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Chemie ist mehr als Forschung!

05.09.201715:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Mit dem Wissenschaftsforum Chemie (WiFo) feiert die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Chemikerinnen und Chemiker aus aller Welt, vom Doktoranden bis zum Nobelpreisträger, tauschen sich bei dieser Gelegenheit über ihre Forschung aus.



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Doch das Wissenschaftsforum hat auch andere Zielgruppen im Blick; Schüler ebenso wie Existenzgründer, Wirtschaftsvertreter, Investoren oder Politiker: Mit zahlreichen Sonderveranstaltungen spricht die GDCh sie am 11. und 12. September 2017 in Berlin-Dahlem an. Das Themenspektrum reicht dabei vom Science Slam zur Chemie über den Experimentiertag für Schüler bis zum Innovationsmarathon für Wirtschaft, Politik und Start-up-Unternehmer, zu dem auch Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries ihr Kommen zugesagt hat.

„Wissenschaftliche Erkenntnisse auszutauschen ist natürlich der Hauptgrund, warum Chemikerinnen und Chemiker zum Wissenschaftsforum Chemie nach Berlin kommen“, sagt die Präsidentin der GDCh, Prof. Dr. Thisbe K. Lindhorst: „Aber Chemie hat weit über die reine Forschung hinaus enge Verzahnungen mit der Gesellschaft. Das gilt für die schulische Bildung ebenso wie für den Arbeitsmarkt und die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Mit den Sonderveranstaltungen zum WiFo wollen wir diese Tatsache einem großen Publikum nahebringen.“

Als Koordinator der Entrepreneurship Education sensibilisiert und qualifiziert Prof. Dr. Hannes Rothe Studierende und Forschende an der Freien Universität Berlin für das Thema Unternehmensgründung. Er organisiert im Rahmen des WiFo ein neues Veranstaltungsformat: den „Innovationsmarathon: Chemiewende“. Von Dienstagmorgen, 12.9., 10:30 Uhr, bis Mittwochmittag werden Forschende aus der Chemie, Vertreter aus der Industrie, dem Fi-nanzsektor und der Politik zusammenkommen, um Ideen für eine „neue Gründerzeit in der Chemie“ zu entwickeln, wie Rothe sagt: „In der Chemie findet gerade ein Umdenken statt. Früher wurde nur über ein neues Produkt oder Verfahren und dessen Marktchancen nachgedacht. Heute haben Forscher, Entwickler, Finanziers und Vermarkter den ganzen Produktlebenszyklus im Blick – von der Herstellung bis zur Entsorgung. Wir sprechen dabei von grüner Chemie.“

Diese grüne Chemie bietet neue Sichtweisen und damit Innovationspotenziale und wirtschaftliche Chancen, ergänzt Rothe: „Mit unserem Innovationsmarathon wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass die Potenziale, die in der grünen Chemie stecken, Wirklichkeit werden, Unternehmensgründungen begünstigen und zu neuen Arbeitsplätzen führen.“

Damit dies gelingt, bietet die Veranstaltung Impulsvorträge, 24-stündige Teamarbeitsphasen im Innovationsmarathon und einen Wettbewerb, bei dem die besten Ideen prämiert werden. „Das Interesse an unserem Marathon ist gro?, berichtet Rothe: „Es haben sich Wirtschaftsvertreter aus obersten Leitungsebenen ebenso angemeldet wie Finanziers von Unternehmensgründungen, so genannte Venture Capitalists, oder Gründungswillige.“ Dass die Chemiewende auch politisch auf großes Interesse stößt, zeigt die Teilnahme von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, die der Jury des Innovationswettbewerbs angehört und von Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im BMBF, der an der Podiumsdiskussion zur Eröffnung des Innovationsmarathons teilnehmen wird.

Damit Chemie gesellschaftlich getragen wird und Menschen sich für dieses Fach in der Schule und in der Universität begeistern, muss man jedoch auch woanders als in der Wirtschaft ansetzen – in der Schule. Eine ganze Reihe von Veranstaltungen des WiFo ist deshalb für Schülerinnen und Schüler konzipiert. Am Schülertag können sie unter Anleitung von Studierenden der Chemie selbst experimentieren. Sie können sich in der Experimentalvorlesung „Lauter, heller, heißer“ von den spektakulären Aspekten der Chemie begeistern lassen. Oder im Science Slam erfahren, wie man trockene Wissenschaft packend und mitreißend vorträgt.

Das vollständige Programm der Sonderveranstaltungen beim Wissenschaftsforum Chemie finden Sie unter .

Vertreter der Medien sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen. Um Anmeldung () wird gebeten.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

Weitere Informationen:
- http://www.gdch.de
- http://www.wifo2017.de
- https://www.wifo2017.de/tms/frontend/index.cfm?l=7210&sp_id=1&selMicrosite=11829
- https://se.myconvento.com/public/event_register/do_register/1829002

Quelle: idw

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