(openPR) Bis 2022 stehen rund 27.550 Unternehmen in München und Oberbayern vor der Unternehmensnachfolge
(München, 13.12. 2017) 27.550 mittelständische Unternehmen stehen im Kammerbezirk der IHK München und Oberbayern bis 2022 vor einem Generationswechsel. Davon betroffen sind über 120.000 Beschäftigte. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Regionalstudie von K.E.R.N – Die Nachfolgespezialisten und entspricht einem Anstieg von 41% gegenüber 2017.
Deutschlands Unternehmerschaft altert rasant: In nur fünf Jahren werden drei von fünf Unternehmern deutlich über 55 Jahre alt sein. Dies ist das Ergebnis einer Analyse aller 79 deutschen IHK-Bezirke. Die von der Beratergruppe K.E.R.N – Die Nachfolgespezialisten durchgeführte Studie zum Generationswechsel in Unternehmen bestätigt den Handlungsdruck von Familienunternehmern in Deutschland. Auch für den Bezirk München und Oberbayern ist dieser Wandel deutlich zu spüren.
Im Zentrum der Studie steht die Altersentwicklung der Familienunternehmer in Deutschland. Dabei wurden insgesamt 564.443 Firmen in den Umsatzklassen von 250.000 Euro bis 5 Millionen Euro und ergänzend Unternehmen mit bis zu 50 Millionen Euro Umsatz erfasst. In die Betrachtung flossen damit die Daten von knapp 500.000 Firmen mit weniger als 5 Mio. Euro Jahresumsatz und weitere 65.000 Firmen mit mehr als 5 Mio. Euro Jahresumsatz ein.
Darüber hinaus wurde die Anzahl der Geschäftsführer/Gesellschafter in drei Altersklassen analysiert:
-> 50 – 54 Jahre
-> 55 – 64 Jahre
-> über 65 Jahre.
Das wichtigste Ergebnis der Studie ist die dramatische Alterung deutscher Chefs. Denn, die geburtenstärksten Unternehmerjahrgänge dieser Republik müssen langsam an die Rente denken.
Für die Region München und Oberbayern bedeutet das konkret:
• 41% aller Unternehmenslenker sind bereits heute älter als 55 Jahre.
• Die Anzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen, die eine Nachfolge für Ihren Chef organisieren müssen, steigt bis 2022 auf rund 60%, das sind 27.553. Dies betrifft über 120.000 Arbeitsplätze in Oberbayern.
• Rund 24.600 der betroffenen Unternehmen erwirtschaften einen Umsatz zwischen 250.000 und 5 Millionen Euro.
Ergänzend wurden die Firmendaten auch nach ihren Branchen unterteilt und geben so eine bisher nicht bekannte Detaileinsicht in die Nachfolgefakten der jeweiligen Branche.
„Es ist wichtig zu verstehen, dass im deutschen Mittelstand mehr als 90% der Familienunternehmen weniger als 25 Mitarbeiter beschäftigen und weniger als 5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften“, so Nils Koerber, Gründer von K.E.R.N – Die Nachfolgespezialisten.
K.E.R.N-Partner für München und Oberbayern, Holger Habermann ergänzt: „Aufgrund der Demografie ist die Sicherung der Nachfolge aktuell das wichtigste Thema des Mittelstandes. Unternehmer müssen in Zeiten fehlender Fachkräfte Nachfolger für ihre Mitarbeiter, Geschäftsführer und auch sich selbst suchen. Die Analyse zeigt, dass in Deutschland schon in fünf Jahren mehr als 60% aller Inhaber und Führungskräfte 60 Jahre oder älter sein werden.“
Mit dieser Altersentwicklung in Familienunternehmen gehen oft auch ein Investitionsstau und ein gefährlicher Substanzverlust einher, warnen die Experten von K.E.R.N. Je nach persönlichem Gesundheitszustand steht die Mehrheit der deutschen Familienunternehmen innerhalb weniger Jahre vor der Frage, ihre Nachfolge verlässlich und zukunftsorientiert zu regeln.
„Woher sollen denn die nachfolgenden Unternehmer kommen?“, fragt Holger Habermann vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung. „Die geburtenschwachen Jahrgänge erzeugen bereits heute einen dramatischen Fachkräftemangel und ziehen automatisch einen Unternehmermangel nach sich. Die Organisation erfolgreicher Generationswechsel ist damit auch das größte Zukunftsrisiko für deutsche Familienunternehmen.“
Eine professionelle Vorbereitung und ausreichend Zeit für die Suche sind aus Sicht der Nachfolgespezialisten das A und O für einen Erfolg in dieser auch für Millionen Arbeitnehmer existenziellen Frage. „Erfolgreich organisierte Nachfolgeregelungen werden damit letztlich zu einer Zukunftsfrage für die weitere Entwicklung der Wirtschafts- und Innovationskraft der Bundesrepublik“, so K.E.R.N-Partner Roland Greppmair, ebenfalls für München zuständig, der immer häufiger auch vor Beratungsmandaten steht, bei denen aufgrund der Überalterung und eines Substanzverlustes eine Nachfolge wirtschaftlich nicht mehr darstellbar ist.
K.E.R.N – Die Nachfolgespezialisten zählt zu den größten Beratergruppen für Unternehmensnachfolge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Experten konzentrieren sich ausschließlich auf den Kauf- und Verkauf von Familienunternehmen. Als Besonderheit betreuen die mit Zusatzausbildungen qualifizierten Berater als Mediatoren und Coaches auch innerfamiliäre Generationswechselprozesse in Familien.
Über diesen Link können Sie die genauen Einzeldaten der jeweiligen Kammerbezirke in Deutschland herunterladen.
https://www.die-nachfolgespezialisten.eu/entwicklung-unternehmensnachfolge/









