(openPR) Wer meint, dass seelisch Belastete unbedingt in die Hände von fachwissenschaftlich geschulten Psychoprofis gehören, hat noch kein Therapiecamp der Stiftung Auswege miterlebt. Bei der 27. Auflage dieser Heilwochen, Ende September in Oberkirch/ Schwarzwald, machten 17 von 18 Patienten Fortschritte wie zuvor seit Jahren und Jahrzehnten nicht. Ebenso erfolgreich war ein erstes „Themencamp“ im Juni 2016 verlaufen, bei dem ebenfalls psychiatrische Diagnosen im Vordergrund gestanden hatten. (http://www.stiftung-auswege.de/veranstaltungen/fruehere-camps.html)
316 Jahre: So lange hatten die 18 Teilnehmer, zwischen 21 und 77 Jahre alt, zusammengerechnet an ihren psychischen Belastungen gelitten – alle seit mindestens zwei Jahren, fünf schon seit mindestens drei Jahrzehnten. 40 verschiedene Diagnosen, die 70-mal vorlagen, brachten sie zu uns mit: am häufigsten Depressionen (11x), chronische Schmerzen (7x), Burn-out/Erschöpfung und Angstzustände (je 5x), Schlafstörungen und Asthma bronchiale (je 2x). Posttraumatische Belastungsstörungen, Autismus, Epilepsie, multiple Persönlichkeit und schizophrene Episoden lagen je einmal vor. Wie kann die Stiftung Auswege derart Betrof-fenen allen Ernstes in Aussicht stellen, dass sie binnen neun Camptagen Hilfe finden – dank eines 13-köpfigen Helferteams, dem kein einziger Facharzt für Psychiatrie, kein Diplom-Psychologe, kein Psychotherapeut mit Uniabschluss angehört, sondern „nur“ drei Heilpraktiker, sechs Geistheiler, zwei WasserShiatsu-Anwender, eine Pädagogin und eine Pflegekraft? Das keine Psychopharmaka einsetzt? Das in erster Linie Empathie, kommunikatives Geschick, Anteilnahme, Geduld, Lebenserfahrung, Intuition, Weisheit und Wertschätzung zu bieten hat, in Verbindung mit „unwissenschaftlichen“ Behandlungsangeboten wie Geistigem Heilen, Homöopathie, Akupunktur, energetische Massagen, systemischem Aufstellen, Meditation, kreativem Schreiben und spirituellem Coaching?
Während der sieben Behandlungstage fanden knapp 300 Beratungsgespräche und Heilsitzungen statt, im Schnitt 16 pro Patient. Wieviel konnten sie ausrichten? „Denk nicht, sondern schau“, mahnte der Philosoph Ludwig Wittgenstein alle Skeptizisten, die immer schon a priori zu wissen meinen, was unmöglich der Fall sein kann. Fakt ist, bestätigt durch eine abschließende Fragebogen-Erhebung und Auswertungen von Tagebuch-Einträgen: Aus-nahmslos jedem Patienten taten die neun Camptage gut. „Deutlich“ gebessert, vereinzelt sogar vollständig verschwunden waren am Ende: Angstzustände und Panikattacken, anhaltende Depressionen, chronische Erschöpfung und innere Unruhe, verringertes Selbstwertgefühl, Folgen eines schweren Missbrauchstraumas, Symptome einer Schizophrenie sowie von Autismus, epileptische Anfälle und chronische Schmerzen. Ebenfalls besserten sich, nach Angaben der Patienten, begleitende körperliche Beschwerden: von Herzrhythmusstörungen über Bluthochdruck, Atemnot und Gallensteinen bis hin zu einer Trigeminusneuralgie. Anders als bei früheren Camps verzichten wir diesmal darauf, in Details zu gehen – viele sind recht intim, kein Teilnehmer soll sich dadurch öffentlich bloßgestellt fühlen.
Die erlebten Veränderungen schätzte jeder Teilnehmer am letzten Behandlungstag auf elf-stufigen Skalen ein; sie reichten von -5 („viel schlechter geworden“) über Null („unverändert“) bis +5 („viel besser geworden“). Für das Allgemeinbefinden ergab sich ein Durchschnittswert von +3,9, für die körperliche Verfassung +3,2, für die psychische Verfassung +3,8.
Dass die meisten Campteilnehmer das "Auswege"-Helferteam am Ende mit anerkennenden Worten überschütten, ist es gewohnt. Aber selten fiel das Lob so einstimmig, so überschwänglich aus. „Ich habe mich hier von der ersten Minute an wohl gefühlt und gut aufgehoben“, schrieb eine 39-jährige schwerst Traumatisierte. „Alle Therapeuten haben mir so viel Heilung, Schutz, Vertrauen und Liebe geschenkt.“ Für eine 63-jährige Teilnehmerin, die unter Depressionen und einer Polyneuropathie gelitten hatte, „strahlen alle Therapeuten, ohne Ausnahme, eine Herzenswärme aus, ich konnte mich allen anvertrauen.“ Wie eine 44-jährige Burn-out-Patientin betonte, „haben die Leute im Team eine perfekte Synergie ergeben. Es war ein sehr harmonisches Miteinander. Man fühlt sich gleich angekommen, wie in einer Familie. Jeder kann sein, wie er möchte.“ Eine 49-jährige, die seit über zwanzig Jahren unter Depressionen leidet, unterstrich: „Alle gehen so achtsam miteinander um, es ist eine tolle Schwingung hier. Ich bewundere das.“ Eine 51-jährige, die Angstzustände und ein Burn-out gequält hatten, notierte abschließend in ihrem Patienten-Fragebogen: „Was hier im Camp passiert, kann man niemandem erklären, der es nicht selbst erlebt hat! Unbeschreiblich!!!“ (Mit drei Ausrufezeichen.) „Alle Heiler sind der Traum und alles fließt so ineinander. Das ist nicht mehr zu toppen! Ich gehe erfüllt von Demut und Dankbarkeit, dass ich so etwas Himmlisches erleben durfte.“ Ihr vier Jahre älterer Lebensgefährte, den chronische innere Unruhe geplagt hatte, begegnete im Camp „einer Einheit, jeder ist Teil des Ganzen. Es war wunderschön, das Gefühl ist unbeschreiblich. Wer es nicht erlebt, kann es sich nicht im entferntesten vorstellen. Voller Energie, innerer Ruhe und in einem Glücksgefühl der Liebe werde ich in die Zukunft gehen.“ Für eine 53-jährige Depressive erfüllte sich eine lange zurückliegende Weissagung: „Vor 15 Jahren sagten mir in Kalifornien tibetische Mönche bei einer astrologischen Lesung voraus: Mit 53 Jahren werde ich etwas Einschneidendes erleben, was meine Verbindung mit dem Göttlichen, meine Lebendigkeit wiederherstellt. Das haben sie gemeint! Endlich Heilung! Endlich Werkzeuge! Was für ein tolles Geschenk, dieses besondere Camp. Es hat mir sooo sehr geholfen!!!“
Statistisch schlug sich so viel Lob in imposanten Fragebogen-Daten nieder. Unter anderem baten wir die Patienten darum, die Persönlichkeit jedes aufgesuchten Camptherapeuten unter sechs Gesichtspunkten einzuschätzen: Wirkte er auf sie kompetent? Vertrauenserweckend? Überzeugend? Bescheiden? Unaufdringlich? Einfühlsam? 16 der 18 Teilnehmer kreuzten für jeden Therapeuten in jeder Hinsicht ein „Ja“ an. Ferner bewerteten sie, mit Noten von 1 („hervorragend“) bis 6 („völlig unfähig bzw. abstoßend“), die therapeutischen Fähigkeiten der Helfer, wie auch deren Verhalten den Hilfesuchenden gegenüber. Die Durchschnittsnoten lagen bei überragenden 1,2 bzw. 1,1. Alle Teilnehmer würden ausnahmslos jeden „Auswege“-Therapeuten weiterempfehlen, dem sie sich in Oberkirch anvertraut hatten; nur vier Patienten täten dies „mit Einschränkungen“ bei einem bestimmten Teammitglied – in der Regel einem, das sie mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert hatte. Wer kennt eine psychiatrische Einrichtung, deren Patienten sich nach der ersten dort stationär verbrachten Woche auch nur annähernd so zufrieden äußern?
Wie viel ihnen die Heilwoche im Schwarzwald gab, verglichen mehrere Patienten damit, was ihnen zuvor konventionelle Praxen und Kliniken geboten hatten. Dieses Camp sei „das beste Therapieangebot, das ich je erlebt habe“, schwärmte eine 48-jährige Teilnehmerin, die mit schweren Depressionen, Erschöpfungszuständen und unentwegten Schmerzen zu uns gekommen war. „In keiner Therapie oder Reha spürte ich jemals solche Wärme und Liebe. Die Herzlichkeit und das Einfühlungsvermögen jedes einzelnen Therapeuten empfand ich als ganz herausragend. Hier wurde nicht nur mit großer Kompetenz geheilt, sondern auch mit Herz!“ Die älteste Teilnehmerin (75) bekannte abschließend: „Ich habe in meinem Leben schon manche Psycho-Kur mitgemacht – aber das hier ist die Krönung! Das Zusammenspiel von vielen wunderbaren Kräften begleitete uns auf allen Ebenen. Manchmal dachte ich, ich sei im Paradies auf Erden gelandet. Überall spürte ich Ruhe, Nähe, Offenheit, Ehrlichkeit. Und vor allem Liebe. In mir ist tiefe Dankbarkeit, so etwas erlebt zu haben.“
Dabei waren es keineswegs nur die sogenannten „Heiler“, die da heilten. Zum Erfolg trugen sämtliche Anwesenden bei, auch die 18 Patienten – durch ihre Offenheit, ihr Vertrauen, ihr aktives Mitwirken, ihren vorbildlichen, bewegend mitmenschlichen Umgang miteinander. Was „Auswege“-Camps von psychiatrischen Kliniken unterscheidet, ist nicht bloß ein ungewöhnliches Behandlungsangebot – sondern eine lebendige, hierarchiefreie therapeutische Gemeinschaft, die zutiefst bewegt, befriedigt und erfüllt. Nicht nur in Partnerschaften, Familien und Freundschaften, auch beim Helfen und Heilen gilt Victor Hugos kluger Satz: „Das größte Glück besteht in der Überzeugung, geliebt zu werden.“ Aber auch die idyllische Umgebung, mitten im Wald in völliger Abgeschiedenheit und Ruhe, wirkte zweifellos heilsam – ihr gaben die Teilnehmer die Durchschnittsnote 1,4. (Das komplexe Erfolgsrezept der „Auswege“-Camps, das aus mindestens einem Dutzend Zutaten besteht, erläutert der Stiftungsgründer Dr. Harald Wiesendanger in der Broschüre „Heilzauber oder was?“. (http://supr.com/stiftung-auswege-shop/category/broschueren)
Die Erfolgsbilanz solcher Psycho-Camps setzt ein dickes Fragezeichen hinter die ausufernde Professionalisierung seelischen Beistands. Wenn fachfremde Laienhelfer, sorgsam ausgewählt, selbst bei schweren psychiatrischen Fällen binnen einer Woche mehr erreichen als Ärzte und studierte Psychologen vor ihnen, so muss die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen auf Fähigkeiten beruhen, die nicht erst Universitäten vermitteln. Dieses Phänomen ergründet Band 3 unserer neuen Schriftenreihe „Psycholügen“: „Seelentief – ein Fall für Profis?“. (http://supr.com/stiftung-auswege-shop/category/buecher)











