(openPR) Wiesbaden, den 20. September 2006 Europaweit haben Unternehmen Defizite bei der Förderung des eigenen Management-Nachwuchses. Bereits 80 Prozent der zehn attraktivsten Arbeitgeber für Führungskräfte nutzen Unternehmenskennzahlen, um die Wirksamkeit ihrer Programme zur Führungskräfteentwicklung zu messen, hingegen tun dies nur 34 Prozent der an der Umfrage beteiligten deutschen Firmen. Alle im Rahmen der Hewitt-Studie „Top Companies for Leaders 2005“ platzierten zehn Top-Unternehmen verfolgen die Fluktuationsbewegungen ihrer jungen High Potentials. Lediglich 35 Prozent der deutschen Unternehmen halten Kontakt zu den Top-Talenten, die das Unternehmen verlassen haben. „Top-Talente sind die wichtigste und gleichzeitig knappste Ressource des Unternehmenserfolgs. Demnach zählt der so genannte ‚War for Talents’ und die langfristige Bindung der High Potentials an das Unternehmen zu den wichtigsten Aufgaben des Personalmanagements der Zukunft“, so Piotr Bednarczuk, Geschäftsführer von Hewitt Associates in Deutschland.
Nachwuchs fördern: Chefsache
Nachwuchsförderung sollte zur Aufgabe von jeder Führungskraft im Unternehmen zählen. Jedoch in nur 66 Prozent der deutschen Unternehmen sind die Führungskräfte im Rahmen einer formalen Leistungsbeurteilung für die Entwicklung der direkt an sie berichtenden Mitarbeiter verantwortlich. Der Grund dafür: Die Bedeutung des Engagements der Führungskräfte für die Förderung des Nachwuchses wird unterschätzt. Nur 44 Prozent der deutschen Unternehmen messen den Einsatz der Führungskräfte für die Förderung ihrer Mitarbeiter.
Verantwortung stärken durch finanzielle Anreize
Führungskräfte müssen stärker für die Entwicklung der unternehmens-eigenen Talente verantwortlich gemacht werden. Eine mögliche Stellgröße ist ein variables Vergütungsmodell, das an das Engagement der Führungskräfte für den Nachwuchs in den eigenen Reihen gekoppelt ist. In 30 Prozent der an der Umfrage beteiligten deutschen Unternehmen beträgt der variable Bestandteil hierfür ein bis fünf Prozent, während dies bei den europäischen Spitzenkonzernen bereits 50 Prozent sind. Bei 17 Prozent der deutschen Unternehmen liegt der variable Anteil schon bei 16 Prozent und mehr. Frauen kommen jedoch seltener in den Genuss dieser Prämienregelung, denn das Top-Management aller in der Studie genannten europäischen Unternehmen ist eine Männerdomäne: Unter zehn Prozent beträgt der Anteil der weiblichen Führungskräfte.
Fehlendes Feedback zu Führungsleistungen schadet
Ungenügendes Feedback zu Führungsleistungen ist ein entscheidender Faktor für ein effizientes System. Darüber hinaus wurden die zur Verfügung stehenden Ressourcen und die mangelnde Unterstützung durch das Top-Management als entscheidende Faktoren genannt, um die Qualität und das Niveau der Führungskräfte erfolgreicher als bisher zu entwickeln. „Unternehmen sollten gezielte Maßnahmen treffen, um eine effiziente Entwicklung des Führungskräftenachwuchses sicher zu stellen. Wer zu den Top 10 in Europa gehören will, muss auch auf diesem Gebiet Spitze sein“, so Piotr Bednarczuk.
An der Hewitt-Studie beteiligten sich 101 der größten europäischen Konzerne, 38 davon mit Sitz in Deutschland, beteiligt haben.
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