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Mit agiler Unternehmensführung zu digitalen Geschäftsmodellen

01.12.201716:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Mit agiler Unternehmensführung zu digitalen Geschäftsmodellen
Prof. Dr. Tuczek erläutert Merkmale der Generation Y. (Hochschule Landshut)
Prof. Dr. Tuczek erläutert Merkmale der Generation Y. (Hochschule Landshut)

(openPR) Führungskräfte diskutierten im Landshut Leadership Forum an der Hochschule Landshut die Herausforderungen und unternehmerischen Chancen der Digitalisierung.

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Das Landshut Leadership Forum befasst sich mit den Auswirkungen des digitalen Zeitalters auf die Unternehmensführung. In der Veranstaltung am 23. November an der Hochschule Landshut boten hochkarätige Vorträge Einblicke in Management 4.0 und Generation Y, Arbeitswelt 4.0 am Beispiel von Microsoft, agiles Management und Selbstorganisation sowie zu digitalen Geschäftsmodellen und künstlicher Intelligenz. Rund 70 Führungskräfte aus der Wirtschaft nutzten die Gelegenheit zur offenen Diskussion und zum Erfahrungsaustausch. Auch im Thema engagierte Masterstudenten der Hochschule, die künftigen Mitarbeiter aus der Generation Y, brachten ihre Sichtweisen mit ein.



Digitalisierung gestalten

Die Digitalisierung habe enorme Auswirkungen darauf, wie wir Geschäfte machen, betonte der Initiator der Veranstaltung, Prof. Dr. Hubertus Tuczek (Hochschule Landshut) in seinem Einführungsvortrag. Bisher beherrschen wenige Big Player aus dem Silicon Valley das Thema Digitalisierung, „doch wir können es gestalten“, ist er überzeugt. Das erste iPhone sei erst vor rund 10 Jahren vorgestellt worden, es habe die Internetnutzung revolutioniert. „Es werden radikal andere Geschäftsmodelle entstehen, so langsam wie heute wird sich die Digitalisierung wegen des exponentiellen Wachstu8ms nie wieder entwickeln“, so Prof. Dr. Tuczek. Dabei spielen bei dem „Internet of Things (IoT) neben dem Hardware-Produkt zusätzliche digitale Services die entscheidende Rolle.

Für die Führung von Unternehmen bedeute dies, ein digitales Mindset zu schaffen, um mit Agilität und Selbstorganisation die kollektive Intelligenz eines Unternehmens freisetzen zu können und um mit den schnellen Veränderungen der Digitalisierung Schritt halten zu können. Über Design Thinking Prinzipien müsse Lust zum Experimentieren geschaffen und neue Produkte mittels Prototypen zeitnah auf ihre Marktresonanz getestet werden. Wichtig sei dabei die Organisation im Unternehmen, diese müsse gerade den neuen Mitarbeitern der Generation Y, die Wert auf flache Hierarchien, Offenheit und Freiheiten legt, große Entscheidungsspielräume bieten und die Führungsebene selbst als erste Netzwerker die neuen Werte vorleben. Erfolgreich könne eine Strategie sein, neben dem Tagesgeschäft eine flexible Start-up-Einheit aufzubauen.

Mit Vertrauen zum flexiblen Arbeiten

Wie Arbeiten 4.0 in einer vernetzten Welt aussehen kann, zeigte Kay Mantzel von Microsoft Deutschland GmbH am Beispiel der neuen Unternehmenszentrale in München. Nicht mehr work-life-balance mit getrennten Welten, sondern „work.life.flow“ laute die neue Devise. Im Rahmen der Unternehmenskultur und des War for Talents werde Arbeit so gestaltet, wie die Mitarbeiter es wünschen. Arbeitsplatzsouveränität wird Treiber von Innovationen. Die Mitarbeiter können ortsunabhängig wo auch immer arbeiten, nehmen aber natürlich auch Termine im neuen Gebäude wahr. Sie verfügen im Sinne von Shared Desk über keinen eigenen Arbeitsplatz, doch stünden hier verschiedene Arbeitsbereiche zur Verfügung: ein großer Büroraum für stilles Arbeiten, Räume für Besprechungen oder auch zum Telefonieren sowie für intensive Beschäftigung mit Bequemlichkeitsfaktor.

Insgesamt stünden 1100 Arbeitsplätze für 1900 Mitarbeiter zur Verfügung. „Flexibles Arbeiten schafft Vorteile für alle“, ist er überzeugt. Das eigenverantwortliche Arbeiten setze aber natürlich Vertrauen in den Mitarbeiter voraus, umgekehrt dürfe diese nicht ausgenutzt werden. Der Mensch stehe bei diesem flexiblen Arbeitsmodell im Mittelpunkt, es sei auch ein flexibles Miteinander der verschiedenen Generationen der Arbeitswelt möglich.

Mit dem Thema „Agiles Management und Selbstorganisation“, als erfolgreiche Leitlinien einer Unternehmensführung in einer digitalen Welt, befasste sich Dr. Alfred Oswald (Institut für Social Technololgies, Stolberg). Durch Prozesse würden weder Innovationen entstehen, noch die Komplexität beherrscht. Im komplexen Umfeld solle man nicht nach Best Practice Lösungen suchen, Muster zu erkennen sei wichtig. Eine Metakompetenz sei nötig, die es ermöglicht, von außen auf das System zu schauen und sich mit Modellen auseinanderzusetzen. Führung sei das zentrale Element beim Agilen Management 4.0 sowie Selbstorganisation. Die Aufgabe laute, Unsicherheit zu reduzieren und die Komplexität für den eigenen Nutzen zu verwenden. Auch er betont, das Mindset sei enorm wichtig, neue mentale Modelle müssten dabei vom Management vorgelebt werde. Komplexität habe immer auch etwas mit Vernetzung zu tun und auch mit Rückkopplungen. Die Digitalisierung sei hier ein Geschenk, das es gelte zu nutzen. Manager müssten aufpassen, dass sie nicht zu Analphabeten der Digitalisierung werden. Im Umgang miteinander sei Kommunikation auf Augenhöhe grundlegend, Beziehungen und nicht Macht seien von Bedeutung. Die Natur mache es vor, durch Selbstorganisation entstehe aus Komplexität Neues.

Mit künstlicher Intelligenz zu neuen Geschäftsmodellen

Wie schnell neue digitale Geschäftsmodelle entstehen und realisiert werden können, zeigte eindrucksvoll der Vortrag von Dirk Muehlenweg (IBM Deutschland GmbH). Das Unternehmen hat in München mit dem Global Watson IoT Center rund um einen Supercomputer und einer Cloud die Infrastruktur für Innovationen im Bereich IoT und künstliche Intelligenz geschaffen. Informationen aus der physischen Welt werden aufgenommen, das kognitive System lernt daraus und sorgt damit für intelligente Systemreaktionen. Rund eintausend IBM Experten arbeiten gemeinsam mit Kunden, Partnern und Forschungseinrichtungen an neuen Technologien und Lösungen, die zu innovativen Geschäftsmodellen führen sollen. Die Systeme werden nicht programmiert sondern angelernt unter Nutzung u.a. von Schnittstellen für Sprache, Text, Bilder und Video. Dies, verbunden mit künstlicher Intelligenz, ermögliche bisher undenkbar kurze Entwicklungszeiten, je nach Umfang eines Projektes könne es bereits nach rund zwei Wochen möglich sein, erste Anwendungen zu testen.

Grundlegend für neue digitale Geschäftsideen ist für Muehlenweg die Consumer Experience, der Nutzen für den Kunden speziell im Bereich Service. Dies illustriert er an verschiedenen Beispielen wie Sportevents, bei denen Service von der Anreise über zusätzliche Infos und Szenen während eines Spiels bis zum anschließenden Abendessen möglich sind, oder auch am vernetzten Hafen sowie der Analyse von Umweltdaten einer Metropole.

Initiiert wird die Veranstaltungsreihe Landshut Leadership der Hochschule Landshut von Prof. Dr. Hubertus Tuczek, der selbst über langjährige Führungserfahren verfügt, zusammen mit Studierenden des Masterstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen. Soeben erschienen ist auch das Fachbuch zum Konferenzthema an der Hochschule Landshut: Band 2 der Reihe "Landshut Leadership" befasst sich mit dem Thema „Management 4.0 und die Generation Y“. Die Veranstaltung wurde zusammen mit dem Institut für technologiebasierte Zusammenarbeit der Hochschule Landshut und in Kooperation mit der GPM Gesellschaft für Projektmanagement durchgeführt.

Quelle: idw

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