Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, bei der Immunzellen fettreiche Myelinscheiden der Nervenfasern abbauen. Der Wiederaufbau intakter Myelinscheiden ist notwendig, damit sich Patienten von ihren Behinderungen erholen. Aber das Regenerationsvermögen nimmt mit dem Alter ab. In „Science“ liefert ein Team der Technischen Universität München eine mögliche Erklärung: Fettmoleküle aus der Myelinscheide, die nicht rasch aus Fresszellen abtransportiert werden, können chronische Entzündungen auslö…
Auf der Suche nach neuen Strategien gegen lebensgefährliche Tuberkulose-Infektionen hat ein Team der Technischen Universität München (TUM), der Harvard University und der Texas A&M University in den USA einen neuen Verbündeten entdeckt: Sie fanden eine Substanz, die den Aufbau der Zellmembran des Bakteriums stört. Es wirkt selbst schon in geringer Konzentration und in Kombination mit einem bereits bekannten Antibiotikum verstärkt es die Wirkung um den Faktor 100.
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Eine der größten Herausforderungen bei der Behandlung lebensgefährlicher Tu…
Wegen möglicher Gefahren für Mensch oder Material werden Biofilme meist als Problem bekämpft. Doch verfügen diese Gemeinschaften von Algen, Pilzen oder Bakterien über wissenschaftlich und technisch interessante Eigenschaften. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) beschreibt Verfahren aus der Biologie, die Biofilme als Bauarbeiter von Strukturschablonen für neue Werkstoffe einsetzen, welche die Eigenschaften natürlicher Materialien besitzen. Dies war bislang nur eingeschränkt möglich.
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Ob Holz, Knochen, Perlmutt, oder Zähne – …
Fürsorge für andere, ob staatlich oder individuell, ist ein wichtiger Bestandteil von Gesellschaften. Im Forschungsverbund ForGenderCare untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von elf bayerischen Forschungseinrichtungen Zusammenhänge zwischen Geschlecht (Gender) und Fürsorge (Care). Zwei Teilprojekte werden von Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) geleitet. Im Interview sprechen Prof. Susanne Ihsen und Prof. Claudia Peus über erste Forschungsergebnisse.
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Frau Prof. Ihsen, Sie untersuchen in Ihrem Te…
Eine Doktorarbeit an der Technischen Universität München (TUM) bereitet optimal auf den Berufseinstieg vor. Dies sagen die Promovierten selbst. In einer Studie der European Science Foundation (ESF) wurden promovierte Absolventinnen und Absolventen von neun europäischen Forschungseinrichtungen befragt. Die meisten arbeiten in Jobs mit Forschungsaufgaben – wer an der TUM promoviert hat, häufiger in der Wirtschaft als in der Wissenschaft.
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Immer mehr Promovierende werden während ihrer Doktorarbeit in Graduiertenschulen betreut und gefördert.…
Verklumpen fehlgefaltete Proteine in insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, können diese absterben. Jetzt ist es Forscherinnen und Forschern der Technischen Universität München (TUM), der Universität Michigan und des Helmholtz-Zentrums München gelungen, den Fehlfaltungsprozess genau in dem Moment zu stabilisieren, in dem er am gefährlichsten ist. Die Forscher hoffen, dass ihre Momentaufnahmen bei der Suche nach Wirkstoffen helfen, die die Fehlfaltung verhindern können.
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Die Klumpen, die von fehlgefalteten Proteinen, sogenann…
Vor fünf Jahren durchbrach der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner bei seinem Sprung aus fast 39 Kilometern Höhe die Schallmauer. Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben nun die Strömungsdynamik des Falls analysiert. Das überraschende Ergebnis: Baumgartner mit seinem unregelmäßig geformten Equipment fiel schneller als ein glatter, symmetrischer Körper.
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Mit seinem Sprung aus der Stratosphäre stellte Felix Baumgartner am 14. Oktober 2012 einen Weltrekord auf: Nie zuvor hatte ein Mensch im freien Fall die Schal…
Fünf neue Forschungsvorhaben aus der Technischen Universität München (TUM) haben aktuell den Europäischen Forschungsrat (ERC) überzeugt und werden mit sogenannten Consolidator Grants gefördert. Die Projekte stammen aus den Bereichen Nanowissenschaften, Festkörperphysik, Molekularbiologie, Arithmetischer Geometrie bzw. Kosmologie.
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Um die hochdotierten ERC Consolidator Grants können sich Forscherinnen und Forscher bewerben, deren Promotion sieben bis zwölf Jahre zurückliegt. Die Projekte werden vom ERC mit jeweils bis zu zwei Millionen Eur…
Eine der grundlegenden Voraussetzungen für das Leben auf der Erde ist die Fähigkeit der Lebewesen, sich an wechselnde Umgebungsbedingungen anzupassen. Physiker der Technischen Universität München (TUM) und der Universität von Kalifornien in San Diego (UCSD) haben nun herausgefunden, dass die Regelmechanismen, die ein Bakterium nutzt, um sich an unterschiedliche Umgebungen anpassen, auf einem globalen Kontrollprozess basieren und sich mit einer einzigen Gleichung beschreiben lassen.
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Auf der Erde ändern sich Umweltbedingungen wie Temperatu…
Schülerinnen und Schüler erzielen in Naturwissenschaften und Mathematik bessere Leistungen und sind motivierter, wenn im Unterricht digitale Medien eingesetzt werden. Allerdings hängt der Erfolg von der Gestaltung der Mediennutzung ab. Er ist größer, wenn Kinder und Jugendliche nicht allein lernen und wenn weiterhin auch traditionelles Lernmaterial verwendet wird. Dies zeigt eine der größten Untersuchungen zum Thema, die rund 80 Einzelstudien ausgewertet hat. Damit die Erkenntnisse in den Schulen angewandt werden können, sind sie in einer Bro…
Schülerinnen und Schüler experimentieren im Unterricht zum Thema Gentechnik mit DNA – was heute nahezu ausgeschlossen ist, wird ein neues Bildungsprogramm möglich machen. Die Amgen Foundation, die Technische Universität München (TUM) und das Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land kooperieren, um Biotechnologie in die Klassenzimmer zu bringen. Das Programm bietet Fortbildungen für Lehrkräfte und die notwendige Laborausstattung für den Unterricht.
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Zu einem erfolgreichen Unterricht gehört in den Naturwissenschaften, dass Schülerinnen…
Die Doppelstränge unserer Gene machen sie so stabil. Mit einer DNA-Origami genannten Technik baut Biophysiker Hendrik Dietz an der Technischen Universität München (TUM) seit einigen Jahren nanometergroße Objekte. Nun ist es Dietz und seinem Team gelungen, nicht nur die Nanometer-Grenze zu überwinden und größere Objekte zu bauen, sondern auch die Herstellungskosten durch Massenproduktion um einen Faktor 1000 zu reduzieren. Diese Innovationen eröffnen der Technologie neue Horizonte.
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Viren schließen ihre Erbsubstanz in eine Kapsel ein, die …
Hochhäuser mit Glasfassaden sind Energiefresser: Sie heizen sich auf wie Treibhäuser und müssen daher die meiste Zeit des Jahres gekühlt werden. Architekten und Architektinnen der Technischen Universität München (TUM) haben jetzt ein Belüftungssystem für doppeltverglaste Fassaden entwickelt, mit dem sich der Energieverbrauch – dank autoreaktiver Komponenten – ohne großen technischen Aufwand fast halbieren lässt.
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„Unser Ansatz ist fundamental anders als alle bisherigen Konzepte: Seit Jahrzehnten wird die Klimatisierung verglaster Büro- un…
Vergleicht man Filme, die vor 20 Jahren gedreht wurden mit heutigen Produktionen, wird schnell klar: Computeranimationen haben die Filmindustrie grundlegend verändert. Allerdings sind Rauch und realistisch aussehende Wolken immer noch extrem schwer zu simulieren. Forscher und Forscherinnen der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, die die Animationstechnik revolutionieren könnte.
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Nils Thürey weiß aus eigener Erfahrung, wie zeitaufwändig, mühsam und auch teuer die Produktion von Simulationen ist – er ha…
In vielen elektrischen Geräten sind Schutzschalter eingebaut, die automatisch abschalten, bevor die Geräte zum Beispiel überhitzen. Auch Körperzellen besitzen solche „Not-Aus“-Funktionen. Sie sorgen dafür, dass eine defekte Zelle nicht zu einer unkontrolliert wachsenden Tumorzelle wird. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat jetzt einen solchen Ausschalter in Immunzellen, den T-Zellen, entdeckt. Die Ergebnisse lassen sich in Zukunft für neue Therapien gegen Lymphdrüsenkrebs, den T-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen, nutzen, die durch …
Über die Menge an Kalzium in und um Zellen, werden wichtige Prozesse im Körper gesteuert. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München entwickelte jetzt das erste Sensormolekül, dass Kalzium mit der strahlungsfreien Bildgebungsmethode Optoakustik im lebenden Tieren sichtbar machen kann. Zellen müssen hierfür nicht genetisch verändert werden und es entsteht keine Strahlenbelastung.
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Über die Menge an Kalzium in und um Zellen, werden wichtige Prozesse im Körper gesteuert. Ein Team der Technischen Uni…
Bewegliche Komponenten an Gebäuden wie etwa Jalousien, deren Aufbau an natürlichen Lösungen abgeschaut wurde, daran forscht ein Team der Technischen Universität München (TUM), der Universität Freiburg und der Universität Stuttgart. Sie sollen mit Antriebselementen bestückt werden, die sich ohne Energiezufuhr bewegen können. Das Vorbild sind Zapfen von Nadelhölzern, die sich durch unterschiedliches Quellverhalten ihres Gewebes bei Feuchtigkeit öffnen oder bei Trockenheit schließen.
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Weltweit verursacht die Nutzung von Gebäuden 40 Prozent d…
Studierende der Technischen Universität München (TUM), die nach einer Eignungsprüfung zugelassen wurden, schließen ihr Studium deutlich häufiger erfolgreich ab als Studierende anderer Universitäten. Dies zeigt eine neue Untersuchung der TUM im Vergleich zu einer deutschlandweiten Erhebung. Präsident Wolfgang A. Herrmann fordert deshalb, gesetzliche Hürden für Auswahlverfahren an Universitäten abzubauen.
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Die TUM hat exemplarisch den Studienverlauf der Jahrgänge untersucht, die von 2008 bis 2011 ein Studium begonnen haben. In den Bachelor-…
Wie schwer wiegt der globale Artenverlust? Sind Stoffkreisläufe in einem Ökosystem mit wenig Arten verändert? Um dies zu klären, wurde 2002 das „Jena Experiment“ etabliert, eines der größten Biodiversitätsexperimente weltweit. Professor Wolfgang Weisser von der Technischen Universität München (TUM) nennt zwei unerwartete Ergebnisse der Langzeitstudie: Biodiversität beeinflusse knapp die Hälfte der Prozesse im Ökosystem und intensive Grünlandbewirtschaftung erziele keinen höheren Ertrag als eine hohe Biodiversität.
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Ein Ökosystem stellt fü…
Schülerinnen und Schüler in Deutschland können komplexe Probleme gut im Team lösen. Dies ist das Ergebnis einer weiteren Auswertung der vergangenen PISA-Studie. Die Neuntklässler zeigten bessere Leistungen als der Durchschnitt der 15-Jährigen in den OECD-Staaten.
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Bei der sechsten internationalen PISA-Studie wurden im Frühjahr 2015 die Kompetenzen von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in verschiedenen Bereichen getestet (die Studie wurde 2016 vorgestellt). In 32 Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklu…