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CGB: BREMER GEWERBEFLÄCHENBILANZ NEGATIV

20.03.201817:52 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: CGB: BREMER GEWERBEFLÄCHENBILANZ NEGATIV

(openPR) Trotz der von der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) für 2017 vermeldeten Steigerung der Zahl neu erschlossener Gewerbeflächen auf 59,4 ha bleibt die Bremer Gewerbeflächenbilanz aus Sicht des CGB negativ.

CGB-Landesvorsitzender Peter Rudolph: „Die WFB kann für 2017 zwar eine deutliche Steige­rung neu erschlossener Gewerbeflächen verbuchen, ist aber immer noch von einer bedarfsde­ckenden Gewerbeflächenpolitik weit entfernt. Nach dem in den vergangenen Jahren weit mehr Flächen vermarktet als erschlossen wurden, ist es 2017 gerade mal gelungen, wieder ei­nen Einklang zwischen Erschließung und Vermarktung herzustellen. Für das vom Senat selbst ge­setzte Ziel einer wachsenden Stadt bedarf es jedoch weit größerer Anstrengungen bei der Ge­werbeflächenerschließung. Die Abwanderung von Coca Cola war nicht zuletzt die Folge des für eine notwendige Unternehmensverlagerung in Bremen nicht zeitnah und bedarfsgerecht vor­handenen Flächenangebotes.“



Nach Auffassung des CGB und seiner Berufsgewerkschaften reicht es nicht aus, sich bei der Gewerbeflächenerschließung im wesentlichen nur auf Flächen am Stadtrand wie den Gewerbe­park Hansalinie zu fokussieren, der vorrangig für die Neuansiedlung und Er­weiterung von Be­trieben der Automobilindustrie in Betracht kommt. Es muss vielmehr auch an die Unternehmen gedacht werden, die ihre Betriebsstätten in Bremen in oder am Rande von Wohngebieten ha­ben und an ihren derzeitigen Standorten nicht expandieren können. Dazu ge­hört auch, dass Wirtschaftssenator und WFB regelmäßig Kontakt zu diesen Unternehmen hal­ten, um frühzeitig auf deren Verlagerungs- oder Expansionswünsche regieren zu können.

Rudolph: „Wenn sich Wirtschaftssenator und die ihm unterstehende WFB immer wieder von un­ternehmenspolitischen Entscheidungen, wie der von Hachez angekündigten Produktionsverla­gerung nach Polen, überrascht zeigen, so ist dies ein Armutszeichen und der Beleg für man­gelnde Kontaktpflege. Abwanderungen von Unternehmen und Produktionsverlagerungen be­deuten immer auch den Verlust von Arbeitsplätzen, den Bremen sich angesichts der unter­durchschnittlichen Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und der nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit nicht leisten kann.“

Zur Realisierung der angestrebten Wachstumsziele bedarf es im Standortwettbewerb aus Sicht des CGB einer angebotsorientierten Gewerbeflächenpolitik. Zielmarke sollte die ständige Vor­haltung von wenigstens 125 ha erschlossener Gewerbeflächen sein. Dabei ist auch der kleinflä­chige und zumeist siedlungsnahe Bedarf von Handwerksbetrieben und Start Ups angemessen zu berücksichtigen.

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