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Selfpublishing oder Verlag? – Übersicht der Vor- und Nachteile als Entscheidungshilfe für Autoren

Ein Buch zu schreiben ist für einige Menschen ein Traum. Das eigene Buch dann auch noch in einer Buchhandlung oder im Internet zum Verkauf zu sehen, ist jedoch nochmal eine ganz andere Sache. Denn mit dem Schreiben an sich ist es nicht unbedingt getan. Sobald das Manuskript fertig ist, fangen die Entscheidungen erst richtig an: Selfpublishing oder Verlag?

Eine der größten Fragen, die angehende Autoren sich stellen sollten, ist nämlich die Frage nach dem Veröffentlichungsweg. Die deutsche Verlagswelt ist sehr vielfältig und neben dem Weg der Verlagsveröffentlichung gibt es heutzutage auch noch einen weiteren, nämlich das Selfpublishing.

Den passenden Verlag finden – worauf kommt es an?

Selfpublishing oder Verlag? © Glaser - stock.adobe.com
Selfpublishing oder Verlag? © Glaser - stock.adobe.com
Der klassische Weg ist bis heute noch der Verlag. Doch in diesem Fall stellt sich zuerst die Frage: Wie findet man den passenden Verlag für das geschriebene Buch?

Die meisten Verlage in Deutschland haben sich auf bestimmte Bereiche, Genre und Lesergruppen spezialisiert. Deswegen ist es sinnvoll, sich zuerst einmal über die Produktpalette der einzelnen Verlage zu informieren und sich Gedanken darüber zu machen, in welches Genre das eigene Buch überhaupt gehört.

Das Manuskript an alle deutschsprachigen Verlage zu schicken, in der Hoffnung irgendwo angenommen zu werden, ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch unsinnig. Ein Fachbuchverlag wird keinen Fantasyroman annehmen und andersherum wird auch ein Fantasyverlag kein Fachbuch drucken.

In manchen Fällen kann es sogar sinnvoll sein, eine Agentur einzuschalten, die diese Aufgabe übernimmt und sich an die Verlage wendet. Dies ist jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden.

 

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Verlage in Deutschland

Zu den zwanzig größten Belletristik- und Sachbuchverlage in Deutschland gehören (nach Umsatz im Jahr 2020):

  1. Random House
  2. Carlsen
  3. Bastei Lübbe
  4. Ravensburger
  5. dtv
  6. Fischer
  7. Droemer Knaur
  8. Rowohlt
  9. Ullstein
  10. Franckh Mediengruppe
  11. VEMAG
  12. Piper
  13. Oetinger
  14. Suhrkamp
  15. Coppenrath
  16. Kiepenheuer & Witschars
  17. arsEdition
  18. Diogenes
  19. Herder
  20. Egmont

Quelle: Statista 2022

Das Exposé

Wenn ein passender Verlag gefunden wurde, ist erst einmal Vorsicht geboten. Die meisten Verlage möchten kein ganzes Manuskript zugeschickt bekommen, denn kein Verlag hat Zeit, zweihundert Seiten oder mehr zu lesen, nur um sich für oder gegen ein Buch zu entscheiden. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich mit einem Exposé bei einem Verlag zu bewerben. Die meisten Verlage fordern dies auch auf ihrer Website und geben an, dass ganze Bücher automatisch nicht angenommen werden.

Exposé schreiben © Ivelin-Radkov - stock.adobe.com
Exposé schreiben © Ivelin-Radkov - stock.adobe.com
In einem Exposé sollte zusammengefasst sein, wie die Story aufgebaut ist und wo die Geschichte am Ende hinführen soll. Dafür kann es hilfreich sein, schon während des Schreibprozesses immer wieder einmal Notizen zu machen. So fällt es am Ende leichter, das gesamte Buch in einem kurzen Text zusammenzufassen.

Das Exposé dient den Verlagen erst einmal nur zur Entscheidungsfindung, ob die Geschichte oder das Thema in die Verlagsphilosophie einfügt und ob es sich lohnt, das Werk zu veröffentlichen. Das gesamte Manuskript kann dann in einem späteren Schritt angefordert werden.

Nicht immer werden Exposés jedoch angenommen, schließlich können Verlage nicht alle Bücher drucken, die ihnen vorgeschlagen werden. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, das eigene Exposé noch einmal zu überarbeiten, bevor man sich an einen weiteren Verlag wendet.

Was macht ein Verlag eigentlich?

Wenn das Buch dann doch bei einem Verlag angenommen wird, kommt es zum Vertragsschluss. Hierfür werden zwischen Autor und Verlag Konditionen verhandelt und in einem Verlagsvertrag festgelegt.

Üblicherweise wird ein Vorschuss gezahlt und sobald das Buch angelaufen ist und gut läuft, folgen Tantiemen, die den Autoren an den Verkaufszahlen beteiligen. Natürlich gehen nicht alle Gewinne an den Autoren, schließlich sind an der Veröffentlichung des Werkes noch andere Personen beteiligt.

Neben dem festen Vorschuss hat das Veröffentlichen in einem Verlag jedoch noch weitere Vorteile: Verlage sind in der Regel gut organisiert und bringen eigene Mitarbeiter, die sich auf bestimmte Bereiche spezialisiert haben. Lektoren kümmern sich um Fehlerfreiheit in den eingereichten Manuskripten, Titel und Cover werden von Gestaltern ausgearbeitet und die Marketingabteilung kümmert sich um die Vermarktung des Buches. All diese Arbeitsschritte müssen nicht von Autoren übernommen werden, jedoch haben Autoren in diesem Fall auch nicht mehr das alleinige Entscheidungsrecht. Verlage haben Erfahrung und wollen diese in ihren veröffentlichten Werken auch umsetzen.

Die Verlagsveröffentlichung – Vor- und Nachteile

Vorteile

  • keine finanziellen Risiken
  • Lektorat, Marketing etc. wird durch den Verlag organisiert
  • Verlage haben Erfahrung und bringen diese mit ein
  • bessere Anbindung an lokalen Buchhandel

Nachteile

  • aufwändiges Bewerbungsverfahren
  • mögliche Enttäuschungen durch Ablehnung
  • kaum Freiheit in Gestaltung von Cover und Marketingmaßnahmen
  • Verlag verdient mit, dies schmälert die eigene Beteiligung am Gewinn

Selfpublishing

Selfpublisher Aufgaben © Artur- - stock.adobe.com
Selfpublisher Aufgaben © Artur- - stock.adobe.com
Wer sich gegen einen Verlag entscheidet oder von Verlagen abgelehnt wurde, kann das eigene Buch auch selbst veröffentlichen.

Selfpublishing nennt sich dies und hat in den letzten Jahren nicht nur an Beliebtheit gewonnen, sondern auch seinen schlechten Ruf weitestgehend verloren. Auch wenn die meisten Autoren sich noch immer für einen klassischen Verlag entscheiden, gehen immer mehr Schriftsteller auch eigene Wege.

Selfpublishing hat vor allem einen großen Vorteil: Man ist unabhängig, denn niemand mischt sich in die eigenen Entscheidungen ein.

Das Veröffentlichen im Selbstverlag lohnt sich vor allem dann, wenn man sich im E-Book-Bereich umsieht, denn der Druck eines eigenen Buches kann Kosten verursachen, die in diesem Fall eben nicht mehr von einem Verlag getragen werden, sondern selbst finanziert werden müssen. Dies ist in digitaler Form nicht der Fall. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Autoren im Selbstverlag dazu, ihr Werk zuerst als E-Book zu veröffentlichen und zu einem späteren Zeitpunkt in den Druck zu gehen. So ist es möglich, vorab eine Leserschaft und Reichweite aufzubauen.

openPR.de-Tipp:  Der Selfpublisher-Verband ist eine Vereinigung, die verlagsunabhängige Autoren im deutschsprachigen Raum unterstützt und ihre Interessen gegenüber Buchhändlern, Dienstleistern und Medien vertritt. Mit dem Selfpublishing-Buchpreis des des Verbandes werden jedes Jahr die besten verlagsunabhängig veröffentlichten Bücher in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Ratgeber und Kinder-/Jugendbuch gekrönt.

Eigene Aufgaben

Die Freiheit, die man durch das eigenständige Veröffentlichen gewinnt, ist jedoch auch mit gewissen Risiken verbunden. Solange man sich nicht dafür entscheidet, sich zusätzliche Hilfe einzukaufen, ist man in allen Bereichen der Veröffentlichung auf sich alleine gestellt. Dazu gehören auch kalkulatorische Aufgaben, wie eine Umsatzsteuervoranmeldung und die Entscheidung über den Verkaufspreis.

Für die Buchführung gibt es jedoch gute Software, die einem den Einstieg erleichtern. Es ist also nicht notwendig, eine komplette kaufmännische Ausbildung zu machen, nur um sein eigenes Buch zu veröffentlichen. Die Grundlagen sind ausreichend und können durch die zusätzliche Software ergänzt werden.

Marketing und Werbung als Selfpublisher

Neben Kalkulation und der Überarbeitung des eigenen Textes ist vor allem das Buchmarketing besonders wichtig. Das eigene Buch verkauft sich nur dann, wenn es von Lesern auch gefunden werden kann.

Hierfür kann Social Media besonders hilfreich sein. TikTok, Instagram, Facebook und andere Anbieter haben meist eigene Gruppen, Bereiche und Seiten, in denen sich Buchliebhaber tummeln, die sich über gute Tipps und Lesevorschläge freuen. Auch ein eigener Blog kann hilfreich sein, um gesehen und am Ende auch gelesen zu werden.

Eine weitere Möglichkeit, das eigene Buch in den Medien zu bewerben, bieten Online-Presseportale und -Verteiler, wie openPR.

 

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Selfpublisher Plattformen und Anbieter

Zu den bekanntesten und meist genutzten Selfpublishing-Anbietern (Plattformen und Distributoren) gehören u.a:

  • Amazon KDP / Kindle Direct Publishing 
  • BoD – Books on Demand
  • Bookmundo
  • BookRix
  • Buuk
  • epubli
  • Feiyr.com
  • myMorawa
  • neobooks
  • Nova MD
  • Tolino Media
  • tredition
  • Twentysix

Selfpublishing – Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Sofortige Veröffentlichung ohne lange Bewerbungsphase
  • Freiheit in Gestaltungsfragen
  • Entscheidungsfreiheit über Veröffentlichungstermin
  • Großteil der Einnahmen bleibt beim Autor

Nachteile

  • alle Aufgaben müssen selbst übernommen werden
  • finanzielle Risiken werden selbst getragen
  • Kalkulation, Buchführung etc. liegt in den Händen des Autors
openPR.de-Tipp: Gut die Hälfte der e-Book Bestseller sind heutzutage im Selfpublishing erschienen. Das bekannteste Beispiel davon ist wahrscheinlich „50 Shades Of Grey“ von E. L. James. Weitere Beispiele von erfolgreichen Selfpublishern finden Sie auf boldbooks.com.

Fazit: Selfpublishing oder Verlag? – Die richtige Entscheidung treffen

Die Entscheidung, welche Veröffentlichungsform die Richtige ist, ist nicht einfach, und sie ist auch nicht unumstößlich. Nur weil ein erstes Buch in einem bestimmten Bereich veröffentlich wurde, muss diese Entscheidung für das nächste Werk nicht genauso ausfallen. Ob ein klassischer Verlag oder Selfpublishing in Frage kommt, kommt auch immer auf das Buch selbst, den Autoren und die individuelle Situation an.

Vor allem das finanzielle Budget spielt hierbei eine große Rolle, denn Selfpublishing bedeutet auch, dass man das finanzielle Risiko selbst tragen muss. Auf der anderen Seite ist man jedoch auch allein für seine Gewinne verantwortlich. Wer mehr Sicherheit sucht, sollte sich für einen klassischen Verlag entscheiden, wer auf diese jedoch verzichten kann, muss seine Einnahme mit niemandem teilen.

Auch der Wunsch nach Freiheiten kann zum Selbstveröffentlichen führen, denn in einem Verlag ist man immer auf die Entscheidungen anderer angewiesen. Vor allem im Bereich Gestaltung und Marketing haben Verlage meist das letzte Wort. Dies kann jedoch auch ein Vorteil sein, denn im Gegensatz zu einem Autor mit Erstlingswerk bringen die Verlage auch eine gewisse Erfahrung mit ein.

Vor allem für Ungeduldige ist Selfpublishing attraktiv, schließlich fallen lange Bewerbungsphasen und mögliche Absagen einfach weg. Man kann sich direkt den wichtigen Entscheidungen zuwenden, ohne lange herumsitzen zu müssen.

Welche Entscheidung am Ende die Richtige ist, muss jeder Autor jedoch für sich selbst entscheiden. Ein Patentrezept gibt es nicht.

 

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