(openPR) Salesianer feiern 75-jähriges Jubiläum
"Die Philosophisch-Theologische Hochschule Benediktbeuern hat sich ein Alleinstellungsmerkmal erworben, denn aufgrund der Möglichkeit zum Doppelstudium in Katholischer Theologie und Sozialer Arbeit sowie aufgrund der Schwerpunkte in Jugendpastoral, Christlicher Umweltethik und Salesianischer Spiritualität verfügt sie über ein einzigartiges Profil," so der Bayerische Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel beim Festakt am Samstag, 22. Oktober 2005, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern. Der Politiker fügte hinzu, dass in der momentanen Umbruchssituation der Hochschullandschaft Schwerpunktsetzung und Profilbildung dringend notwendig seien und daher von seinem Ministerium gefördert würden.
Zuvor hatte der Münchener Kardinal Friedrich Wetter in seiner Predigt betont, dass junge Menschen heutzutage echte Orientierung bräuchten und suchten. In Anspielung auf die Tatsache, dass im Kloster ein Zentrum für Umwelt und Kultur existiert, sagte der Kardinal, dass Benediktbeuern mit seinen zahlreichen Bildungs- und Jugendeinrichtungen sich zu einem "spirituellen Biotop" entwickelt habe.
Zwei weitere Kardinäle, die wegen ihrer Teilnahme an der Weltbischofssynode nicht zur Jubiläumsfeier kommen konnten, hatten Grußworte gesandt. Zenon Kardinal Grocholewski, Präfekt der römischen Bildungskongregation, stellte die Arbeit der Ordenshochschule in den weltweiten Kontext katholischer Bemühungen im Bildungswesen. Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, betonte stärker die fruchtbare Kooperation der salesianischen Einrichtungen in Benediktbeuern.
Am zweiten Tag der Jubiläumsfeier, Sonntag, 23. Oktober 2005, predigte Bischof Luc Van Looy SDB aus dem belgischen Gent über den Zusammenhang von Weltmission und salesianischer Arbeit. Barbara Stamm, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, sprach in ihrem Grußwort besonders die persönliche Atmosphäre des Hochschulstandorts Benediktbeuern an. Prof. Dr. Peter Neuner aus München, stellvertretender Vorsitzender des Katholisch-Theologischen Fakultätentags ging auf den Wissenschaftscharakter der Theologie ein.
Es folgte ein historischer Rückblick von Prof. Pater Dr. Otto Wahl SDB. In den 75 Jahren der Hochschulgeschichte, so Pater Wahl, hätten sich einige bemerkenswerte Änderungen ergeben. Sei es am Anfang mehr um die Ausbildung des eigenen Ordensnachwuchses gegangen, so studierten heute zu 95 Prozent Laien in Benediktbeuern. Aufgrund der staatlichen Anerkennung im Jahre 1981, der Verleihung des Promotionsrechts im Jahre 1990 und der Verleihung des Habilitationsrechts im Jahre 2000, sei die PTH Benediktbeuern nun den Katholisch-Theologischen Fakultäten an staatlichen Universitäten weitgehend gleichgestellt.













