(openPR) Soziale Arbeit und Katholische Theologie in Benediktbeuern
Was Anfang der 1970er Jahre eingeführt worden war, um dem Ordensnachwuchs der Salesianer Don Boscos neben der theologischen auch eine sozialpädagogische Ausbildung zu bieten, hat sich inzwischen zu einem veritablen Alleinstellungsmerkmal des Studienortes Benediktbeuern mit seinen beiden Hochschulen (KSFH = Katholische Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen; PTH = Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer Don Boscos) entwickelt. Hier ist es möglich, ein »Doppelstudium« der Sozialen Arbeit und der Katholischen Theologie zu absolvieren und nach insgesamt 14 Semestern zwei Diplome in Händen zu halten. Und mittlerweile gibt es weitaus mehr Laien als Ordensleute und Priesteramtskandidaten, die diese Chance nutzen. Alljährlich schreiben sich etwa 20 Studienanfänger für das Doppelstudium ein.
Das »Benediktbeurer Studienmodell« wird auch nach den derzeitigen Veränderungen der Hochschullandschaft bestehen bleiben (Stichwort: »Bologna-Prozess«). Die KSFH stellt ihren Diplomstudiengang Soziale Arbeit schon zum kommenden Wintersemester 2006/07 auf den neuen Abschluss »Bachelor« um. An der PTH wird es voraussichtlich ab Wintersemester 2007/08 zur Modularisierung des Diplomstudiengangs Katholische Theologie kommen. Es ist daran gedacht, dass das Doppelstudium weiterhin 14 Semester dauern soll. Zwar kann der sozialpädagogische Bachelor-Grad in Zukunft bereits nach 7 Semestern erworben werden. Doch wird den Doppelstudierenden empfohlen, die theologische Vordiplomprüfung wie bisher nach 8 Semestern abzulegen. Das theologische Hauptstudium dauert noch einmal 6 Semester.
Dem PTH-Studienführer für das Studienjahr 2006/07 sind Einzelheiten zum »neuen Doppelstudium« zu entnehmen. Dieser Studienführer ist bereits überarbeitet worden und wird zum Semesterbeginn Anfang Oktober 2006 im Druck vorliegen. Aufgrund der stärker interdisziplinären Ausrichtung der beiden neuen Studiengänge erhofft man sich eine noch bessere Integration von Theorie und Praxis. Ehemalige Doppelstudierende sind häufig in pastoralen Berufsfeldern zu finden. Sie arbeiten in Pfarrgemeinden, bei Jugendverbänden, in Jugendzentren, in Jugendbildungsstätten, als Pastoralreferenten, als Religionslehrer, als Streetworker, als Wissenschaftler und als Priester. In den letzten Jahren haben Benediktbeurer Absolventen sich allerdings zunehmend neue Tätigkeitsbereiche in der Wirtschaft erschlossen.
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