(openPR) Genaue Zahlen gibt es nicht. Doch Schätzungen schon. Danach haben in den vergangenen Jahren deutsche Medienfonds zu einem nicht unerheblichen Teil finanzielle Mittel für amerikanische Filmproduktionen zur Verfügung gestellt. Damit ist nun Schluss, denn der deutsche Gesetzgeber hat den steuerorientierten Filmfonds in Deutschland einen Riegel vorgeschoben. Dies zeigt sich auch in der Zahl der derzeitigen Angebote: So kamen nach Angaben des Analysehauses Scope im ersten Halbjahr 2005 immerhin 15 neue Angebote mit einem Volumen von 447 Millionen Euro auf den Markt – und in diesem ersten Halbjahr gerade einmal noch zwei mit einem Volumen von 27,5 Millionen Euro. In der Folge versiegt der Geldfluss in die USA, aber auch europaweit.
„Diese Situation wird zu einer deutlichen Verringerung an neuen Filmproduktionen führen und damit die Preise für Filme steigen lassen, denn der Bedarf an neuen Filme ist nach wie vor da“, meint Dr. Uwe Boll, Vorstand der BOLL AG. Als einer der ersten kündigte das US-Studio Disney an, man wolle künftig weniger Filme produzieren. Dabei soll die Zahl von derzeit 18 auf acht Produktionen pro Jahr herabgesetzt werden. Zudem sollen die Filme künftig ausschließlich unter dem Markennamen Disney laufen. Firmen wie Touchstone (Disney-Gruppe) könnten dadurch zum Sparen gezwungen werden. „Zwar erweist sich die Disney-Produktion ‚Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2’ als wahrer Kassenmagnet, doch dies kann nicht darüber hinweg täuschen, dass den Studios inzwischen das Geld aus Deutschland für neue Produktionen fehlt“, meint Boll.
Für die erst im Juni an die Börse gegangene BOLL AG erweist sich diese Situation als Vorteil: „Wir sind durch die Filmfonds mit unserer AG noch bis Ende 2007 durchfinanziert und werden jährlich mit zwei bis drei neuen Produktionen an den Markt kommen. Boll-Aktionäre profitieren dabei von steigenden Verwertungspreisen der Filme, denn die Managementfees der AG richten sich natürlich auch an der Höhe der erzielbaren Filmerlöse aus“, fasst Finanzvorstand Matthias Triebel zusammen. Bislang gilt die Boll-Aktie mit rund 28,50 Euro (Entry Standard) als deutlich unterbewertet. Das Management erwägt derzeit eine Kapitalerhöhung.
Herr Michael Oehme
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