(openPR) Der jüngste Österreich-Report von PwC legt einen Nerv frei: Österreichs Unternehmen sind nicht gut auf eine Übergabe vorbereitet. Fast die Hälfte hat gar keinen Nachfolgeplan. Das kann Hundertausende Arbeitsplätze und die Zukunft Tausender Unternehmen gefährden.
Unternehmen planen Übergaben oft sehr spät
Im Zuge von Unternehmensübergaben gibt es vielfältige Themen, die bedacht werden sollten. Viele Familienunternehmen in Österreich haben keinen konkreten Plan für die Übergabe – und beginnen mit der Erstellung solcher Pläne leider oft viel zu spät. Eine zu späte Planung ist einer der häufigsten Gründe für holprige Übergaben und hängt mit vielen weiteren Faktoren zusammen. „Eine Übergabe kann eine große nervliche und emotionale Belastung sein“, wie der Salzburger Interim Manager Siegfried Lettmann weiß, „der zusätzliche Druck, der durch ein zu kleines Zeitfenster entsteht, könnte dabei eigentlich leicht vermieden werden.“
Vermeidbare Komplikationen
Die schlechte Ablaufplanung steht in direktem Zusammenhang zu weiteren Problemen. Ein anderer Top-Grund für erfolglose Unternehmensübergaben sind nämlich unzureichende Führungsfähigkeiten bei den Nachfolgern. Es macht Sinn, hier sehr gezielt anzusetzen: Externe Hilfe, etwa durch einen Interim Manager, kann nicht nur bei der Organisation eines Wechsels helfen, sondern kann auch entsprechend ausgewählt werden, um die Nachfolger weiter zu qualifizieren. Erfahrene Führungsexperten wie Lettmann stehen in solchen Fällen den Nachfolgern auch als Mentoren zur Verfügung. Es kann deshalb hilfreich sein, für diese Aufgabe neutrale Personen hinzuzuziehen, weil diese nicht nur die nötigen Kenntnisse einbringen, sondern auch als Ruhepol fungieren, wenn die Gemüter sich erhitzen, was vor allem bei familieninternen Übergaben durchaus vorkommen kann.
Enorme volkswirtschaftliche Bedeutung
Laut dem BMDW (Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort) werden jährlich mehr als 6.900 Unternehmen übergeben, Tendenz steigend. Der Prozess werde verstärkt durch externe Unterstützer begleitet. Neutrale Experten von außen helfen nicht nur in diffizilen betriebswirtschaftlichen Fragestellungen, sondern bringen auch einen neutralen Standpunkt in diese emotional aufgeladenen Phasen, an denen abgesehen vom weiteren Wohlergehen der Familien auch sehr viele Arbeitsplätze hängen. Von 2014 bis 2023, so das BMDW, hängen 450.000 Arbeitsplätze an erfolgreichen Übergaben, das sind 30 % aller KMU-Beschäftigten. Durch eine frühzeitige Planung und erfahrende Unterstützer können Nachfolger besser auf die kommende Aufgabe vorbereitet, infolge Arbeitsplätze und die Zukunft der Unternehmen besser gesichert werden.













