Internationale Gesellschaft fur Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München
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Über das Unternehmen
Der Auftrag der IGFM zielt auf die friedliche Verwirklichung der Menschenrechte, deklariert von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dem Tag der Menschenrechte. Seit einigen Jahren leistet die im Jahre 1972 gegründete und seitdem anerkannt gemeinnützige Gesellschaft auch mildtätige Arbeit. Die IGFM hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Die Arbeitsgruppe München hat Tibet als Schwerpunkt gewählt. Eine umfangreiche Sammlung von Texten zur Menschenrechtslage in Tibet steht auf unserer Website unter der Rubrik "Tibet", wir versenden auch kostenlos aktuelle Meldungen zu Tibet per e-mail. Anmeldung unter .
Jigme Gyatso vom Kloster Labrang im Nordosten Tibets, der wegen seiner kühnen Video-Botschaft von 2008 mehrfach festgenommen wurde, befindet sich in einem sehr schlechten Gesundheitszustand.
Jigme Gyatso, alias Goril Jigme, wurde im August 2011 erneut festgenommen, weil er den internationalen Medien über das brutale Vorgehen der chinesischen Sicherheitskräfte gegen die 2008 friedlich demonstrierenden Tibeter berichtet hatte (1).
Er befindet sich derzeit in einem geheim gehaltenen Gefängnishospital in Lanzhou, wo er wegen eines Herz- und Leb…
Verlautbarungen zufolge wurde ein Tibeter von chinesischen Sicherheitskräften ermordet, nachdem sie herausgefunden hatten, daß er sich aus Protest gegen Chinas fortgesetzte Besetzung Tibets in Brand setzen wollte.
Am 23. August töteten chinesische Staatsbedienstete den 57jährigen Dorjee Rabten in einem Gästehaus in der Stadt Siling (Xining), wohin er zu einer medizinischen Untersuchung gefahren war.
Nach Aussage von Gyaltsen Choedak, einem im Exil lebenden Tibeter mit Kontakten zu der Region, instruierten die Lokalbehörden später Dorjee Rab…
Ein weiterer Tibeter hat sich am Samstag aus Protest gegen Chinas kontinuierliche Besetzung Tibets in Bora, der Region Sangchu (chin. Xiahe) in der Tibetisch-Autonomen Präfektur Kanlho (chin. Gannan) in der Provinz Gansu (tibetische Provinz Amdo), in Brand gesetzt.
Der 27jährige Lhamo Kyab, Vater zweier jüngerer Töchter, zündete sich um etwa zwei Uhr nachmittags in der Nähe des Klosters Bora im Bezirk Sangchu an. Augenzeugen zufolge erlag er noch am Tatort seinen Brandverletzungen.
„Bereits in Flammen stehend forderte Lhamo Kyab die Rückkeh…
Im Zuge der staatlichen Verfolgung von Tibetern, die von den Behörden der Teilnahme an friedlichen Protestaktionen verdächtigt werden, wurden zwei Mönche des Klosters Nyitso Zilkar im Bezirk Tridu (chin. Chengduo), TAP Yushu, Provinz Qinghai, zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Ein chinesisches Gericht in der Stadt Siling (chin. Xining) sprach das Urteil über Sonam Sherab, 45, und Sonam Yignyen, 44, wobei die Anklagen gegen die beiden unbekannt sind. Sie wurden zusammen mit drei anderen Mönchen, Lobsang Jinpa, 30, Tsultrim Kalsang, 25, und Ngawa…
Die Behörden verstärkten ihr paramilitärisches Aufgebot, nachdem sich am Samstag, dem 13. Oktober, wieder ein Mann in der Provinz Gansu aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in Brand setzte.
Tamdin Dorjee, 54, der Großvater einer verehrten religiösen Persönlichkeit, verbrannte sich auf dem Gelände des Klosters Tsoe im Bezirk Tsoe (chin. Hezuo), dem Verwaltungszentrum der Präfektur Kanlho (chin. Gannan), im südlichen Teil der Provinz Gansu. Bereits eine Woche zuvor hatte sich ein Tibeter in Gansu angezündet.
„Er zündete sich am 13. Ok…
In einem der seltenen Interviews, das hinter der Barriere der militärischen Abriegelung Tibets durch China stattfand, äußerte eine Tibeterin einem australischen Undercover-Journalisten gegenüber, daß die Tibeter keine Rechte hätten und zu Tode geschlagen würden, wenn sie die Wahrheit sagten.
Die Frau, deren Identität anonym bleiben muß, ist aus der Gegend von Ngaba in Ost-Tibet, dem Epizentrum der Welle der Selbstverbrennungsproteste.
„Wir haben keine Rechte, nicht einmal das Recht, frei zu sprechen. Sie schreiben uns ganz genau vor, was wi…
In der Stadt Dzatoe (chin. Zaduo), Bezirk Tridu (chin. Chengduo), TAP Jyekundo (chin. Yushu), Provinz Qinghai, wurde wieder ein Mönch des Klosters Nyatso Zilkar festgenommen.
Wie das TCHRD aus zuverlässiger Quelle erfuhr, hat die dortige Sicherheitspolizei den Mönch Tenzin Sherab, 28, am 1. Oktober aus unbekannten Gründen in der Stadt Dzatoe festgenommen.
Aus unserer Quelle verlautet, daß die Angehörigen von Sherab sich bei dem dortigen Public Security Bureau nach ihm erkundigten, aber ohne Antwort wieder gehen mußten.
Ein anderer ortsansä…
Jigme Gyatso, der Mönch, der Dhondup Wangchen 2008 bei der Herstellung des Dokumentarfilms „Leaving Fear Behind“ (tibetischer Titel „Jigdrel“) assistierte, ist nach Auskunft seiner engen Freunde seit zwei Wochen verschwunden.
Seit dem 20. September hörte man nichts mehr von Jigme Gyatso, der auch als Golog Jigme bekannt ist, und es wird befürchtet, daß er erneut verhaftet wurde.
Der tibetische Mönch Golog Jigme Gyatso wurde zuerst im März 2008 festgenommen, weil er Dhondup Wangchen dabei geholfen hatte, insgeheim den Dokumentarfilm „Jensei…
Die chinesischen Gerichte verurteilten vier Tibeter zu Gefängnisstrafen von sieben bis zu elf Jahren, weil sie angeblich einen Selbstverbrennungsprotest unterstützt und Informationen über solche Taten an ihre „auswärtigen Kontakte“ geliefert hätten.
Die jüngsten der vier Verurteilten sind Mönche aus dem Kloster Kirti im Bezirk Ngaba, Provinz Sichuan. In der ersten Septemberwoche verurteilte ein chinesisches Gericht den Mönch Lobsang Tsultrim, 19, zu elf Jahren Gefängnis und seinen Mitmönch Lobsang Jangchub, 17, zu acht Jahren. „Sie wurden En…
Der tibetische Mönch Jamyang Palden aus dem Kloster Rongwo in Rebkong, Amdo, ist nach einem sechsmonatigen Leidensweg seinen Verletzungen erlegen. Am 28. September verstarb der 34jährige Mönch in seinem Kloster.
Kurz nachdem die Nachricht sich verbreitet hatte, versammelten sich zahlreiche Mönche des Klosters, um die Totengebete darzubringen. Mönche und dort ansässige Tibeter hatten Jamyang Palden seit seiner Entlassung aus einem Krankenhaus in der nahegelegenen Stadt Malho gepflegt und umsorgt.
„Infolge seiner schweren Brandverletzungen st…
Die Abteilung für Information und Internationale Beziehungen der Tibetischen Zentralveraltung stellte am Montag ein Dokumentarvideo der 51 Fälle von Selbstbrennung seit 2009 in Tibet vor.
Bei der Einführung der Dokumentation während einer Pressekonferenz sagte der Sekretär des Department for Information and International Relations (DIIR), das Video bezwecke, „die derzeitige schreckliche Lage in Tibet einem größeren Personenkreis bekannt zu machen, die Ursachen zu beleuchten, die für diese Protestform verantwortlich sind, sowie der internatio…
Am 6. Oktober setzte sich ein Siebenundzwanzigjähriger aus Protest gegen die chinesische Besatzung in Amdo in Brand und starb sofort.
Sangay Gyatso legte um die Mittagszeit auf dem Gelände des Klosters Dokar unweit der Stadt Tsoe (chin. Hezuo), dem Verwaltungszentrum der TAP Kanlho, Provinz Gansu, Feuer an sich.
Sangay Gyatso, der verheiratet und Vater zweier Kinder war, betrieb ein kleines Geschäft. Seine Frau heißt Dorjee Kyi und seine Eltern Gompo Dhondrup und Gompo Tso. Die Familie hat einen bäuerlichen und nomadischen Hintergrund.
„Er…
Die Behörden in der Provinz Qinghai nahmen einen tibetischen Sänger und Schauspieler fest, weil er in seinen Vorstellungen offensichtlich das schwere Leben der Tibeter unter dem chinesischen Regime darstellte.
Sogtruk Sherab wurde am 20. September von der Polizei im Bezirk Yulgan (chin. Henan) in der TAP Malho (chin. Huangnan) festgenommen, wie Radio Free Asia aus einer dortigen Quelle, die anonym bleiben möchte, erfuhr.
„Er hatte mehrere Lieder gesungen und kurze Sketche über Themen, die die wahre Situation der Tibeter anklingen ließen, da…
Am 6. September erschoß ein chinesischer Wachmann einen tibetischen Mönch in der Hauptstadt Lhasa.
Die Polizei sprach von einem „versehentlichen Schuß, aber später befahlen die Behörden der Familie des Mönches, seinen Tod zu verschleiern und zu verhindern, daß die Nachricht nach draußen gelange und sich verbreite.
Der etwa 40jährige Sonam Dorje war nach Lhasa gefahren, um sich medizinisch behandeln zu lassen. Er stand in der Nähe einer Polizeistation bei der Tagesstätte No. 1 im Stadtsektor Trin Konchu, als ihn eine Kugel in den Rücken tra…
Am 17. Februar 2012 verbrannte sich ein Mönch namens Damchoe Sangpo des Klosters Bongthak im Dorf Sanga, Bezirk Themchen in der TAP Tsonub, Provinz Qinghai, und starb (1). Als Reaktion auf diesen Vorfall führte die chinesische Militärpolizei eine Razzia im Kloster durch und nahm zahlreiche Mönche fest, die alle irgend etwas mit Sangpo zu tun hatten (2).
Obwohl es keine ausreichenden Gründe für die Festnahmen gab, behauptete die Polizei, alle diese Mönche pflegten „Kontakte“ außerhalb Tibets, weil sie in Lhasa studiert hätten und daher „Einfl…
Am 12. September stellte der Kalon Tripa Dr Lobsang Sangay einen neuen Bericht über die Selbstverbrennungen in Tibet und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für das tibetische Volk vor.
1998 verbrannte sich zum ersten Mal ein Tibeter aus Protest selbst, und zwar in New Delhi. Thupten Ngodup zündete sich während eines vom Tibetischen Jugend-Kongreß organisierten Hungerstreiks an.
Und in Tibet kam es am 27. Februar 2009 zu der ersten Selbstverbrennung als einer neuen Form des Protests: Tapey, ein 20jähriger Mönch des Klosters …
Dies ist der dritte Artikel von Woeser, der von den Folgen der Selbstverbrennungen in Lhasa, als sich am 27. Mai 2012 zwei Tibeter in Flammen setzten, handelt. Davor schrieb sie: „Saga Dawa in Flames“ und „Fire Extinguishers and Apartheid“. Die Bilder sind von der Seite Sina Weibo [Sina Weibo ist der Name des größten chinesischen Mikroblogging-Dienstes].
Lhasa ist zu einem „Gebiet der Rassentrennung“ verkommen
Abgesehen von den bereits bestehenden Checkpoints rund um den Potala-Palast, in der Altstadt von Lhasa und in den Klöstern, sind nun…
Zwei Tage bevor die Volksrepublik China ihren 63. Nationalfeiertag beging, setzte sich ein Tibeter in Osttibet in Brand, während er Unabhängigkeit für Tibet forderte.
Der 27jährige Yungdrung zündete sich am 29. September in der Stadt Dzatoe (chin. Zaduo) in der TAP Yulshul (chin. Yushu), Provinz Qinghai, an. Dem tibetischen Nachrichten-Portal Tibet Express aus Indien zufolge rief Yungdrung, der komplett tibetisch gekleidet war, verschiedenerlei Slogans, während er sich in der Nähe einer Ladenzeile selbst verbrannte.
„Von Flammen umzüngelt …
Ehemaliger politischer Gefangener nach Entlassung in schlechtem Zustand
Ein tibetischer politischer Gefangener, der letztes Jahr nach Verbüßung einer dreijährigen Haftstrafe entlassen wurde, leidet nun unter vielfältigen gesundheitlichen Problemen, wie seine Nichte Nyidon, die vergangenen Monats in Indien eintraf, dem TCHRD berichtete.
In der Gemeinde Kora im Bezirk Kardze (chin. Ganzi) geboren, floh Nyidon mit einem besonderen Anliegen ins Exil: Sie nahm sich vor, der Welt die Geschichte ihres Onkels zu erzählen, da China ja keine Informat…
Die Bedingungen für die in Osttibet lebenden Tibeter verschlechterten sich in der letzten Zeit weiter.
Aus der Präfektur Chamdo, TAR, ehemals zur traditionellen Provinz Kham gehörend, wird von willkürlichen Festnahmen und aus Amdo von Protesten gegen ein neues Bergwerk berichtet.
Am 30. August nahmen die chinesischen Behörden etwa 70 Mönche aus vier verschiedenen Klöstern des Bezirks Gonjo der Präfektur Chamdo aus unbekannten Gründen in Gewahrsam. Sie behaupten allerdings, die Mönche seien zu einer zweiwöchigen „Schulung in Gesetzeskunde“ …