(openPR) Zu der Initiative von fünf Oberbürgermeistern, den ÖPNV zur kommunalen Pflichtaufgabe zu machen, erklärt Jochen Bülow, Landesvorsitzender:
„Auf dem Land ist der Busverkehr schon lange vielerorts nur noch ein Schulbusverkehr – denn den müssen die Kommunen finanzieren. Alles andere ist eine freiwillige Aufgabe und wird deshalb bei Haushaltsdefiziten von der Kommunalaufsicht kassiert. Im Kreis Neuwied fährt aus vielen Dörfern deswegen häufig morgens ein Bus raus und nachmittags ein Bus rein, ansonsten sind viele Ortslagen abgeschnitten. Und am Wochenende und in den Ferien fährt überhaupt kein Bus, denn dann ist ja keine Schule. Es ist deswegen gut, dass die SPD-Oberbürgermeister ihrer SPD-Landesregierung jetzt endlich Druck machen – auch, wenn in Trier und Kaiserslautern, Mainz, Koblenz und Ludwigshafen noch vergleichsweile viele Busse und Bahnen unterwegs sind.“
„Die immer wieder beschworene Verkehrswende kann nur dann erfolgreich sein, wenn der Öffentliche Nahverkehr zuverlässig funktioniert und akzeptable Takte und Strecken bietet. Dafür wird es viel Geld brauchen und deswegen müssen Bundesregierung, Landesregierung und Kommunen dringend an einen Runden Tisch: Sonst wird die Überarbeitung des Nahverkehrsgesetzes in Rheinland-Pfalz wieder nur das, was auch das neue KiTa-Gesetz ist: Die schlechte Verwaltung eklatanten Mangels. Das Ziel des Runden Tisches muss sein, dass niemand für Bus und Bahn ein Ticket kaufen muss – Steuerfinanzierung und Nahverkehrsumlage, z.B. in Höhe des ALG II-Mobilitätssatzes, sind das Gebot der Stunde, um Mobilität für alle bezahlbar zu machen, die Luftreinhaltung in den Städten und den Klimaschutz zu gewährleisten und die tägliche Blechlawine der Berufspendlerinnen und -pendler einzudämmen.“
4. April 2019
Dr. Hermann Stauffer
Pressereferent
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DIE LINKE. Rheinland-Pfalz ging 2007 aus dem Zusammenschluss von WASG und PDS hervor. Am 24. September 2017 wurden Alexander Ulrich, Katrin Werner und Brigitte Freihold zu Mitgliedern des 19. Deutschen Bundestages gewählt.












