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Zahl der Tibeter, die durch Selbstverbrennung starben, auf 24 gestiegen

05.04.201210:05 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Zahl der Tibeter, die durch Selbstverbrennung starben, auf 24 gestiegen
Tenpa Dhargey - Chime Palden
Tenpa Dhargey - Chime Palden

(openPR) Die Zahl der Todesopfer durch die gegenwärtige Welle der Selbstverbrennungen stieg weiter, seit einer der zwei tibetischen Mönche, die sich am 30. März in Brand gesetzt hatten, für tot erklärt wurde.

Dem Exilzweig des Kirti-Klosters in Dharamsala zufolge wurde Chimey Palden, 21, noch am Tag seiner feurigen Tat für tot erklärt, während dem anderem Mönch, Tenpa Darjey, 22, „keine Überlebenschancen“ eingeräumt werden.



Die zwei Mönche aus dem Kloster Gyalrong Tsodun Kirti in Barkham, TAP Ngaba, Provinz Sichuan, setzten sich aus Protest gegen die fortgesetzte Besetzung Tibets durch China am Freitag, dem 30. März, vor einem Regierungsgebäude in der Stadt Barkham, etwa 82 km von ihrem Kloster entfernt, in Brand.

Etwa um dieselbe Zeit wurde der Körper von Jamphel Yeshi, der sich im Exil verbrannt hatte, mit vollen staatlichen Ehren in Dharamsala eingeäschert.

Die zwei Mönche des Klosters Tsodun verbrannten sich in Barkham, dem Verwaltungssitz der Autonomen Präfektur Ngaba der Tibeter und Qiang und der Bezirksverwaltung von Barkham. Chinesische Sicherheitskräfte löschten das Feuer und brachten die Mönche unter strenger Bewachung in ein staatliches Krankenhaus in der Nähe.

Ihr Zustand blieb bis etwa 21 Uhr unbekannt, als Hunderte von ortsansässigen Tibetern sich vor dem Krankenhaus versammelten und ihre Herausgabe - tot oder lebendig - forderten. „Statt Ihrem Ansinnen Gehör zu schenken, nahmen die Sicherheitskräfte wahllos Leute aus der Menge fest und schlugen auf sie ein. Viele trugen Verletzungen davon, und die am Eingang zum Krankenhaus Festgenommenen wurden in Gewahrsam genommen“, teilte Kanyag Tsering, ein Mönch des Exilklosters Kirti mit.

Die Tibeter erfuhren vom Tod von Chimey Palden um Mitternacht, als ihnen gestattet wurde, in kleinen Grüppchen hineinzugehen. Sein Körper wurde um 5 Uhr am nächsten Tag eingeäschert, und seine Asche dem Kloster Tsodun ausgehändigt. In dem Kloster fanden dann die üblichen Totenrituale statt.

Auf die Verbrennung der zwei Mönche hin ist die Lage in der Gegend von Barkham angespannt, bewaffnete Polizei und Spezialeinheiten errichteten an einer zu dem Kloster Tsodun führenden Brücke eine Straßensperre.

„Als sich die Gewahr einer ernsten Konfrontation zwischen der Polizei und den Tibetern abzeichnete, intervenierten der Chef des Kloster-Verwaltungsrates und andere Mönchsbeamte und riefen beide Seiten dazu auf, die Position der jeweiligen anderen zu respektieren, so daß es zu keinen weiteren Zusammenstößen kam“, teilte Kanyag mit.

„Daraufhin stellte die Menge der Tibeter ihre Protestrufe ein und die bewaffnete Polizei zog sich von der Brücke zurück; so beruhigte sich die Lage vorübergehend, aber sie bleibt angespannt und könnte eskalieren, wenn die Behörden tatsächlich das Kloster abriegeln und damit beginnen, Mönche festzunehmen“.

Chimey Palden stammt aus der Yesti Tsang Familie, er ist der Sohn von Rabgyal und Machik Tso. 2009 studierte er einige Monate lang im Kloster Kirti. Als er 2010 nach Lhasa reiste, fanden Polizisten bei einer Kontrolle auf seinem Mobiltelefon ein Bild des Dalai Lama, die tibetische Flagge und das „Lied der Einheit“ des Sängers Sherten, weshalb er einen Monat lang in Lhasa inhaftiert war.

Nach Aussage der Zentraltibetischen Verwaltung (CTA) in Dharamsala haben sich seit 2009 dreiunddreißig Tibeter selbst verbrannt, sie forderten die Rückkehr des Dalai Lama aus dem Exil und Freiheit in Tibet.

Die CTA hat wiederholt an die chinesische Regierung appelliert, auf die Tibeter zuzugehen und sich mit ihren tatsächlichen Beschwerden zu befassen, und die repressive Politik, die sie zu solch drastischen Taten treibt, einzustellen.

Quelle: Phayul, www.phayul.com, DIIR, www.tibet.net

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