die Beteiligten streiten darum, ob der tödliche Verkehrsunfall des Ehemanns der Klägerin ein Arbeitsunfall war. Die Klägerin ist die Witwe des Verunfallten, der als Produktionsmitarbeiter tätig war. Am 25.06.2014 verließ er während der Schicht bei laufender Ma…

Das könnte Sie auch interessieren:

PRO-F-I Reifen-Impfung®
PRO-F-I Reifen-Impfung®
Die PRO-F-I Reifen-Impfung® ist der ultimative Schutz für alle Fahrräder gegen den gefürchteten Plattfuß. Ihre Wirkungsweise wurde vom TÜV geprüft und die Abdichtung von Einstichen bis zu einem Durchmesser von 5 mm bestätigt. Die in dieser Emulsion enthaltenen Inhaltsstoffe dichten alle vorhandenen Einstiche sofort zuverlässig und dauerhaft im Schlauch …
Bild: Schweinegrippe Impfung und mögliche AlternativenBild: Schweinegrippe Impfung und mögliche Alternativen
Schweinegrippe Impfung und mögliche Alternativen
Am 26. Oktober startet die Schweinegrippe Impfung in Deutschland. Dann steht jeder persönlich vor der Entscheidung, ob er sich und seine Familie impfen lässt. Wollen Sie der offiziellen Empfehlung der STIKO folgen oder eigene Wege gehen? Nachdem die Schweingrippe Impfung inzwischen auch in der Presse heiß diskutiert wird und zahlreiche Ärzte den Sinn …
Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs: Was Mädchen wissen sollten
Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs: Was Mädchen wissen sollten
Für Mädchen ist es wichtig zu wissen, wie sie ihr Risiko für Gebärmutterhalskrebs senken können. Nicht nur die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) ist hier ein Thema. Zum Beispiel entwickeln Frauen, die nicht rauchen, seltener Krebs, darunter auch Gebärmutterhalskrebs. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen …
Bild: BKK_DürkoppAdler erstattet bereits jetzt Kosten der HPV-Impfung für JungenBild: BKK_DürkoppAdler erstattet bereits jetzt Kosten der HPV-Impfung für Jungen
BKK_DürkoppAdler erstattet bereits jetzt Kosten der HPV-Impfung für Jungen
Bielefeld, 02.07.2018 – Die BKK_DürkoppAdler (www.bkk-da.de) übernimmt seit dem 1. Juli 2018 die Kosten für die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) bei Jungen. Dies hat der Verwaltungsrat der Bielefelder Krankenkasse beschlossen. Die Viren können bei Frauen Gebärmutterhalskrebs verursachen, sind aber auch für Analkrebs sowie Krebs im Mund- und Rachenraum …
Bild: Der Leiter der Frauenklinik des Bethesda Krankenhauses informiert - Die neue Impfung gegen GebärmutterhalskrebsBild: Der Leiter der Frauenklinik des Bethesda Krankenhauses informiert - Die neue Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Der Leiter der Frauenklinik des Bethesda Krankenhauses informiert - Die neue Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Gebärmutterhalskrebs und manche Hautveränderungen im Genitalbereich werden durch so genannte Humane Papillomviren (HPV) verursacht. Seit neuestem gibt es eine Impfung gegen diese Viren. Die Ständige Impfkommission empfiehlt, Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren gegen HPV zu impfen. Prof. Dr. Jürgen Hucke, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und …
Bild: Impfungen für Ehrenamtliche und Bewohner in FlüchtlingslagernBild: Impfungen für Ehrenamtliche und Bewohner in Flüchtlingslagern
Impfungen für Ehrenamtliche und Bewohner in Flüchtlingslagern
… dieser Vorgeschichte und ihrer aktuellen Lebenssituation sind sie besonders gefährdet, sich anzustecken. Sie erhalten deshalb möglichst schnell zumindest die wichtigsten Grundimpfungen. Für ältere Jugendliche und Erwachsene sind das die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio, Masern, Mumps, Röteln und Grippe (Influenza). Professionellen …
Schweinegrippe-Impfung für Rheumapatienten: Ja oder Nein?
Schweinegrippe-Impfung für Rheumapatienten: Ja oder Nein?
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie befürwortet H1N1-Impfung Impfen oder nicht? Das fragen sich viele Rheumapatienten nach den Meldungen zur Schweinegrippe-Impfung der letzten Wochen. Denn ob sie zum Kreis der chronisch Kranken zählen, die zuerst geimpft werden müssen, ist nicht festgelegt. Ein Expertengremium der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie …
Bild: VNR - Studie: Schlechte Noten für Regierung bei Schweinegrippe-ImpfungBild: VNR - Studie: Schlechte Noten für Regierung bei Schweinegrippe-Impfung
VNR - Studie: Schlechte Noten für Regierung bei Schweinegrippe-Impfung
… Expertenportal VNR.de hat nachgefragt. Die Ergebnisse zeigen, neben einer deutlichen Kritik an der allgemeinen Panikmache, dass es nicht gelungen ist, die Bevölkerung von der Schweinegrippe-Impfung zu überzeugen. Die Gründe hierfür liegen zum einen in einem Misstrauen gegenüber der Berichterstattung, zum anderen halten viele Befragte den Impfstoff für nicht …
Frauenärzte der GenoGyn - Impfen und Krebsvorsorge bieten optimale Prävention
Frauenärzte der GenoGyn - Impfen und Krebsvorsorge bieten optimale Prävention
Nobelpreisvergabe rückt HPV-Impfung erneut in den Focus Eine Impfung gegen krebsauslösende Viren! Ausschließlich bei Gebärmutterhalskrebs ist Primärprävention heute möglich. Seit Ende 2006 steht in Deutschland eine Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) zur Verfügung. Ihr Entdecker, Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Harald zur Hausen, gilt als Vater …
Ist die Gebärmutterhalskrebs-Impfung sinnvoll?
Ist die Gebärmutterhalskrebs-Impfung sinnvoll?
… Prof. Uwe Siebert Innsbruck (8.4.2011) Nach dem Besuch des Nobelpreisträgers Prof. Harald zur Hausen Anfang der Woche in Innsbruck ist die Diskussion um die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs in vollem Gange. Die Vizevorsitzende des Tiroler Landtags und SPÖ-Gesundheitssprecherin Gabriele Schiessling wünscht sich, dass das Land Tirol einen Teil der Impfkosten …
Sie lesen gerade: Schulbetretungsverbot ohne Impfung