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Neue Studie zum Stand der Digitalisierung in Chemie und Pharma in Baden-Württemberg

15.09.201711:02 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) „Erfreuliches Ergebnis, dass 90 Prozent der Befragten die Veränderungen am Arbeitsplatz durch die Digitalisierung als Chance sehen“, so Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute in Stuttgart anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Digitalisierung und Arbeitswelt in Chemie und Pharma Baden-Württemberg“.



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„Die Digitalisierung wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus und verändert neben der Produktion auch den Konsum und die Arbeitswelt grundlegend. Diese Entwicklung stellt unsere Unternehmen branchenübergreifend vor große Herausforderungen. Zugleich bietet sie aber auch enorme Chancen für die Gestaltung der Arbeitsprozesse, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und die Erschließung von Märkten. Eine neue Studie beleuchtet beispielhaft für die hochinnovativen Branchen Chemie und Pharma nicht nur die Chancen, sondern auch mögliche Risiken und Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Dabei freut es mich insbesondere, dass die Unternehmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dem Thema Digitalisierung und Vernetzung gegenüber sehr positiv eingestellt sind: 90 Prozent sehen die Veränderungen am Arbeitsplatz durch die Digitalisierung als Chance“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute in Stuttgart anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Digitalisierung und Arbeitswelt in Chemie und Pharma Baden-Württemberg“.

Die vom Ministerium, dem Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e. V. und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Landesbezirk Baden-Württemberg geförderte Studie wurde vom Fraunhofer IAO erstellt.

Die Chemie- und Pharmabranche in Baden-Württemberg will demnach künftig mehr in die Digitalisierung investieren: Der gemittelte Digitalisierungsgrad über alle Unternehmensbereiche soll von aktuell 11 Prozent auf zukünftig 47 Prozent ansteigen. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass sich diese Investitionen auch direkt auf die Arbeitswelt der Mitarbeiter auswirken.

„Der Ruf der Chemie- und Pharmabranche, mit dem Thema Digitalisierung sehr zurückhaltend umzugehen, hat sich für den Standort Baden-Württemberg nur zum Teil bestätigt. Ein bereits vorhandenes hohes Niveau im Bereich der lokalen Anlagen- und Prozessdaten sowie ein gutes Automatisierungsniveau ist eine gute Ausgangssituation für die Digitalisierung der Branche, die in den kommenden Jahren verstärkt darin investieren will“, erläuterte der Mitautor der Studie, Peter Rally vom Fraunhofer IAO.

Die Online-Befragungen von Führungskräften und Beschäftigten der Branche im Rahmen der Studie zeigen, dass sowohl Chancen als auch Risiken in der Digitalisierung gesehen werden, wobei die Chancen aus Sicht beider Seiten bei weitem überwiegen. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, die vorhandenen Daten zu vernetzen und diese unternehmensweit und -übergreifend zu nutzen.

Automatisierung hat Vorrang unter den Befragten
Großes Potenzial durch Digitalisierung und Vernetzung sehen die meisten befragten Unternehmen in der Automatisierung von Anlagen sowie von Information, Kommunikation und Dokumentation. Die Automatisierung wird daher von den meisten Unternehmen auch verstärkt für die Zukunft geplant. Das Thema Digitalisierung wird jedoch nicht nur an Anlagen- und Prozessdaten festgemacht, sondern auch an einer weitgehend transparenten und unternehmensübergreifenden Logistik sowie an Produkten und Geschäftsmodellen mit digitaler Wertschöpfung. Hier sind laut der Studie vor allem die großen Unternehmen auf einem guten Weg.

Verbesserungen am Arbeitsplatz durch Digitalisierung
Aus Sicht der Befragten wird die Zunahme an zeitlich flexiblem und mobilem Arbeiten bzw. das Arbeiten an unterschiedlichen Orten die Arbeitsorganisation deutlich verändern, da Teams oft nicht mehr die räumliche und zeitliche Bindung wie in der Vergangenheit haben. Sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeitenden befürworten für die Zukunft eine weitere Flexibilisierung von Arbeitszeit sowie eine weitere Mobilisierung des Arbeitsorts, allerdings mit unterschiedlichen Ausprägungen. Zum Beispiel haben die Beschäftigten die Erwartungen, dass sich mit Zunahme der digitalen Technik auch das Berufs- und Privatleben zukünftig besser vereinbaren lässt. Die oberen Führungskräfte sehen zukünftig auch einen stärkeren Flexibilitätsbedarf, der entsprechend den Bedürfnissen des Unternehmens, dazu beitragen soll im globalen Markt erfolgreich zu agieren.
Die Herausforderungen bestehen darin, beide Bedarfe im Rahmen geltender Regelungen in Einklang zu bringen.

„Um die Chancen der Digitalisierung für die baden-württembergische Wirtschaft zu erschließen, habe ich gemeinsam mit über 20 Partnerorganisationen aus Unternehmen, Kammern und Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik die Initiative Wirtschaft 4.0 ins Leben gerufen“, so Hoffmeister-Kraut. Die Initiative ziele darauf auf, die Unternehmen im Land und ihre Beschäftigten branchenübergreifend bei der Digitalisierung zu unterstützen und den deutschen Südwesten als internationalen Premiumstandort für die digitalisierte Wirtschaft noch sichtbarer zu machen. Insbesondere der Mittelstand solle noch stärker beim Einstieg in das Thema Wirtschaft 4.0 und bei dessen Umsetzung gefördert werden, um seine Stellung als wichtiger Wirtschaftsfaktor und größter Arbeitgeber im Land auch in Zukunft zu sichern.

Weitere Informationen:
- http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-456066.html
- https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen/

Quelle: idw

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