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Wenn Verhandlungen mit faulen Kompromissen enden

08.02.201818:45 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Wenn Verhandlungen mit faulen Kompromissen enden
Wolfgang Bönisch - Verhandlungsexperte und Redner
Wolfgang Bönisch - Verhandlungsexperte und Redner

(openPR) Kritik vom Verhandlungsretter an Management und den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen
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[Erfurt, 08.02.2018] Der Verhandlungsretter Wolfgang Bönisch sieht Verlauf und Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen aus Sicht des Verhandlungsexperten sehr kritisch.
Bönisch wurde seit der Bundestagswahl im September von mehreren Radiosendern, u.a. Deutschlandradio und SWR zu den Koalitionsverhandlungen interviewt. Mehrmals bereits zu Beginn und während der Verhandlungen zur sogenannten Jamaikakoalition und dann auch wieder zu den Verhandlungen, die jetzt zu einem vorläufigen Abschluss geführt wurden.
Der erste Kritikpunkt des Verhandlungsexperten ist die Tatsache, dass die Verhandlungen nicht Verhandlungen, sondern Sondierungsgespräche heißen mussten. Sowohl bei Jamaika als auch bei GroKo.
"Alles ist Verhandlung!", so der Buchautor, ob man das so nenne oder nicht. Und wenn man schon das Etikett "Sondierungsgespräche" verwende, dann sollte man doch auch genau das machen. Nämlich sondieren, Einigungsräume ausloten, gemeinsame Interessen mit möglichst großen Schnittmengen finden und nicht gleich im "klein, klein" von Detaillösungen anfangen.
Ein weiterer Kritikpunkt, den Bönisch anbringt, ist die aus seiner Sicht unmögliche Rollenzuordnung für die Verhandlungen. Die Kanzlerin als Parteivorsitzende der CDU könne unmöglich auch den Prozess moderieren, da sei ein Rollenkonflikt doch stets präsent: gleichzeitig Partei und unparteiisch, wie sollte das zu einem guten Ergebnis führen, fragt der Experte.
Und man könne im Laufe von Verhandlungen auch nicht stets etwas als nicht mehr verhandelbar darstellen, die Backen aufblasen und dann später doch zurückweichen. Das, so der Verhandlungsretter, ist das Gegenteil von Standfestigkeit und wird vom Verhandlungspartner stets gnadenlos ausgenutzt. Vermutlich, so Bönisch weiter, sei dieses Verhalten bei der Union von den Verhandlungsführern der SPD früh erkannt und zum eigenen Vorteil genutzt worden.
Ein genialer Schachzug, ob so geplant oder nicht, sei hingegen die Drohkulisse mit der Mitgliederabstimmung auf Seiten der SPD. Da das Hauptziel der CDU anscheinend war, dass Merkel Kanzlerin bleibt, konnte so in den Verhandlungen noch der ein oder andere teure Kompromiss zu Lasten künftiger Generationen herausgeholt werden und auch noch die Schlüsselministerien erobert werden.
Das, so der Verhandlungsretter, ärgere ihn am meisten. Sowohl aus persönlichen, wie auch aus beruflichen Gründen. Das Ziel einer Verhandlung sollte es doch sein, einen Konsens zu finden, der allen daran Beteiligten und davon Betroffenen nützt. Doch in der Politik im Allgemeinen und bei diesen Koalitionsverhandlungen im Besonderen ginge es immer nur darum irgendwie Kompromisse zu finden. Und der Kleister, der alles zusammenfügt, sei immer Steuergeld.
Damit würden dann immer verwegenere Partikularinteressen bedient, weil halt gerade Geld da sei. Doch dieses Geld müsse ja auch aufgebracht werden. Meist viel mehr und viel länger, als der Horizont der Verhandler reiche. Von heutigen und künftigen Steuerzahlern. Und dann so Bönisch, müssten am Ende seine Enkelinnen und deren Altersgruppe die Rechnung bezahlen.
Zu guter Letzt weist Bönisch noch auf die Verlängerung der Verhandlungen hin, die eigentlich schon am Sonntag beendet werden sollten, sich dann jedoch noch bis Mittwoch hinzogen, inklusive einer durchverhandelten Nacht.
Entweder gibt es ein Enddatum für die Entscheidung, so der gewiefte Verhandlungsführer, oder eben nicht. Dann zu behaupten, es seit gut, dass man die Extratage eingeplant hätte, weil sie man ja benötigt hätte, sei völliger Unsinn. Es sei genau umgekehrt: man braucht die Extrazeit, weil man sie sich schon zu Beginn der Verhandlung eingeräumt hat. Das ist das klare Signal an alle Verhandlungsparteien, dass man gerade nicht zum verlautbarten Termin fertig werden müsste.
Am Ende kulminiere der Verhandlungsprozess in einer Nacht der langen Messer, so Bönisch und der Entscheidungsdruck sorge dann für die richtig teuren Zugeständnisse. 80 Prozent der teuren Zugeständnisse werden unter Zeitdruck in den letzten 20 Prozent der Verhandlungszeit gemacht, so der Verhandlungsretter. Dem könne man nur durch ein klares Verhandlungsmanagement und ein deutliches Verhandlungsmandat entkommen.




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Pressekontakt:

W&H Bönisch GmbH
Herr Wolfgang Bönisch
August-Röbling-Str. 11
99091 Erfurt

fon ..: 0361 2189 2152
web ..: http://www.wolfgangboenisch.de
email : E-Mail

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