Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde - Gedenkstätte von gesamtstaatlicher Bedeutung
Rund vier Millionen Menschen verließen zwischen 1949 und 1990 die DDR in Richtung Bundesrepublik; 1,35 Millionen von ihnen passierten das 1953 gegründete
Am 14. April 1953 eröffneten der damalige Bundespräsident Theodor Heuss und Berlins Regierender Bürgermeister Ernst Reuter feierlich das Notaufnahmelager Marienfelde. Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde begeht den 60. Jahrestag dieses historischen Ereignisses mit einem aufwändigen 4-tägigen Veranstaltungsprogramm. Höhepunkt der Feierlichkeiten wird der Festakt am 14. April 2013 in Anwesenheit von Bundespräsident Joachim Gauck und von Bürgermeister und Senator für Inneres und Sport von Berlin Frank Henkel sein. Die Vorbereitunge…
Berlin, 23. Oktober 2012 – Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde gestaltet gemeinsam mit dem Internationalen Bund, der auf dem Gelände des ehemaligen Notaufnahmelagers ein Übergangswohnheim für Asylsuchende betreibt, ab 24. Oktober 2012 im zweimonatigen Wechsel neue Elemente ihrer Dauerausstellung. Unter der Überschrift "Nach der Flucht. Leben im Übergangswohnheim Marienfelder Allee" werden jeweils ein Videointerview mit einer hier lebenden Familie sowie ein Gegenstand präsentiert, der besondere persönliche Bedeutung besitzt. Fil…
Berlin, 19. Juni 2012 – Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde bereitet derzeit ihre neue große Sonderausstellung „Freigekauft – Wege aus DDR-Haft“ vor. Diese erste ausführliche Ausstellung zum Thema Freikauf wird am 7. August 2012 um 19.00 Uhr eröffnet. Im Zwiespalt zwischen humanitärer Aktion und Menschenhandel sind die Freikäufe politischer Häftlinge in der DDR durch die Bundesrepublik Deutschland bis heute umstritten. Die neue Sonderausstellung stellt Filminterviews mit freigekauften Häftlingen in den Mittelpunkt. Darüber hina…
Berlin, 20. Februar 2012 – Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde startet eine neue Veranstaltungsreihe, die sich dem Notaufnahmelager und den Nachrichtendiensten widmet. Den Auftakt bildet ein Vortrag des Geheimdienstexperten Erich Schmidt-Eenboom am 23. Februar 2012 um 19.00 Uhr. Darin gibt Erich Schmidt-Eenboom einen Überblick über die Tätigkeit westlicher Nachrichtendienste im Notaufnahmelager Marienfelde. Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrages liegt auf der Bedeutung des Befragungswesens für die Dienste.
Von 1953 bis 1990 du…
Berlin, 10. Januar 2012 – Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. 2011 haben 11.829 Menschen die Gedenkstätte besucht, was eine Steigerung um mehr als 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Zu dem erheblichen Besucheranstieg hat die Sonderausstellung "Verschwunden und Vergessen. Flüchtlingslager in West-Berlin" beigetragen. Auf Grund des großen Interesses wird sie bis zum 29. Februar 2012 verlängert.
Neben den 4.929 Individualbesuchern hatte die Erinnerungsstätte zahlreiche Gruppe…
Berlin, 22. September 2011 – Am 27. September 2011 um 19.00 Uhr lädt die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zu einer hochkarätig besetzten Veranstaltung zum Thema "Häftlingsfreikauf aus der DDR" ein. Nach der Präsentation von Ausschnitten aus dem Film "Die gekaufte Freiheit" von Jürgen Ast diskutieren Forscher, Betroffene und Beteiligte: Jan Philipp Wölbern (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, ZZF) wird in Kürze eine Dissertation zum Häftlingsfreikauf vorlegen; Karl Kolbe saß in der DDR wegen eines Fluchtversuchs in Haf…
Berlin, 3. August 2011 – Die neue Sonderausstellung "Verschwunden und Vergessen. Flüchtlingslager in West-Berlin" wird morgen um 19.00 Uhr in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde eröffnet. Sie widmet sich den über 90 Flüchtlingslagern, die in den 1950er und 60er Jahren in West-Berlin für DDR-Flüchtlinge existierten und in Baracken, Fabrikgebäuden oder gar Bunkern untergebracht waren. Heute ist die Mehrzahl der Lager verschwunden und vergessen. Die Ausstellung begibt sich auf eine Spurensuche. Mit einem innovativen Ausstellungsde…
Berlin, 07. Juli 2011 – In der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde laufen die Vorbereitungen für Veranstaltungen anlässlich des Gedenkjahres "50 Jahre Mauerbau" auf Hochtouren. Derzeit wird die neue Sonderausstellung "Verschwunden und Vergessen. Flüchtlingslager in West-Berlin" konzipiert, die am 4. August 2011 um 19:00 Uhr eröffnet wird. Außerdem proben die drei Schauspieler/innen Saskia Kästner, Frank Roder und Lale Weisshaar die Theaterszenen "Mit der S-Bahn in den Westen", die im Rahmen der Ausstellung "DER GETEILTE BAHNHOF" (5…
Berlin, 16. Juni 2011 – Morgen um 18:30 Uhr eröffnet die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde ihre neue Sonderausstellung "Jeder Mensch ein Denkmal – Jedes Leben bedenkenswert". Mit Fragen rund um die Themen Flucht und Migration haben sich Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse der Gustav-Heinemann-Oberschule beschäftigt. Die Ergebnisse ihrer Arbeiten zeigen sie im Rahmen des Schulprogramms der Stiftung Denkmalschutz "denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule" als Sonderausstellung in der Erinnerungsstätte. Sie haben selbst entschie…
Berlin, 05. Mai 2011 – Genau vor einem Jahr führte die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde ihre Kinderführung mit dem Titel "Nepomuck und Bärlihupf: Fluchtgeschichten für Kinder (9 - 13 Jahre)" ein. Damit reagierte die Gedenkstätte auf vermehrte Anfragen von Eltern nach einem Angebot speziell für Kinder. Regelmäßig einmal in jedem Monat finden diese Führungen für die Kleinen nun statt. Sie sind ein voller Erfolg und werden sehr gut angenommen. Über 100 Kinder haben den Geschichten rund um Nepomuck und Bärlihupf, zwei Stofftiere, di…
Berlin, 12. April 2011 – Viele DDR-Flüchtlinge und -Übersiedler, die in den 1970er und 1980er Jahren die DDR verließen, kommen jetzt ins Rentenalter und erleben oft eine böse Überraschung. In vielen Fällen wird ihnen lediglich eine Minimalrente gezahlt, obwohl ihnen bei ihrer Ankunft im Westen versichert worden war, dass sie auch bei der Rente westdeutschen Berufstätigen gleichgestellt werden. Schuld ist das Rentenüberleitungsgesetz (RÜG) vom 25. Juli 1991, das heute angewendet wird. Es berücksichtigt nicht die besondere Situation der Betroff…
Berlin, 05. April 2011 – 1,35 Mio. DDR-Flüchtlinge und -Übersiedler durchliefen zwischen 1953 und 1990 das Aufnahmeverfahren im Notaufnahmelager Marienfelde. Nach der Ankunft wurden sie mehrfach überprüft und befragt: von den Westalliierten, Stellen des Bundes, Nachrichtendiensten und Berliner Behörden. Nun beschäftigt sich der Historiker Keith Allen erstmals mit den zahlreichen nichtstaatlichen Organisationen, die seit den 1950er Jahren ebenfalls in den Aufnahmeprozess einbezogen waren. Die Ergebnisse sollen im nächsten Jahr in einer Publika…
Berlin, 10. März 2011 – Am 16. März 2011 um 19:00 Uhr wird die neue Publikation der Stiftung Berliner Mauer „Nahaufnahme – Fotografierter Alltag in West-Berliner Flüchtlingslagern“ vom Autor Clemens Niedenthal in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde vorgestellt. Rund vier Millionen Menschen verließen zwischen 1949 und 1990 die DDR. Für fast alle fing der Westen in einem Aufnahmelager an. In Berlin waren es das Notaufnahmelager Marienfelde oder andere Unterkünfte im Westteil der Stadt. Dort wurden die Flüchtlinge unter anderem vo…
Berlin, 15. April 2010 – Die Sonderausstellung 'Alles auf Anfang. Aufnahme und Integration von Aussiedlern in Berlin' wird heute um 19:00 Uhr von Dr. Axel Klausmeier, dem Direktor der Stiftung Berliner Mauer, und Günter Piening, dem Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration, sowie Franz Allert, dem Präsidenten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, eröffnet. Die neue Sonderausstellung ist in den Räumen und auf dem Gelände der Zentralen Aufnahmestelle des Landes Berlin für Aussiedler, des ehemaligen Notaufnahmelagers…
Berlin, 16. März 2010 – In der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde wird derzeit die nächste große Sonderausstellung „Alles auf Anfang. Aufnahme und Integration von Aussiedlern in Berlin“ vorbereitet, die am 15. April 2010 um 19:00 Uhr eröffnet werden wird. Die neue Sonderausstellung wird in den Räumen und auf dem Gelände der Zentralen Aufnahmestelle des Landes Berlin für Aussiedler, des ehemaligen Notaufnahmelagers Marienfelde, zu sehen sein. Die Schau dokumentiert an diesem bedeutenden Ort der Berliner Migrationsgeschichte, wie Ei…
Berlin, 19. Januar 2010 – Die erfolgreiche Sonderausstellung „Mit der S-Bahn in den Westen“, in deren Zentrum die historische Bedeutung der Berliner S-Bahn im Kontext von Flucht, Ausreise und Besuchsreisen in der geteilten Stadt steht, wird bis zum 31. März 2010 verlängert. Damit reagiert die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde auf das große Interesse, das die Ausstellung bei den Besuchern erzeugt. Seit Eröffnung der Ausstellung am 27. August 2009 haben über 4.700 Menschen die Gedenkstätte besucht. Die interessante Sonderausstellun…
Berlin, 19. November 2009 – Heute um 11:30 Uhr hat Bettina Effner, die Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Stefanie Schulz aus Berlin-Tiergarten als 10.000ste Besucherin in der Gedenkstätte begrüßt. Damit erreicht die Erinnerungsstätte zum ersten Mal seit ihrem Bestehen 1993 diese Marke innerhalb eines Jahres. Neben einem Blumenstrauß übergab Bettina Effner der Besucherin das Buch zur Dauerausstellung „Flucht im geteilten Deutschland“.
Wie viele der Besucher der Gedenkstätte ist auch Stefanie Schulz als ehemaliger Fl…
Berlin, 25. August 2009 – Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde beteiligt sich an der 25. Langen Nacht der Museen am 29. August 2009 mit einem spannenden Programm. Im Zentrum der Langen Nacht stehen sowohl die Geschichte der Gedenkstätte, die 1993 durch den damaligen Trägerverein ins Leben gerufen wurde, als auch die neue Sonderausstellung "Mit der S-Bahn in den Westen".
Den Abend eröffnet die Autorin und Historikerin Elke Kimmel um 18:30 Uhr mit einer Führung durch das Museum und auf das Gelände des ehemaligen Notaufnahmelagers…
Berlin, 15. Juli 2009 – In der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde wird derzeit die nächste große Sonderausstellung „Mit der S-Bahn in den Westen“ vorbereitet, die am 27. August 2009 eröffnet werden wird. Seit 9 Monaten arbeiten die beiden Kuratorinnen Claudia Rücker und Andrea Szatmary an der Konzeption der Schau. Sie beschäftigt sich mit der historischen Bedeutung der Berliner S-Bahn im Kontext von Flucht, Ausreise und Besuchsreisen in der geteilten Stadt.
28 Jahre lang, von 1961 bis zum Mauerfall 1989, war die S-Bahn ein Symbol…
Berlin, 26. Februar 2009 – Heute erscheint das neue Buch der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde – Stiftung Berliner Mauer "… war ihm nicht zuzumuten, länger in der SBZ zu bleiben". Die rund 100 Seiten starke Studie der Historikerin Elke Kimmel, die der Metropol-Verlag herausbringt, basiert auf rund 200 in Marienfelde angelegten Akten aus den 1950er und 60er Jahren mit Berichten, Beurteilungen und Schriftverkehr zu DDR-Flüchtlingen. Sie gibt Einblick in die Aufnahmepraxis des Notaufnahmelagers Marienfelde, analysiert das Handeln de…