(openPR) Wirtschaftsjunioren fordern größere Entlastung bei der Arbeitslosenversicherung/ German Drechsler: "Aus der Abwärts- in die Aufwärtsspirale gehen"
Berlin, 24. August 2006. "Jeden Cent, den wir durch konjunkturelle Entspannungen am Arbeitsmarkt einsparen, müssen wir für weitere Entspannungen und weiteres wirtschaftliches Wachstum nutzen. Nur so kommen wir aus der Abwärts- in die Aufwärtsspirale". Das sagte German Drechsler, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland, nach der heutigen Ankündigung von rund 9 Milliarden Euro Haushaltsüberschuss bei der Bundesagentur für Arbeit: "Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung muss definitiv um mindestens 2,5 Prozentpunkte gesenkt werden."
Der Spielraum, so Drechsler weiter, sei auch bei allen anderen Eckdaten vorhanden: "Die Konjunktur zieht weiter an, die Steuereinnahmen steigen, das Staatsdefizit fällt. Wenn dennoch die dreiprozentige Mehrwertsteuererhöhung kommen soll und die Bürger unter dem Strich weniger Geld zur Verfügung haben, müssen sie wenigstens ihres Jobs sicher sein oder neue Jobchancen erhalten. Nur dann kann auch die Binnennachfrage weiter Impulse setzen."
Per saldo gebe die Regierung bei der bisher geplanten Absenkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung um 2 Prozentpunkte und der Anhebung der Beiträge in der Renten- und Krankenversicherung um 0,4 und 0,5 Prozentpunkte ganze 1,1 Prozentpunkte der Mehrwertsteuererhöhung an die Bürger zurück. Weitere 0,5 Prozentpunkte aber seien nun mindestens drin: "Arbeit in Deutschland ist nach wie vor zu teuer. Je deutlicher wir ihren Preis jetzt senken, desto mehr Jobs kommen auf den Markt, die zusätzliches Geld in die Staatskassen und in die Sozialversicherungen spülen."
"Die Bevölkerungsbefragung 2006 der Wirtschaftsjunioren Deutschland hat gezeigt, dass die Bundesbürger optimistisch sind", so Drechsler abschließend: "weil sie trotz der anstehenden Mehrbelastungen auf Konjunktur und Jobsicherheit setzen. Diesem Optimismus müssen wir eine noch breitere Basis geben."
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