(openPR) Klausurtagung der Benediktbeurer Theologieprofessoren in Vöcklabruck
Der Veränderungsprozess der europäischen Hochschullandschaft macht auch vor dem Studienfach der Katholischen Theologie nicht halt. Und so befindet sich das Thema »Bologna« schon seit einiger Zeit auf der Tagesordnung der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern. Inzwischen steht definitiv fest, dass die Benediktbeurer Ordenshochschule zum Wintersemester 2010/11 mit der Modularisierung des Theologiestudiums beginnen wird. Das Studium soll stärker interdisziplinär ausgerichtet werden. An die Stelle des bisherigen Diploms wird der Magistertitel treten.
Auf der diesjährigen Klausurtagung der PTH-Professoren ging es um die Studienreform. Die mittlerweile 30. Dozentenfahrt führte das Hochschulkollegium ins kirchliche Bildungshaus St. Klara im oberösterreichischen Vöcklabruck. In ihren Eröffnungsvorträgen blickten Provinzial Pater Josef Grünner SDB und Rektor Professor Pater Dr. Lothar Bily SDB auf das vergangene Studienjahr zurück und skizzierten die Herausforderungen, vor die sich die Hochschule in den nächsten Jahren gestellt sieht. Unter anderem komme es für eine nicht-staatliche Hochschule darauf an, ihr eigenes Profil zu schärfen, um in Zukunft weiterhin attraktiv zu bleiben.
Beherrschendes Thema der Klausurtagung war die bevorstehende Modularisierung. Mittlerweile umfasst das so genannte Modulhandbuch rund 200 Seiten. Eine Kommission der Hochschule arbeitet an der Erstellung einer neuen Prüfungsordnung. Als Benediktbeurer Besonderheit ist zu berücksichtigen, dass hier bisher in Kooperation mit der Katholischen Stiftungsfachhochschule ein Doppelstudium der Katholischen Theologie und der Sozialen Arbeit durchgeführt werden konnte. Dieses Alleinstellungsmerkmal möchte man unbedingt beibehalten. Daher werden für den Beginn des kommenden Wintersemesters Gespräche mit Vertretern der Fachhochschule über eine Fortentwicklung der Kooperation anvisiert.
Im Rahmen der Dozentenfahrt kam natürlich auch die österreichische Kultur nicht zu kurz. Auf dem Hinweg wurde die Benediktinerabtei Kremsmünster mit dem berühmten Tassilokelch besichtigt. Auf dem Rückweg standen das Evangelische Museum Oberösterreich in Rutzenmoos, der Traunsee und Hallstatt auf dem Programm. Außerdem hielt die ehemalige Benediktbeurer Promovendin Schwester Dr. Maria Maul FMA eine sehr interessante Stadtführung in Vöcklabruck.













