openPR Recherche & Suche
Presseinformation

HAW-Newsletter beschäftigt sich mit der Messung von eigenem Innovationsvermögen

30.11.201717:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: HAW-Newsletter beschäftigt sich mit der Messung von eigenem Innovationsvermögen
Ist Innovation messbar? (HAW Hamburg)
Ist Innovation messbar? (HAW Hamburg)

(openPR) Was ist Innovation und ist diese messbar? Das EU-Projekt FINCODA (Framework for Innovation Competencies Development and Assessment) ging der Frage nach, wie innovatives Verhalten von Menschen zu messen ist. Das internationale Forscherteam – darunter Forscherinnen und Forscher der HAW Hamburg – hat dafür „Innovationskompetenz“ in einem Modell erfasst und mit einem spezifischen Bewertungsinstrument, dem so genannten „FINCODA-Barometer“, messbar gemacht. Demnächst steht der Selbsttest der Öffentlichkeit zur Verfügung



---
Ziel des Konsortiums aus wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen war es, für Universitäten und Unternehmen ein Werkzeug zur Verfügung zu stellen, das es ermöglicht, Innovationskompetenzen systematisch zu erkennen und zu fördern. Dafür wurde diese Kompetenz in fünf Dimensionen unterteilt: in Kreativität, kritisches Denken, Initiative, Teamarbeit und Networking. Die Gesamtheit dieser Fähigkeiten und Kompetenzen, so die Aussage der internationalen Forschergruppe, mache die Innovationskompetenz aus. Für die Anwenderinnen und Anwender des Instruments wurde außerdem ein spezielles Training entwickelt. Sowohl das Bewertungsinstrument als auch das Training ist demnächst online zugänglich.

Wir haben darüber mit Prof. Dr. Birgit Peters an der Fakultät Life Sciences gesprochen. Dort ist sie Professorin für Betriebswirtschaftslehre und berät unter anderem in der Personalentwicklung. Professorin Peters ist im eurpoäischen Forschungsverbund FINCODA die Projektleiterin des deutschen Teams. Neben deutschen arbeiten auch finnische, spanische, niederländische und englische Forscherinnen und Forscher im FINCODA-Verbund.

Wie können wir Innovationsvermögen verstehen und definieren?

Prof. Dr. Birgit Peters: Für den Begriff „Innovation“ existieren zahlreiche unterschiedliche Definitionen. Bei einer Innovation geht es oft darum, für Ideen oder Probleme eine Lösung finden, die aus Kundensicht einen Wert oder Nutzen generiert. Häufig steht bei Innovationen die Anwendung beziehungsweise die Nutzung von neuen Ideen im Vordergrund. Bei Innovationen können also neue Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse entstehen, viel häufiger werden aber bestehende Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse modifiziert. Im EU-Projekt FINCODA haben wir die Innovationskompetenz in fünf Dimensionen unterteilt: Kreativität, kritisches Denken, Initiative, Teamarbeit und Networking. Diese Fähigkeiten und Kompetenzen bilden nach unserem Verständnis die Innovationskompetenz ab.

Ist Innovationsvermögen mehr als Kreativität und kann es erlernt werden?

Birgit Peters: Ja, Kreativität ist nur eine Dimension der Innovationskompetenz und kann bis zu einem gewissen Maße erlernt werden. Kreativ zu sein oder gute Ideen zu entwickeln reicht nicht aus, um innovativ zu sein. Die Ideen werden kritisch in Teamarbeit oder im externen Netzwerk geprüft beispielsweise in Bezug auf ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Und dann werden aus Ideen Produkte, Dienstleistungen, Projekte oder Prozesse. Es bedarf anschließend noch einmal viel Initiative und Teamarbeit, um diese geprüfte Ideen dann auch wirklich umzusetzen. Ein Netzwerk ist dabei hilfreich und notwendig, denn es kann unterstützen, die Produkte, Dienstleistungen auch auf dem Markt zu verbreiten.

Wir an der HAW-Hamburg versuchen diese unterschiedlichen Fähigkeiten und Kompetenzen bei den Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu entwickeln, insbesondere in denjenigen, in denen die Studierenden selbst aktiv verschiedene Rollen einnehmen können. Diese Kompetenzorientierung unterstützt dabei, das Lernziel für die Studierenden und Lehrenden stets im Blick zu haben.

Kann Innovationspotenzial gemessen werden und wenn ja, wie?

Birgit Peters: Ja, wir messen die Innovationskompetenzen mit einem psychometrischen Instrument, dem „FINCODA Barometer“, welches die Innovationskompetenz in fünf Dimensionen unterteilt, die jeweils separat gemessen werden. Unsere FINCODA Software steht demnächst der Öffentlichkeit zur Verfügung, so dass Interessierte selbst überprüfen können, wie stark ihre eigene Innovationskompetenz ausgeprägt ist. Sie können dort auch Hinweise erhalten, auf welche Art und Weise einzelne Aspekte dieser komplexen Kompetenz möglicherweise noch zu verbessern sind.

Wie können Unternehmen von Ihren Forschungsergebnissen – einem Assessment zur Messung von Innovationsvermögen – profitieren?

Birgit Peters: Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, die Innovationskompetenzen von Mitarbeitern zu verbessern. Besonders interessant sind die Ergebnisse für die Bereiche und Abteilungen in den Unternehmen, in denen innovationsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewünscht sind und benötigt werden. Bisher basiert die Leistungsbewertung dieser Kompetenzart vorwiegend auf schriftlichen Ergebnissen, also benötigen wir verhaltensbasierte Leistungsindikatoren, um auch intra- und interpersonelle Kompetenzen zu messen, die heutzutage von Unternehmen erwartet und nachgefragt werden.

Das FINCODA Barometer kann somit als zusätzliches Instrument der Personalauswahl eingesetzt werden. Die Innovationsfähigkeit ist bereits seit Jahren Bestandteil zahlreicher Assessment Center und kann nun viel differenzierter bewertet werden. Das FINCODA Barometer kann ebenfalls als Personalentwicklungsinstrument genutzt werden. Das Projekt sieht dafür Schulungen für die Führungskräfte und die Personalabteilungen vor.Diese Beobachterschulungen können als Präsenztraining oder als Blended-Learning-Kurs absolviert werden und stehen in Kürze unter fincoda.eu zur Verfügung.
(Das Interview mit Prof. Dr. Birgit Peters führte Dr. Katharina Jeorgakopulos)

Kontakt
Fakultät Life Sciences
Department Ökotrophologie
Prof. Dr. Birgit Kaethe Peters
Professorin für Betriebswirtschaftslehre
T +49.40.428 75-6116
birgitkaethe.peters(@)haw-hamburg.de

Weitere Themen im Themendienst November sind:

- Faszination Relativitätstheorie: Einstein-Ausstellung bis zum 6. Januar an der HAW Hamburg

- Forschungsbericht 2017 der HAW Hamburg ist erschienen

- Neuer Masterstudiengang „Digital Reality“

- „Zum Flugzeugentwurf gehört auch der Umweltschutz“: Kooperative Promotion mit der TU München, Dr.-Ing. Andreas Johanning im Interview.

- Absolventin Line Hoven erhält Hans-Meid-Preis für Buchillustration

FÜR RÜCKFRAGEN
Dr. Katharina Jeorgakopulos
Pressesprecherin und Pressereferentin
T +49 40 428 75 9132 / M +49 172 412 48 47
F +49 40 428 75 9019

katharina.jeorgakopulos(@)haw-hamburg.de
presse(@)haw-hamburg.de

Weitere Informationen:
- https://www.haw-hamburg.de/fileadmin/user_upload/Presse_und_Kommunikation/Aktuell/Veranstaltungen/HAW-CARPE_A4_Broschu__re_20171103_FINCODA_14_15.pdf
- https://www.youtube.com/watch?time_continue=27&v=Y5d4tapoHoQ
- https://www.fincoda.eu/

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 983167
 613

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „HAW-Newsletter beschäftigt sich mit der Messung von eigenem Innovationsvermögen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Bild: Neuer HAW Newsletter beschäftigt sich mit aktueller Google-Studie von Prof. Dirk Lewandowksi:Bild: Neuer HAW Newsletter beschäftigt sich mit aktueller Google-Studie von Prof. Dirk Lewandowksi:
Neuer HAW Newsletter beschäftigt sich mit aktueller Google-Studie von Prof. Dirk Lewandowksi:
Viele Suchmaschinen Nutzer können zwischen Suchergebnissen und Werbung nicht unterscheiden: Erstmals wurde in einer repräsentativen Studie mit 1.000 Teilnehmern untersucht, ob Google-Nutzer in der Lage sind, zwischen Suchergebnissen und Werbung zu unterscheiden. Die große Mehrheit ist dazu nicht fähig – so lautet das Ergebnis einer aktuellen Google-Untersuchung. --- Nur ein kleiner Anteil der Teilnehmer konnte zuverlässig zwischen bezahlten Anzeigen und echten Treffern differenzieren. Das korrespondiert mit einer mangelhaften Kenntnis über G…
Bild: Endlich die Relativitätstheorie verstehen: Einstein-Ausstellung an der HAW Hamburg macht`s möglichBild: Endlich die Relativitätstheorie verstehen: Einstein-Ausstellung an der HAW Hamburg macht`s möglich
Endlich die Relativitätstheorie verstehen: Einstein-Ausstellung an der HAW Hamburg macht`s möglich
Mit beinahe Lichtgeschwindigkeit durch Tübingen radeln, Neutronensternen zuhören, Schwerelosigkeit sehen – das ist bis zum 6. Januar in der Ausstellung „Einstein inside – 100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie“ möglich. Vorträge und Führungen auch für Kinder und Jugendliche ergänzen das Programm. --- Die Faszination von Albert Einsteins Relativitätstheorie ist bis heute ungebrochen. Pünktlich zur Verleihung des Physik-Nobelpreises am 10. Dezember 2017 in Stockholm erklärt die Wanderausstellung „Einstein inside“ der Universität Tübingen an …

Das könnte Sie auch interessieren:

Doktortitel made at HAW Hamburg
Doktortitel made at HAW Hamburg
Bislang mutete der feierlich geschwungene Doktorhut an der HAW Hamburg eher wie ein Fremdkörper an. Die Promotion an einer der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland war zwar möglich, allerdings bedurfte es für das jeweilige Vorhaben einer kooperierenden Universität. Die Doktorhüte werden an der HAW Hamburg bald regelmäßig fliegen – und dabei nicht mehr wie Fremdkörper wirken. Denn heute hat die Hamburger Wissenschaftsbehörde dem Antrag auf ein eigenständiges Promotionsrecht offiziell zugestimmt. Den Weg dafür freig…
Bild: Forschung zu Gesundheit, Klima und Daten: HAW Hamburg startet eigenen PromotionsbetriebBild: Forschung zu Gesundheit, Klima und Daten: HAW Hamburg startet eigenen Promotionsbetrieb
Forschung zu Gesundheit, Klima und Daten: HAW Hamburg startet eigenen Promotionsbetrieb
Hamburg, 14. November 2025 – Die HAW Hamburg ist heute offiziell in den Promotionsbetrieb gestartet. Mit der Einrichtung der fakultätsübergreifenden Research School und des Servicebereichs Center for Postgraduate Studies (CPS) sind alle Voraussetzungen geschaffen, um mit den ersten Promotionsverfahren zu beginnen. Die Hochschule feierte diesen Start mit einer Veranstaltung in der Aula am Berliner Tor. Drei Promovierende stellten ihre Forschungsvorhaben vor – und zeigten dabei, wie Nachwuchswissenschaft an der HAW Hamburg gesellschaftliche Her…
Bild: Neuer Themendienst der HAW Hamburg beschäftigt sich mit dem Internet der DingeBild: Neuer Themendienst der HAW Hamburg beschäftigt sich mit dem Internet der Dinge
Neuer Themendienst der HAW Hamburg beschäftigt sich mit dem Internet der Dinge
… Jeorgakopulos/Moritz Heitmann/Thomas Schmidt) Weitere Informationen:http://www.monica-project.eu/www.riot-os.org Kontakt Fakultät Technik und Informatik Department Informatik Prof. Dr. Thomas Schmidt T. 040.428 75-8452http://inet.haw-hamburg.de/ Weitere Themen im HAW-Newsletter sind: - HAW Hamburg bei der 7. Nacht des Wissens mit über 100 kostenfreien Veranstaltungen - …
Bild: Neuer HAW Newsletter beschäftigt sich mit aktueller Google-Studie von Prof. Dirk Lewandowksi:Bild: Neuer HAW Newsletter beschäftigt sich mit aktueller Google-Studie von Prof. Dirk Lewandowksi:
Neuer HAW Newsletter beschäftigt sich mit aktueller Google-Studie von Prof. Dirk Lewandowksi:
… Suchergebnisseiten. Kontakt: Fakultät Design, Medien, Information (DMI) Department Information Prof. Dr. Dirk Lewandowski Experte für Suchmaschinen T +49.40.428 75-3621 dirk.lewandowski(@)haw-hamburg.de Weitere ausgewählte Themen im HAW-Newsletter Dez./Jan. 2017/18 sind: - Aktionstag Fliegen am 16. Februar - HAW-Chor präsentiert am 19. Januar argentinische …
Zufriedenheit im Studium und hervorragender Berufseinstieg für AbsolventInnen bayerischer HAW
Zufriedenheit im Studium und hervorragender Berufseinstieg für AbsolventInnen bayerischer HAW
Aktuelle Studienergebnisse des Bayerischen Staatsinstituts für Hochschulforschung und Hochschulplanung veröffentlicht --- Absolventinnen und Absolventen der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) starten sowohl nach dem Bachelor- als auch dem Masterabschluss mit höheren Einstiegsgehältern in ihr Berufsleben als ihre Kolleginnen und Kollegen von den Universitäten. Durchschnittlich 3.100 € Euro verdienen die HAW Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen zu Beginn ihrer Karriere (2.400 € Universität). 3.700 € sind es bei den…
Weitere Stärkung der Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
Weitere Stärkung der Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat heute mit der Änderung der entsprechenden Bund-Länder-Vereinbarung die Weichen gestellt für mehr Förderung von anwendungsorientierter Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW). Im Rahmen der bereits geltenden „Vereinbarung zwischen Bund und Ländern über die Förderung der anwendungsorientierten Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften“ stellt der Bund aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zusätzliche Mittel in Höhe von rund 61 Millionen Euro zu…
Bild: CCG Ringvorlesung: Gesund essen in BetriebenBild: CCG Ringvorlesung: Gesund essen in Betrieben
CCG Ringvorlesung: Gesund essen in Betrieben
Die CCG Ringvorlesung „Betriebliches Gesundheitsmanagement – Gesund essen“ im Wintersemester 2017/18 unter der Leitung von Prof. Dr. Flothow und Prof. Dr. Polenz vermittelt den hohen Stellenwert von Ernährungsbildung und gesundheitsförderlicher Verpflegung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). --- Ernährungsstudien weisen darauf hin, dass zu viel Fleisch und zu wenig Obst und Gemüse gegessen wird. Betriebe können bei der Gesundheitsförderung sowie der Ernährungsbildung eine wesentliche Rolle spielen. Die Ringvorlesung vermittelt Einb…
Bild: Thema im HAW Newsletter: Das erweiterte Pflegelabor der HAW HamburgBild: Thema im HAW Newsletter: Das erweiterte Pflegelabor der HAW Hamburg
Thema im HAW Newsletter: Das erweiterte Pflegelabor der HAW Hamburg
Das erweiterte Skills Lab verbessert Lehre und Forschung in den Studiengängen der Gesundheitsfachberufe. Damit nimmt die HAW Hamburg deutschlandweit einer Vorreiterrolle ein: Sie bietet Studierenden in Gesundheitsfachberufen eine optimale Lernumgebung. --- Was international zum Standard gehört – sich aber in Deutschland erst nach und nach durchsetzt – ist an der HAW Hamburg längst Realität: Das sogenannte "Skills Lab" im Department Pflege und Management. Nun wurde das Labor neu aufgebaut und erweitert. Handeln in Pflegesituationen kann gel…
Sie lesen gerade: HAW-Newsletter beschäftigt sich mit der Messung von eigenem Innovationsvermögen