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Welche Prinzipien organisieren das lebenslange Wachstum von Neuronen?

06.10.201715:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Magdeburger Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sind an einem Forschungsprojekt, REBIRTHT4S, beteiligt, das soeben für die Endrunde der „Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder“ nominiert wurde.

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Der interdisziplinäre Forschungsverbund REBIRTH wird bereits seit 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert. Für einen Neuantrag wurde jetzt ein Konzept für den Forschungsverbund für regenerative Wissenschaften, Medizin und Technologie REBIRTHT4S eingereicht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover und der Leibniz-Universität Hannover wollen gemeinsam mit Magdeburger Hirnforschern ein breites Spektrum an therapeutischen Konzepten und Technologien entwickeln, um die Entstehung und Ausbreitung von Volkskrankheiten zu verstehen. Dabei geht es vor allem um Therapiemethoden und Erkenntnisse zu Krankheitsmechanismen für Blut, Leber, Lunge und Herz und Stammzellbiologie.



Die an dem Neuantrag beteiligten Magdeburger Neurowissenschaftler untersuchen gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus Niedersachsen den Zusammenhang von Plastizität im Gehirn und der Gesundheit anderer Organsysteme wie Herzkreislauf, Lunge, Leber und Blut. Plastizität meint die Eigenart von Synapsen, Nervenzellen oder auch ganzen Hirnarealen, sich zwecks einer Optimierung laufender Prozesse in ihrer Anatomie und Funktion zu verändern. Ziel ist es, herauszufinden, welche organübergreifenden Prinzipien das lebenslange Wachstum von Neuronen und Gefäßen regulieren.

Der Forschungsstandort Magdeburg ist in der bildgebenden Vermessung derartiger Wachstumsvorgänge beim Menschen international führend. Die Forscher erhoffen sich durch die gemeinsame Forschung in REBIRTHT4S insbesondere neue Erkenntnisse für die Prävention und Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen.

„Wir sind sehr stolz, dass unser neurowissenschaftlicher Standort Magdeburg bei diesem seit Jahren erfolgreich agierenden Projekt der Exzellenzinitiative vertreten ist“, betont der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan.
Der Forschungsverbund REBIRTH erhielt in der ersten Förderperiode 2006 bis 2011 32 Millionen Euro, in der zweiten rund 28 Millionen Euro. In dieser Zeit konnten die Forscher 88 Patente anmelden, 15 Erfindungen lizensieren und sieben Start-up-Unternehmen gründen. In dem angegliederten Doktorandenprogramm „Regenerative Sciences“ wurden über 100 Nachwuchsforscher ausgebildet und zahlreiche, weltweit beachtete Studien publiziert.
Mehr Informationen unter http://www.rebirth-hannover.de

In der „Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder“ zur weiteren Stärkung der Spitzenforschung an den Hochschulen in Deutschland sind vor wenigen Tagen die ersten Entscheidungen gefallen. Das auf Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates (WR) von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) berufene internationale Expertengremium hat auf seiner Sitzung am 27. und 28. September 2017 in Bonn in der Förderlinie Exzellenzcluster insgesamt 88 Projekte für die Endrunde bestimmt. Sie wurden aus insgesamt 195 Antragsskizzen ausgewählt, die bis Anfang April dieses Jahres von 63 Hochschulen bei der DFG – die gemäß der Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern den Wettbewerb in der Förderlinie Exzellenzcluster durchführt – eingereicht und in den vergangenen Monaten in 21 international besetzten Panels nach wissenschaftlichen Qualitätskriterien begutachtet worden waren.
Mehr Informationen unter http://www.dfg.de/foerderung/exzellenzstrategie

Kontakt für die Medien:
Prof. Dr. med. Emrah Düzel, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Medizinische Fakultät / Universitätsklinikum A.ö.R., Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung, Tel.: 0391 67-25050, E-Mail: E-Mail

Weitere Informationen:
- http://www.rebirth-hannover.de
- http://www.dfg.de/foerderung/exzellenzstrategie

Quelle: idw

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