(openPR) Initiiert von Dr. Martin Oberle (Leiter der Außenstelle für Karpfenteichwirtschaft, Institut für Fischerei, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft) hält Dr. Tobias Lasner vom Thünen-Institut für Fischereiökologie einen Vortrag zu einer vergleichenden Untersuchung der Karpfenregionen Aischgrund und Bartschtal (Polen). Der Vortrag findet am 19. Juli 2018 um 19.00 Uhr in den Museen im Alten Schloss in Neustadt/Aisch statt.
Im Rahmen des EU Forschungsprojektes SUCCESS zur Wettbewerbsstärke der Europäischen Fischwirtschaft und dem Datensammelprogramm der EU hat ein internationales Forscherteam unter Mitwirkung des Instituts für Fischerei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Außenstelle für Karpfenteichwirtschaft, eine Fallstudie zu den Karpfenregionen Aischgrund in Deutschland und dem Bartschtal in Polen erarbeitet. Im Fokus der Forscherinnen und Forscher stand dabei zum einen die Profitabilität kleiner und größerer Karpfenteichwirtschaften und deren Bedeutung für die Region. Die Ergebnisse zeigen, dass sich gerade bäuerliche Kleinstbetriebe schwertun, langfristig ihre Wirtschaftlichkeit zu sichern. So sind auch die Herausforderungen, denen sich die Karpfenteichwirte stellen müssen, enorm: Fischverluste durch Kormorane und andere Wildtiere, veränderte Verbraucherwünsche, Hitzesommer, Mangel an Nachfolgern und Investitionsstau sind nur einige der zu nennenden Probleme. Gleichzeitig deutet eine Umfrage unter Touristen darauf hin, dass die durch Karpfenwirte geschaffene und gepflegte Kulturlandschaft essenziell für die Identität der Regionen ist und von Besuchern auch als solche wahrgenommen wird. Dank dem hohen Engagement lokaler Akteure (u. a. Fisheries Local Action Groups) wurden in den letzten Jahren im Aischgrund und im Bartschtal vielversprechende Konzepte erarbeitet und angewendet, die sowohl die touristische Attraktivität der Kulturlandschaft fördern soll, als auch helfen könnten, die Wirtschaftlichkeit der Karpfenbetriebe zu verbessern. Dr. Tobias Lasner vom Thünen-Institut für Fischereiökologie wird ausgewählte Ergebnisse der Studie präsentieren, um diese anschließend mit dem Publikum zu diskutieren.
In unserem Pressebereich unter karpfenmuseum.byseum.de/de/presse haben wir eine Auswahl an Pressebildern für Sie bereitgestellt, die Sie unter Angabe der Herkunft gerne zur Berichterstattung verwenden können.






