(openPR) Unvorhersehbare Ereignisse können die finanzielle Lage von Banken beeinflussen. Welche Möglichkeiten gibt es diese in der Steuerung zu berücksichtigen? - Stresstests messen das Risiko von Banken im Extremfall - BaFin: Bedeutung von Stresstests kann kaum überschätzt werden - Ab 2007 Pflicht, fast alle Institute erweitern zur Zeit Methoden - Erstes Handbuch: "Stresstests in Banken - Von Basel II bis ICAAP", mit Stresstest-Tool zum Ausprobieren
Köln, Zürich, 20. September 2006. Die Bankenkrisen in Russland und Asien haben es gezeigt: Extreme Ereignisse bedeuten für Banken extreme Risiken. Auch Ereignisse wie 11. September oder der Tsunami in Südostasien bleiben für Banken nicht ohne Auswirkungen. Künftig müssen sich Institute mit Hilfe von Stresstests gegen die finanziellen Folgen wappnen. "Die Bedeutung von Stresstests kann kaum überschätzt werden", schreibt Dr. h.c. Gerhard Stahl von der Bundesanstalt für Finanzaufsicht (BaFin) im neuen Buch "Stresstests in Banken" (Schäffer-Poeschel Verlag). Da Stresstests mit Basel II ab 2007 zur Pflicht werden, arbeiten derzeit fast alle Institute an einer Erweiterung ihrer bestehenden Stresstest Methodik.
"Stresstests sind ein wesentlicher Baustein einer umfassenden Risikomessung in Banken. Erst mit Hilfe von Stresstests können die Institute sicher stellen, dass sie auch in Extremsituationen über genügend Eigenkapital verfügen", sagt Kai-Oliver Klauck, Herausgeber des Buches und Stresstest-Experte der ifb group in Köln. "Damit werden die Lücken einer Risikosteuerung, die im wesentlichen auf dem Konzept des Value-at-Risk beruht, geschlossen." Banken simulieren mit Stresstests, wie sich extreme Ereignisse auf ihr Eigenkapital bzw. auf das Kreditportfolio auswirken, um für diese Fälle vorzusorgen. "Die eigentliche Motivation für Stresstests sollte nicht Basel II sein, sondern der Wille, Risikosituationen adäquat zu begegnen", sagt Kai-Oliver Klauck. "Banken, die dabei eigenständig aktiv werden, sind hier klar im Vorteil." Allerdings handelt es sich um ein sehr komplexes Thema, das sich nach wie vor im Prozess einer ständigen Weiterentwicklung befindet.
Um die Einführung zu erleichtern, entwickelte die ifb group einen Portfoliogenerator, der dem Buch als CD-ROM beiliegt. Damit können unterschiedliche Bank-Portfolien erstellt werden, um Stresstest-Szenarien und -Modelle anhand von Beispielrechnungen zu untersuchen. So kann man Stresstests simulieren und versuchsweise anwenden, zum Beispiel bei der Berechnung des regulatorischen Kapitals im fortgeschrittenen IRB-Ansatz nach Basel II und des ökonomischen Kapitals anhand von CreditRisk+.
"Das Thema betrifft alle Mitarbeiter, die in Banken im Bereich der Gesamtbanksteuerung und dem Risiko-Controlling beschäftigt sind", sagt Mit-Herausgeber Claus Stegmann, Partner der ifb group. Ebenso dürfte das Buch bei Aufsichtsbehörden, Wirtschaftsprüfern und Wissenschaftlern auf großes Interesse stoßen.
Damit bieten die Autoren die erste deutschsprachige Monographie zu dem komplexen Thema. Schritt für Schritt werden die Leser mit der Anwendung von Stresstests vertraut gemacht: Von der Definition der Szenarien über die empirische Überprüfung der Methoden bis zur Integration in den Prozess der Kapitalallokation; einfache und höchst komplexe Lösungsansätze werden jeweils auf dem neuesten Stand erläutert, wie zum Beispiel die Verwendung des Credit Value at Risk oder der Aufbau kohärente Risikomaße. Zu den Autoren zählen neben den Spezialisten für Gesamtbanksteuerung und Risikocontrolling der ifb group auch Fachleute aus Banken und Wissenschaft.
Kai-Oliver Klauck, Claus Stegmann (Hrsg.): Stresstests in Banken - Von Basel II bis ICAAP, Schäffer-Poeschel Verlag, inkl. CD-ROM, EUR 99,95 / CHF 154,00 Kostenlose Rezensions-Exemplare sind beim Schäffer-Poeschel Verlag auf Anfrage erhältlich (
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Die ifb group hat sich seit 1989 zu einem geschätzten Partner für Bank- und Unter-nehmenssteuerung, Risikomanagement sowie Rechnungs- und Berichtswesen entwickelt. Die Geschäftsfelder der ifb group sind betriebswirtschaftliche Beratung, Softwarelösungen und SAP Services. Als Beratungs- und Softwareanbieter ist die ifb group Partner von über 1.600 Unternehmen, davon 1.400 Finanzdienstleister. Die Software-Produktreihe ifb-OKULAR ist bei über 1.000 Unternehmen im Einsatz. Zur ifb group gehören die Gesellschaften ifb AG (Köln), ifb International AG (Pfäffikon, Schweiz), ifb Asia Ltd. (Peking), ifb Suisse AG (Zürich) ifb Lux S.A. und ifb Lux-Audit S.à.r.l (beide Luxemburg) mit insgesamt über 300 Mitarbeitern.
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