(openPR) Der polnische Ministerpräsident ist voller Sorge: "So können wir nicht weiterregieren, die Koalition hat grosse Probleme", sagte er vor einem Gespräch heute mit dem Koalitionspartner Andrzej Lepper von der Partei der Selbstverteidigung (Samoobrona). Kaczynski beruft sich auf den gemeinsamen Stabilitätspakt der Regierungsparteien, welcher durch Lepper anhaltend verletzt würde. Dieser soll sich erst am vergangenen Freitag mit dem Chef der Oppostion und Präsidentschaftskandidaten der letzten Wahl Donald Tusk heimlich, aber unter wirkungsvollem medialen Nacheffekt, zu Verhandlungen getroffen haben.
"Diese Show der unerhörten Scheinheiligkeit und des Zynismus, welche aufzeigt dass es Leppers Plan ist auf den Zug der Opposition aufzuspringen um mit Tusk die Regierung zu Fall zu bringen, zeigt mit wem wir es zu tun haben. Dieser Mann verspottet die Demokratie!", holt Jaroslaw Kaczynski in Presse und Radio weiter aus. Der Premier glaubt nicht an die Beteuerungen von Lepper und Tusk, dass sie sich nicht getroffen hätten.
Jaroslaw Kaczynski wird mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Andreas Lepper vor der Sitzung der Regierung, welche am Mittag beginnt, zu einer Unterredung zusammenkommen, sagte Regierungssprecher Jan Dziedziczak. An diesem Gespräch wird auch der zweite Stellvertreter des Premiers, Roman Giertych teilnehmen. Auf der Tagesordnung stehen wohl auch die jüngsten Äusserungen Leppers bezüglich des Afghanistan Engagements Polens 1000 Soldaten für fünf Minuten mit Bush".











