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DFG richtet zwei neue Senatskommissionen ein

27.09.201712:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Ständige Senatskommission für Grundsatzfragen der biologischen Vielfalt und Senatskommission für Erdsystemforschung / Zentrale Aufgabe der Kommissionen ist Politikberatung

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Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat in seiner Herbstsitzung die Einrichtung von zwei neuen Senatskommissionen beschlossen: Die Ständige Senatskommission für Grundsatzfragen der biologischen Vielfalt soll aktuelle rechtliche und politische Entwicklungen fachlich begleiten und die Interessen der Grundlagenforschung vertreten. Die Senatskommission für Erdsystemforschung beschäftigt sich mit fachlichen Belangen der Forschung der Erdoberfläche, des Erdinnern, des Wassers und der Luft. Sie ist zunächst auf eine Mandatsperiode von sechs Jahren befristet.



Die Beratung von Parlamenten und im öffentlichen Interesse tätigen Einrichtungen in wissenschaftlichen Fragen gehört zu den satzungsgemäßen Aufgaben der DFG. Innerhalb der DFG wird diese Aufgabe durch den Senat und die von ihm hierfür eingesetzten Senatskommissionen wahrgenommen. Sie erstellen nach wissenschaftlichen Maßstäben Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen mit Forschungsbezug, wobei die Ständigen Senatskommissionen mit einem längerfristig angelegten Arbeitsauftrag ausgestattet sind und sich um Themen kümmern, die weit über die Fächergrenzen in die Gesellschaft hineinreichen. Zurzeit unterhält die DFG insgesamt zwei Senatskommissionen sowie sieben Ständige Senatskommissionen.

„Der große Verlust der biologischen Vielfalt und dessen weitreichende Konsequenzen für Mensch und Umwelt rücken zunehmend in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung und der Politik“, sagt Prof. Dr. Markus Fischer von der Universität Bern, der die Kommission für Grundsatzfragen der biologischen Vielfalt leiten wird. Gesellschaftliche und politische Debatten rund um den Schutz der biologischen Vielfalt, etwa zur Auswirkung und Nutzung neuer Technologien oder Methoden, zögen fortwährend Gesetzgebungs- und Regelungsverfahren auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene nach sich. „Die vorbereitende Diskussion und Umsetzung solcher Regelungen in Deutschland und ihre unmittelbaren Auswirkungen auf die Grundlagenforschung sollen von der Senatskommission eng begleitet werden“, so Fischer.

Die Ständige Senatskommission für Grundsatzfragen der biologischen Vielfalt arbeitet dabei als unabhängiges interdisziplinäres Expertenforum und bereitet kontinuierlich neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen und politischen Bedeutung auf. Zudem berät die Kommission die Gremien der DFG, die Politik und die Gesellschaft in Bezug auf kontrovers diskutierte Themen der biologischen Vielfalt und erarbeitet im Auftrag der DFG Positionspapiere. Die Ständige Senatskommission für Grundsatzfragen der biologischen Vielfalt wird Anfang 2018 mit 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ihre Arbeit aufnehmen.

Die ebenfalls neu eingerichtete Senatskommission für Erdsystemforschung wird noch in diesem Jahr mit der Arbeit beginnen. Die 17 der Kommission angehörenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen die Gremien der DFG in allen Fragen der disziplinenübergreifenden Erdsystemforschung beraten, zum Beispiel bei Themen wie der Erdsystemmodellierung oder dem Umgang mit großen, heterogenen Datenmengen. Darüber hinaus sollen sie die DFG-Gremien im Hinblick auf die für die Erdsystemforschung erforderlichen Forschungsinfrastrukturen beraten: Dies umfasst etwa die Modernisierung der Forschungsschiffe und -flugzeuge sowie ihre kontinuierliche Anpassung an die wissenschaftlichen Erfordernisse der Community.

„Das System Erde zeichnet sich durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Komponenten aus und verändert sich durch verschiedene Prozesse – beispielsweise Erosionen, Vulkanismus oder Erdbeben“, sagt Prof. Dr. Monika Sester von der Leibniz Universität Hannover, die der Kommission vorsitzen wird. Gleichzeitig beeinflusse auch der Mensch seine Umwelt mit weitreichenden Folgen. „Um eine nachhaltige Entwicklung zu befördern, ist deshalb ein besseres Verständnis des Erdsystems unumgänglich. Nur so können die großen Probleme der Menschheit wie Klimawandel, Energie- und Ressourcensicherung untersucht und erforscht werden“, erklärt Sester. Ziel der Kommission sei es, eine Bündelung der in vielen verschiedenen Fachgebieten angesiedelten erdwissenschaftlichen Forschung hin zu einer ganzheitlichen Erdsystemforschung zu erreichen.

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2109, E-Mail

Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle
für die Ständige Senatskommission für Grundsatzfragen der biologischen Vielfalt:
Dr. Meike Teschke, Tel. +49 228 885-2336, E-Mail

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle
für die Senatskommission für Erdsystemforschung:
Dr. Harald Leisch, Tel. +49 228 885-2862, E-Mail

Mehr zum DFG-Senat und den von ihm eingerichteten Senatskommissionen unter:
www.dfg.de/senat

Quelle: idw

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