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Erstmals ein Tibeter zum Chef der Einheitsfrontabteilung ernannt

19.10.200614:02 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Wie von TibetInfoNet, London berichtet, ist einer Nachricht in der unabhängigen chinesischsprachigen Zeitung Sing Tao Jih Pao (Pinyin: quingdao ribao) vom 12. September 2006 zu entnehmen, daß mit Sita zum ersten Mal ein Tibeter zum stellvertretenden Minister des Zentralen Einheitsfront-Ministeriums (chin. zhongyang tongzhan bu) ernannt wurde. Hierbei handelt es sich um ein äußerst wichtiges Ministerium innerhalb des chinesischen Staatsapparats, das der direkten Kontrolle der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) untersteht. Sita leitet auch das kürzlich geschaffene "Siebente Büro der Einheitsfrontabteilung", das für die Tibet betreffenden Angelegenheiten zuständig ist. Diese Besetzung zeigt, daß das Zentralkomitee der KPC dem Thema Tibet größte Bedeutung beimißt. Bemerkenswerterweise erfolgte sie zu einem Zeitpunkt, wo der Dalai Lama mit der Ehrenbürgerschaft Kanadas sowie der Goldmedaille des US-Kongresses ausgezeichnet wurde, und wo das Europäische Parlament einen Bericht herausgab, in dem es Kritik an Chinas Tibet-Politik übt. Sitas Beförderung ist auch typisch für die Bemühungen Pekings, den Anschein zu erwecken, daß die Angelegenheiten Tibets durch die Tibeter selbst geregelt werden.



Die Einheitsfront (oder Einheitsfrontlinie) ist ein Organ der KPC, dessen Aufgabe es ist, "breite Allianzen" mit außerparteilichen und religiös-sozialen Gruppierungen der nicht-chinesischen ethnischen Bevölkerung innerhalb und außerhalb der VR China zu bilden. Mao Tsedong betonte einst, die Einheitsfront sei eine der "drei Hauptwaffen, mit denen wir die Feinde besiegen" - die anderen beiden sind die Partei und die Armee.

Im Laufe der Jahre sind mehrere Tibeter bis zur Position des Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden der Autonomen Region Tibet (TAR) aufgestiegen, womit ihnen im Prinzip derselbe Rang wie den Ministern oder Vize-Ministern der Zentralregierung zukommt. Bis zu der Ernennung von Sita gab es jedoch nur einen einzigen Tibeter, der Vize-Minister in der Zentralregierung war: In den achtziger Jahren wurde Dorji Tserang (Tsering), einer der Vorsitzenden der TAR, zum Vize-Minister in dem Ministerium für Zivilverwaltung ernannt, nachdem seine chinesische Frau aus gesundheitlichen Gründen nach Peking zurückversetzt wurde. Dieses Ministerium war jedoch nur von untergeordneter Bedeutung, und der Schritt wurde eher als eine Geste des guten Willens der Familie gegenüber und als eine Anerkennung für die persönlichen Leistungen von Dorji Tserang für die Partei gewertet. Die Einheitsfront setzte sich bis 2005 aus sechs verschiedenen Büros zusammen, und nun wurde ein siebtes hinzugefügt, das sich speziell mit dem Thema Tibet zu befassen hat. Zu den Pflichten des neuen Büros gehört u.a., "im Kampf gegen die sezessionistischen Umtriebe der Feinde, sowohl im Inneren als auch im Äußeren, wie beispielsweise der Dalai Lama Clique, mit den wesentlichen Gruppierungen der Gesellschaft zusammenzuarbeiten und Verbindungen zu den im Ausland lebenden Tibetern herzustellen".

Sita, heute 52 Jahre alt, ist aus Osttibet gebürtig. Exiltibetern in Europa und Indien ist er von den chinesischen Botschaften in Delhi und Genf her gut bekannt, wo er an einflußreicher Stelle saß, außerdem gehörte er den diversen chinesischen Delegationen bei Auslandsmissionen an. Er begleitete auch die Sondergesandten des Dalai Lama Lodi Gyari und Kelsang Gyaltsen auf deren Reisen in die tibetischen Regionen Chinas; schließlich ist die Einheitsfrontabteilung ja der offizielle Ansprechpartner für den sino-tibetischen Dialog. Vor seiner jetzigen Beförderung war Sita der stellvertretende Leiter des Zweiten Büros, das sich mit ethnischen Minderheiten und religiösen Angelegenheiten im allgemeinen befaßt.

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