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Personalbemessung – auch im OP ein drängendes Thema

18.04.201809:50 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Personalbemessung – auch im OP ein drängendes Thema

(openPR) Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) weist anlässlich der morgen in Berlin beginnenden ‚DBfK-Fortbildungstage für Pflegeberufe im Operationsdienst‘ auf die in vielen OP-Bereichen der Krankenhäuser herrschende Personalknappheit hin. „Personalmangel mit gravierenden Auswirkungen für Patienten und die Gesundheit der Beschäftigten – das ist nicht nur ein Thema auf den bettenführenden Stationen, sondern auch in Operationssälen und weiteren Funktionsbereichen der Kliniken. Es muss dringend angegangen werden“, fordert DBfK-Sprecherin Johanna Knüppel. „Die Tätigkeit im Operationssaal ist harte körperliche Arbeit, verbunden mit hoher Anspannung und Konzentration. Zeitdruck, enge Taktung der Wechsel und immer weiter steigende Leistungsanforderungen gehören seit Jahren zum Alltag in der OP-Pflege. Gerade der OP-Bereich ist in den Kliniken maximal durchökonomisiert und soll viel Geld erwirtschaften. Leider wird die Personalbemessung diesem Anspruch und den umfangreichen OP-Plänen häufig keineswegs angepasst. Viele Überstunden, hoher Arbeitsanfall während der Bereitschaftsdienstzeiten und unzuverlässige Dienstpläne führen zu dauerhafter Überlastung, hohen Krankenständen und Motivationsverlusten bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Kommen dann noch Organisationsmängel und Defizite in der Unternehmenskultur hinzu, verliert der Arbeitsplatz OP enorm an Anziehungskraft – gerade bei dem dringend benötigten beruflichen Nachwuchs. Kein Krankenhaus kann sich das dauerhaft leisten.“



Der DBfK fordert deshalb von Krankenhausleitungen:

• Sorgen Sie für eine quantitativ wie qualitativ gute Personalbemessung in den Funktionsbereichen, insbesondere in OP und Anästhesie.
• Stellen Sie Organisationsmängel ab, die zu unnötigen Wartezeiten, schlecht organisierten Abläufen, mangelhaften Absprachen, vorauszusehenden Verzögerungen und Reibungsverlusten führen. Dies ist häufig eine Frage von Disziplin aller Beteiligten, die auch konsequent eingefordert werden darf und muss.
• Gewährleisten Sie sichere Schnittstellen und Übergänge der Versorgung, innerhalb der Klinik wie auch von und nach extern. Gerade an solchen Stellen sind das Patientenrisiko und das Risiko eines Versorgungsbruches und kommunikativer Missverständnisse besonders groß.
• Schaffen und fördern Sie eine gute und wertschätzend gelebte Unternehmenskultur in allen Bereichen des Krankenhauses. Das beinhaltet den respektvollen Umgang aller Beschäftigten und Berufsgruppen untereinander, Zusammenarbeit auf Augenhöhe sowie eine sinnvolle und sichere interne Kommunikation.
• Gehen Sie aktiv auf Pflegeschülerinnen und –schüler zu, laden sie zu praktischen Ausbildungseinsätzen in einem Funktionsbereich ein und sichern Sie damit Ihren beruflichen Nachwuchs für diese so wichtigen Arbeitsfelder.

Wie groß inzwischen die Unzufriedenheit mit dem Arbeitsplatz OP bei vielen Beschäftigten ist, hat das kürzlich veröffentlichte OP-Barometer 2017 ergeben. Im Vergleich zur vorherigen Befragung (2015) zeigt sich, dass die Probleme zunehmen und die Fluktuation ansteigt. Aus den Antworten geht allerdings auch hervor: Es gibt durchaus Krankenhäuser, die in Bezug auf Patienten- und Mitarbeiterorientierung sowie Organisation und Strukturen gute Ergebnisse zeigen und ihre Hausaufgaben gemacht haben. Der zunehmende Fachkräftemangel wird auch hier mittelfristig die Spreu vom Weizen trennen und schlecht aufgestellte Kliniken in Schwierigkeiten bringen.

Am morgigen Donnerstag, 19. April, beginnen im CityCube Berlin wieder die traditionellen DBfK-Fortbildungstage für Pflegeberufe im Operationsdienst. Ebenso wie der parallel stattfindende Chirurgenkongress stehen sie unter dem zentralen Motto: Tradition – Innovation – Globalisierung. Vor diesem Hintergrund wird nichtärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in OP- und weiteren Funktionsbereichen der Krankenhäuser ein breites Spektrum an Themen und Workshops angeboten.

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