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DFG trauert um Matthias Koenig

16.01.202610:22 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: DFG trauert um Matthias Koenig

(openPR) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) trauert um Professor Dr. Matthias Koenig. Der Heidelberger Makrosoziologe war bis Ende Dezember 2025 Vizepräsident der DFG und ist am 12. Januar im Alter von 54 Jahren gestorben.

„Erst vor wenigen Tagen haben wir Matthias Koenig aus unserem Präsidium verabschieden müssen, aus dem er nach einer ebenso erfüllten wie erfolgreichen ersten Amtszeit auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist. Sein allzu früher Tod erfüllt uns nun mit umso größerer Trauer und mit Schmerz, auch wenn wir um seine schwere Krankheit wussten“, sagte dazu in Bonn die Präsidentin der DFG, Professorin Dr. Katja Becker.

Matthias Koenig, Lehrstuhlinhaber für Empirische Makrosoziologie am Max-Weber-Institut der Universität Heidelberg, war im Juli 2021 von der Mitgliederversammlung in das Präsidium der DFG gewählt worden. Zuvor hatte er für seine wissenschaftliche Arbeit eine Reihe von DFG-Förderungen für Forschungsprojekte zu Fragen von Migration und Integration sowie zu interreligiösen Beziehungen erhalten und sich seit 2017 im Auswahlausschuss für den Heinz Maier-Leibnitz-Preis auch bereits in der wissenschaftlichen Selbstverwaltung engagiert.

Als Vizepräsident der DFG brachte sich Koenig in besonderer Weise in die europäische Wissenschaftspolitik ein, die er vor allem als Mitglied im Governing Board von Science Europe im Sinne einer freien und erkenntnisgeleiteten Forschung mitgestaltete. So setzte er sich etwa für die Verbesserung der Forschungsbewertung im europäischen Rahmen ein, insbesondere in der Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA), deren erstem Steering Board er ebenfalls angehörte. Zudem knüpfte Koenig für die DFG enge Beziehungen zu den Ländern in Subsahara-Afrika und führte auch vor Ort zahlreiche Gespräche mit den Repräsentant*innen von Partnerorganisationen insbesondere der frankofonen Staaten Afrikas.

„Matthias Koenig war ein überaus kluger und feiner Mensch, der mit leiser und liebenswürdiger Art überzeugen konnte und der als herausragender Wissenschaftler und akademischer Mentor auch durch die Gabe des Zuhörens beeindruckte“, so DFG-Präsidentin Becker. „Er hat sich in nur kurzer Zeit sehr verdient gemacht um die DFG, um die Wissenschaft in Deutschland und um das Miteinander mit unseren Partner*innen in Europa und Afrika und wird allen sehr fehlen, die ihn kennenlernen und mit ihm zusammenarbeiten durften. Unser großes Mitgefühl gilt seiner Familie. Sein Andenken werden wir in Ehren halten.“

Medienkontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2109, E-Mail

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