Internationale Gesellschaft fur Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München
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Über das Unternehmen
Der Auftrag der IGFM zielt auf die friedliche Verwirklichung der Menschenrechte, deklariert von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dem Tag der Menschenrechte. Seit einigen Jahren leistet die im Jahre 1972 gegründete und seitdem anerkannt gemeinnützige Gesellschaft auch mildtätige Arbeit. Die IGFM hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Die Arbeitsgruppe München hat Tibet als Schwerpunkt gewählt. Eine umfangreiche Sammlung von Texten zur Menschenrechtslage in Tibet steht auf unserer Website unter der Rubrik "Tibet", wir versenden auch kostenlos aktuelle Meldungen zu Tibet per e-mail. Anmeldung unter .
Die Zahl der Todesopfer durch die gegenwärtige Welle der Selbstverbrennungen stieg weiter, seit einer der zwei tibetischen Mönche, die sich am 30. März in Brand gesetzt hatten, für tot erklärt wurde.
Dem Exilzweig des Kirti-Klosters in Dharamsala zufolge wurde Chimey Palden, 21, noch am Tag seiner feurigen Tat für tot erklärt, während dem anderem Mönch, Tenpa Darjey, 22, „keine Überlebenschancen“ eingeräumt werden.
Die zwei Mönche aus dem Kloster Gyalrong Tsodun Kirti in Barkham, TAP Ngaba, Provinz Sichuan, setzten sich aus Protest gegen di…
Abschiedsworte von Jamphel Yeshi, der sich am 26. März in Indien verbrannte
Ein 20jähriger Mönch des Klosters Kirti ist das 31. Opfer der Selbstverbrennungswelle aus Protest gegen Pekings Herrschaft in Tibet.
Der 20jährige Lobsang Sherab rief Parolen gegen die „diskriminierende“ Politik Pekings, als er in der Gemeinde Cha in der TAP Ngaba, Provinz Sichuan, in Flammen stand. Dies teilte der in Indien im Exil lebende Mönch Kanyag Tsering mit.
„Die Selbstverbrennung ereignete sich am 29. März um 19.10 Uhr auf der Hauptstraße der Ortschaft Cha…
Die chinesischen Sicherheitskräfte nahmen vier namentlich bekannte Mönche des Klosters Bora, Bezirk Sangchu (chin. Xiahe), TAP Kanlho (chin. Gannan), Provinz Gansu, fest. Zwei Tage zuvor, am 20. März 2012 hatten die Mönche dieses Klosters einen Protestmarsch gegen die chinesische Regierung veranstaltet, bei dem sie Portraits des Dalai Lama und tibetische Flaggen mit sich trugen, und Menschenrechte, Religionsfreiheit und das Recht auf die Verwendung ihrer Muttersprache forderten.
Quellen zufolge drangen die Sicherheitsbeamten am 23. März kurz…
Mindestens zwölf Tibeter sind in den tibetischen Gebieten der Provinzen Qinghai und Sichuan wegen Protestaktionen gegen die chinesische Obrigkeit zu bis zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Und in der Woche davor wurden sieben Personen, die in Nyarong (chin. Xinlong) in der TAP Kardze, Provinz Sichuan, demonstriert hatten, zu Strafen zwischen acht und 12 Jahren Gefängnis verurteilt.
Die sieben waren Teil einer Gruppe von 17 Tibetern, die extra aus der Provinzhauptstadt Chengdu nach Nyarong gebracht worden waren, um sie dort öffentlich…
Khenpo Gyewala, ein hochverehrter Gelehrter und Abt des Klosters Gyegyal Dzogchen ist, ebenso wie 11 weitere Tibeter in Zatoe in der TAP Yushul (chi. Yushu), Provinz Qinghai, heimlich festgenommen worden.
Dortigen Quellen zufolge wird Khenpo Gyewala seit dem Abend des 8. März vermißt. Vermutlich wurde er während eines nächtlichen Polizeiüberfalls auf das Kloster verhaftet.
Khenpo Gyewala ist der Gründer der Monsel Schule, in der im Winter, wenn die staatlichen Schulen in der Gegend geschlossen sind, 800 Kinder in tibetischer Sprache, Buddhi…
Dutzende von unbewaffneten Tibetern wurden am 18. März verletzt, als die chinesischen Sicherheitskräfte Tränengas einsetzten und Handgranaten auf eine Menge friedlicher Demonstranten abfeuerten.
„Am 18. März warfen chinesische Sicherheitskräfte Tränengaspatronen in eine Menge protestierender Tibeter im Bezirk Gepa Sumdo (chin. Tongde) in der TAP Tsolho (chin. Hainan), Provinz Qinghai“, teilte ein in Südindien lebender Tibeter mit. „Sieben Schwerverletzte mußten ins Krankenhaus gebracht werden, doch andere Verletzte erhielten keine medizinisc…
Die Zentraltibetische Verwaltung (CTA) ist sehr besorgt über die zunehmenden Spannungen in Rebkong in Nordost-Tibet. Während der Bestattungsfeier eines tibetischen Bauern, der sich am 17. März selbst angezündet hatte, kam es zu gefährlichen Augenblicken zwischen den bewaffneten Sicherheitskräften und der Menge der Tibeter.
Sonam Dhargyal, ein 44jähriger Bauer, forderte laut die Rückkehr Seiner Heiligkeit des Dalai Lama nach Tibet, ehe er sich am Morgen des 17. März auf der Hauptstraße in der Nähe des Gangri Hotels in Rebkong (chin. Tongren),…
Genau ein Jahr, nachdem der Mönch Phuntsog sich in Flammen gesetzt hatte, um die Rückkehr des Dalai Lama aus dem Exil und Freiheit in Tibet zu fordern, legte am 16. März ein anderer Tibeter Feuer an sich.
Lobsang Tsultrim, ein 20jähriger Mönch aus dem belagerten Kloster Kirti in der Region Ngaba, zündete sich um 17 Uhr Ortszeit auf der Hauptstraße im oberen Teil der Stadt Ngaba an.
„Lobsang Tsultrim stand in Flammen, während er Parolen rufend die Straße entlang lief. Als er das Sicherheitspersonal auf sich zukommen sah, machte Lobsang Tsul…
Die chinesische Polizei hat unabhängig voneinander sechs tibetische Mönche festgenommen, weil sie gegen die Herrschaft Pekings protestiert, Flugblätter mit der Forderung nach Unabhängigkeit verteilt und Bilder der Selbstverbrennungen im Internet angeschaut hatten.
Der Mönch Khedrup Dorje, 38, wurde letzte Woche schwer geschlagen und festgenommen, weil er in der TAP Kardze demonstriert hatte. Khedrub Dorje aus dem Kloster Dza Samdrup demonstrierte am 7. März im Beisein zahlreicher anderer Tibeter vor einem Restaurant. Niemand weiß, wohin er g…
Ein junger tibetischer Mönch verbrannte sich am 10. März, dem Tag, der dem Gedenken an den tibetischen Volksaufstand von 1959 gewidmet ist, und starb.
Der 18jährige Gepe vom Kloster Kirti zündete sich hinter einem chinesischen Militärgebäude in der Stadt Ngaba an.
Es ist dies die 27. Selbstverbrennung, seit die Welle dieser feurigen Protestform im Februar 2009 begann. Der Mönch Lobsang Yeshe vom Exilkloster Kirti in Dharamsala teilte RFA mit: „Er verbrannte sich zwischen 5 und 6 Uhr nachmittags auf der Rückseite eines chinesischen Militärg…
Chinesische Sicherheitskräfte erschossen einen Tibeter und verwundeten zwei andere in der TAP Golog, Provinz Qinghai, als sie versuchten, die Festnahme eines Freundes, der der Beteiligung an einer Protestaktion im Februar verdächtigt wurde, zu verhindern.
Der aus der Gemeinde Kikor, Bezirk Pema, Provinz Qinghai, stammende Choeri wurde von der Bezirkspolizei auf der Stelle getötet, verlautet aus einer dortigen Quelle.
„Tobwang, ein anderer Tibeter aus derselben Gemeinde, war nach der Teilnahme an einer Protestversammlung während des chinesis…
Über einhundert Tibeter aus dem Bezirk Drango, TAP Kardze, Präfektur Sichuan, sind seit Januar festgenommen worden oder verschwunden.
Am 23. Januar eröffneten die Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstranten und erschossen dabei zwei Tibeter und verwundeten 34 weitere. Das ist die größte Zahl an Tibetern, die von staatlichen Organen seit 2008 auf einmal angeschossen wurden.
Die Behörden erklärten, daß jeder, der an der Demonstration beteiligt war, festgenommen würde, einer nach dem anderen. Anhand von Überwachungskameras identifizierten s…
Rigzin Dorje stirbt im Krankenhaus, Lobsang Konchok werden Glieder amputiert
Einem Pressekommuniqué des Exilzweigs des Klosters Kirti in Dharamsala zufolge ist ein junger Erwachsener namens Dorje, 18 Jahre alt, der dritte Tibeter, der sich innerhalb einer Woche anzündete, und damit der 26. Fall von Selbstverbrennung seit 2009.
Er setzte sich am 5. März um 18.30 Ortszeit in einer Nomadengegend des Bezirks Ngaba (chin. Aba) in Brand. „Vor der Selbstverbrennung ging er von einer Brücke in der Nähe der Nomadengemeinschaft Charuwa zu dem lokalen…
Tsering Kyi, 19, die eine tibetische Mittelschule im Bezirk Machu (chin. Maqu), TAP Kanlho (chin. Gannan), Provinz Gansu, besuchte, setzte sich am 3. März auf einem Gemüsemarkt der Stadt Machu in der traditionellen tibetischen Region Amdo in Brand, sie starb unmittelbar danach.
Nur Tage, ehe sie sich anzündete, verbrachte Tsering Kyi die Schulferien bei ihrer Familie im Dorf Draktho, Gemeinde Mema, wo sie geäußert haben soll: „In Ngaba und anderen Gegenden verbrennen sich die Tibeter. Wir sollten etwas für Tibet unternehmen. Das Leben ist s…
Wie aus bestätigten Berichten aus Tibet hervorgeht, starb eine Mutter von vier Kindern, nachdem sie Feuer an sich gelegt, Freiheit für Tibet und die Rückkehr des Dalai Lama gefordert hatte.
Der Vorfall ereignete sich am 4. März um 6.30 morgens in der von Militär belagerten Region Ngaba in Osttibet. Die 33jährige Rinchen verbrannte ihren Körper direkt vor einer Einsatzzentrale, die die chinesischen Behörden in Reaktion auf die Welle der Selbstverbrennungen direkt vor dem Haupteingang des Klosters Kirti eingerichtet hatten.
Quellen aus dem Ex…
Seit Oktober 2011 haben die von den chinesischen Behörden in den Klöstern eingesetzten Arbeitsteams die Kampagnen „Neun, die man haben mu? (Nine musthaves) und „Harmonisches Modellkloster“ gestartet. Mönche und Nonnen, die sich nicht an die von den Arbeitsteams geforderten restriktiven Regeln halten, werden festgenommen. Die heftige religiöse Repression veranlaßte viele Mönche und Nonnen, in nahegelegene Berge und Wälder zu fliehen, was zu der Schließung einiger Klöster in ganz Tibet führte.
Im Bezirk Driru, Präfektur Nagchu, TAR, suchten di…
Tibeter erliegt nach Sprengstoffanschlag seinen Verletzungen
In der Provinz Sichuan gab es die meisten Fälle von Selbstverbrennungen und Protesten gegen die chinesische Regierung, mit der Folge, daß die Polizei nun immer gewalttätiger vorgeht und Hunderte von Tibetern festnahm.
Vergangenen Monat schoß die Polizei in mindestens drei Bezirken der Provinzen Sichuan und Qinghai auf Demonstranten, wobei mindestens sechs von ihnen getötet und Dutzende schwer verletzt wurden. 23 Tibeter setzten sich seit Februar 2009 in Brand, um gegen die Polit…
Dies ist die dritte Festnahme eines tibetischen Kulturschaffenden innerhalb eines Monats.
Die Behörden in der südwestlichen Provinz Sichuan nahmen einen populären tibetischen Komiker fest, der plante, ein Video herauszugeben, das die chinesische Herrschaft in den von Tibetern bewohnten Gebieten kritisch beleuchtete. Eben dies war auch eines der Schlüsselthemen bei den jüngsten Protesten.
Athar, 33, der ein Gemischtwarengeschäft betreibt, und außerdem im Bezirk Lithang in der TAP Kardze (chin. Ganzi) Kabarett-Vorstellungen gibt, wurde Anfang…
Nach dem Tod des jungen Tibeters Nangdrol durch Selbstverbrennung und den Massenprotesten in Dzamthang, Ngaba, fliehen nun die Mönche aus dem Jonang-Kloster Samdrupling, weil sie Schikane durch die Behörden befürchten.
„Auf die Protestaktionen hin haben die Behörden sämtliche religiösen Aktivitäten und Zeremonien in dem Kloster verboten“, sagte Tsangyang Gystso, ein im Exil lebender Mönch, der in Verbindung zu der Region steht.
„Wegen der Anwesenheit von so vielem chinesischen Sicherheitspersonal in dem Kloster und dem wachsenden politisch…
Einige Tibeter in der unruhigen Provinz Sichuan begrüßten das Neue Jahr (Losar) am Mittwoch, indem sie gegen die chinesische Herrschaft protestierten. Es heißt, in der Nachbarprovinz Qinghai seien 25 Mönche festgenommen worden, weil sie während eines Protestmarsches mehr Freiheit forderten.
Der Dalai Lama hatte indessen in Dharamsala bei einer religiösen Zeremonie zur Begrüßung des tibetischen Neujahrs, das Losar genannt wird, den Vorsitz, die Mitglieder des Exilparlaments fasteten, um ihrer Landsleute in Tibet, die sich selbst verbrannten o…