(openPR) Die Preisträger des 55. Internationalen Musikwettbewerbs der ARD München stehen fest. Die letzte Entscheidung im weltweit größten internationalen Wettbewerb für klassische Musik fiel gestern beim Finale in den Fächern Bläserquintett und Klavier. Am Samstag gab es bereits glückliche Preisträger in der Kategorie Gesang. In diesem Jahr war diese Kategorie zum ersten Mal unterteilt in Gesang mit Schwerpunkt Konzert- und Liedgesang und Gesang mit Schwerpunkt Operngesang. Insgesamt nahmen am diesjährigen Musikwettbewerb 192 junge Instrumentalistinnen und Instrumentalisten aus 32 Ländern teil. Axel Linstädt, seit diesem Jahr Künstlerischer Leiter des Musikwettbewerbs, resümiert: „Das durchgängig hohe Niveau der Preisträger wie der Teilnehmer überhaupt hat den Wettbewerb als wichtigste internationale Talentbörse in Deutschland bestätigt.“
Beim diesjährigen 55. Internationalen Musikwettbewerb der ARD vergab die Jury drei erste, sechs zweite und fünf dritte Preise. Insgesamt werden Hauptpreise in Höhe von 107.000 Euro ausgeschüttet.
Preisträgerkonzerte
Am Mittwoch, 13. September, 20.00 Uhr, wird im Anschluss an das Kammerkonzert im Herkulessaal der Residenz die offizielle Preisverleihung stattfinden. Dr. Johannes Grotzky, Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks und Vorsitzender der ARD-Hörfunk- kommission, wird die Preise überreichen.
Am Donnerstag, 14. September, 20.00 Uhr, findet ebenfalls im Herkulessaal der Residenz ein weiteres Kammerkonzert statt, in dem die Preisträger mit dem Münchener Kammerorchester musizieren. Am Freitag, 15. September findet – in diesem Jahr zum zweiten Mal – das abschließende Orchesterkonzert in der Philharmonie im Gasteig statt. Jonas Alber leitet das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Sowohl die beiden Kammerkonzerte als auch das Orchesterkonzert werden live von Bayern 4 Klassik und weiteren ARD-Hörfunkprogrammen übertragen. Das Orchester- konzert wird vom Bayerischen Fernsehen aufgezeichnet und am 3. Oktober um 10.45 Uhr sowie in BR-alpha am 1. November um 11.30 Uhr gesendet.
Die Preisträger 2006
Gesang: Konzert/Lied
2. Preis Roxana Constantinescu, Rumänien
2. Preis Carolina Ullrich, Deutschland/Chile + Publikumspreis
3. Preis Peter Schöne, Deutschland
3. Preis Colin Balzer, Kanada
Gesang: Oper
1. Preis Jun Mo Yang, Korea + Publikumspreis
2. Preis Joshua Hopkins, Kanada
3. Preis Ilse Eerens , Belgien
3. Preis Anna Kasyan, Georgien
Klavier
1. Preis Ben Kim, USA
2. Preis Marianna Shirinyan, Armenien + Publikumspreis
2. Preis Hisako Kawamura, Japan
Bläserquintett
1. Preis Quintette Aquilon, Frankreich
2. Preis Quintett Chantily, Deutschland/Ungarn/Russland
+ Publikumspreis
3. Preis Weimarer Bläserquintett, Deutschland
Sonderpreise
Neben den Auszeichnungen der international besetzten Jury werden in diesem Jahr von Sponsoren und Preisstiftern zwölf Sonderpreise vergeben.
Insgesamt werden Sonderpreise und Stipendien in einer Höhe von 33.300 Euro gestiftet.
Publikumspreise
gestiftet von der Theodor-Rogler-Stiftung
Carolina Ullrich, Sopran
Jun Mo Yang, Bariton
Marianna Shirinyan, Klavier
Quintett Chantily, Bläserquintett
Sonderpreise für die beste Interpretation der Auftragskomposition
gestiftet von der Alice Rosner Fondation
von Aribert Reimann: Colin Balzer, Gesang
von Manfred Trojahn: Ben Kim und Hisako Kawamura, Klavier
von Evis Sammoutis: Quintett Chantily
Sonderpreis des Münchener Kammerorchesters
Marianna Shirinyan, Armenien
Alice-Rosner-Preis
Takashi Sato, Japan
Roderich-Fuhrmann-Gedächtnispreis
Zlata Chochieva, Klavier
Sonderpreis der Deutschen Mozart-Gesellschaft
und der Bayerischen Volksstiftung – Karl-Graf-Spreti-Sonderfonds
Anna Kasyan, Gesang
ifp-Musikpreis
Anna Kasyan, Georgien
Osnabrücker Musikpreis
Anna Kasyan , Gesang
Brüder-Busch-Preis
Marianna Shirinyan, Klavier
Bärenreiter-Urtext-Preise
Peter Schöne, Gesang
Ilse Eerens, Gesang
Zlata Chochieva, Klavier
Weimarer Bläserquintett
Sonderpreis OehmsClassics
Ilse Eerens, Sopran
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten
lädt die Preisträger des 55. Internationalen Musikwettbewerbs der ARD München zu Konzerten an Bord Ihrer Schiffe ein.
Ruth Wischmann - Media Relations
Artilleriestr. 16
80636 München
Tel.: 089 - 30 00 47 59
Email:
www.wischmann-pr.de
Internationaler Musikwettbewerb der ARD
Im Jahre 1952 fand er zum ersten Mal statt: der Internationale Musikwettbewerb der ARD, mittlerweile weltweit einer der renommiertesten und größten Wettbewerbe seiner Art. Er wurde von den Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland gegründet, steht unter der Obhut des Bayerischen Rundfunks in München und findet stets im September statt. Für viele heute weltberühmte Künstler war eine Auszeichnung beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD München ein Sprungbrett für die Karriere: Jessye Norman, Francisco Araiza, Natalia Gutman, Christoph Eschenbach, Mitsuko Uchida, Thomas Quasthoff, Yuri Bashmet, Christian Tetzlaff, Sharon Kam, Heinz Holliger, Isabelle Moretti, Peter Sadlo, Maurice André und das Artemis-Quartett, um nur einige zu nennen.
Wenig bekannt ist heute, dass der Internationale Musikwettbewerb der ARD auch eine Vorgeschichte hat: Von 1947 bis 1950 führte der Frankfurter Rundfunk den "Wettbewerb für junge Solisten" durch und brachte schon beim ersten Wettbewerb die Entdeckung zweier Frauenstimmen, die schon bald zur internationalen Elite gehören sollten: Christa Ludwig und Erika Köth. Unter den Instrumentalsolisten waren u. a. der Flötist Karl-Heinz Zöller und der Pianist Robert Alexander Bohnke. Die neu gegründete ARD führte die Idee einer Zusammenkunft junger Musiker aus aller Welt fort.
1952 wurde der Internationale Musikwettbewerb der ARD erstmals durchgeführt und entwickelte sich – und dies ist eine der Besonderheiten der Veranstaltung – als ein jährlich wechselndes Angebot für Musiker aller Kategorien: Soloinstrumente, Gesang, Kammermusikensembles. Eine weitere Besonderheit ist die Präsenz zeitgenössischer Musik: seit 2001 werden regelmäßig Kompositionsaufträge an prominente Komponisten vergeben. Und was den Internationalen Musikwettbewerb der ARD ebenfalls auszeichnet, ist, dass er nicht nur der Konkurrenz zwischen Musikern, sondern – in der Nachförderung der Preisträger - auch der Gemeinschaft dient – als Zentrum der Begegnung für Musikerinnen und Musiker aus aller Welt.





