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"Meilensteine und Perspektiven der wissensbasierten Wirtschaft"

14.08.201711:01 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Wissensökonomie im Fokus: Am 14. und 15. September 2017 findet an der TU Chemnitz gemeinsame Tagung mit dem Fraunhofer-Institut für Internationales Management und Wissensökonomie IMW Leipzig statt

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Die Technische Universität Chemnitz lädt am 14. und 15. September 2017 in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Internationales Management und Wissensökonomie IMW Leipzig zur Tagung „Meilensteine und Perspektiven der wissensbasierten Wirtschaft“ an die Technische Universität Chemnitz ein. Im Mittelpunkt der Tagung steht die „Wissensökonomie“ und die wissensbasierte Wirtschaft – Begriffe, die zunächst schnell erfasst und durchdrungen scheinen, sich jedoch der eingehenden Analyse und wissenschaftlich fundierten Betrachtung bislang entziehen. Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Geisteswissenschaftler/innen, Soziolog/innen und Politolog/innen und weitere interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Angehörige universitärer und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und Studierende sind eingeladen, an der Tagung teilzunehmen.



Die „wissensbasierte Wirtschaft“ kann als Ziel der meisten Volkswirtschaften dieser Welt bezeichnet werden. Gerade in Europa handelt es sich dabei um den größten Hoffnungsträger der Ökonomie. Spätestens seit der wirtschaftlichen Schwäche des Euro-Raums, die sich – jedenfalls im Moment – selbst durch einen historisch günstigen Leitzins nicht beheben lässt, wird regelmäßig argumentiert, dass Bildung und eine auf ihr beruhende Wirtschaft zu den wesentlichen Ressourcen Europas zählt. An der Feststellung, dass Volkswirtschaften langfristig nur bestehen, wenn sie sich der Herausforderung der steigenden Bedeutung von Wissensarbeit und in deren Folge wissensbasierter Produktion stellen, gibt es keinen Zweifel.

Bislang untersuchen sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Forschungsprojekte neben neuen Formen der Arbeit beispielsweise mikroökonomische Implikationen der „wissensbasierten Wirtschaft“ oder die Rolle der Unternehmerinnen und Unternehmer beim Transfer von Wissen. In der Forschung hat sich dadurch ein diffuser Begriff entwickelt, der die Frage, welches die wesentlichen Merkmale einer wissensbasierten Wirtschaft denn nun überhaupt sind, unbeantwortet lässt. Wörter wie „Wissensgesellschaft“, „Dienstleistungsgesellschaft“, „post-industrielle Gesellschaft“ erhalten Konkurrenz und werden erweitert durch Begriffe wie „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“. Es fehlen die wissenschaftliche Einordnung und methodische Verknüpfung der einzelnen Bausteine und Erkenntnisse.

Ziel der Forschungstagung in Chemnitz ist es, gemeinsam Schritte in diese Richtung zu gehen. IMW-Institutsleiter Prof. Thorsten Posselt unterstreicht: „Die Perspektive, die Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieurwissenschaftler auf Forschungsfragen entwickelt haben, reichen nicht aus, um eine komplexe Frage wie die der Wissensökonomie zu beantworten. In interdisziplinären Teams können Individuen und ihre Ideen besser gedeihen. Wir schaffen mit unserer Perspektive der angewandten Forschung und mit unserer Beteiligung an der Tagung den Innovationsraum dafür, dass sich Forscherinnen und Forscher interdisziplinär einbringen können.“

Dr. Yaman Kouli, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der TU Chemnitz, betont die gesellschaftliche Verantwortung der Fachdisziplinen: „Obwohl es sich bei der wissensbasierten Wirtschaft und dem Wandel der Industrie um eine der zentralen Diskussionspunkte der Gegenwart handelt, sind die Sozialwissenschaften und auch die Wirtschaftshistoriker wenig an der öffentlichen Debatte beteiligt. Um zu verstehen, ob es sich bei den jüngsten Trends wie der Digitalisierung um tiefgreifende Revolutionen oder nur um eine Fortsetzung alter Entwicklungen handelt, ist ihr Engagement jedoch unerlässlich.“

Prof. Dr. Peter Pawlowsky, Inhaber der Professur BWL VI - Personalwesen und Führungslehre der TU Chemnitz, interessiert sich vor allem für den Faktoreinsatz und damit für die Konsequenzen für das Personalmanagement: "Das Wissen der Mitarbeiter besitzt das Unternehmen nicht und kann auch nicht beliebig darüber verfügen. Das bedeutet auch, dass Unternehmen den zentralen Produktionsfaktor der Wertschöpfung – das Wissen und Know-how anderer – nicht mehr als Eigentum beanspruchen können, sondern nur noch eingeschränkt darüber verfügen können. Dies ist historisch eine neue Konstellation, da bislang im prototypischen industriellen Betrieb Unternehmenseigner auch Eigner der wesentlichen Produktionsfaktoren waren und Arbeitskraft nur eine indirekte Katalysatorfunktion hatte. Nunmehr wird der Faktoreinsatz ganz wesentlich durch indirekte Verfügungsrechte, Personalarbeit und durch strukturelle und personelle Führung bestimmt."

Zu der Veranstaltung in Chemnitz sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ifo-Instituts München, des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Umformtechnik und weiterer Forschungseinrichtungen eingeladen worden, Tagungsbeiträge zur wissensbasierten Wirtschaft zur Diskussion zu stellen. Die Veröffentlichung der Beiträge ist in einem Tagungsband vorgesehen.

Weitere Informationen: http://www.hsozkult.de/event/id/termine-33927

Kontakt: Dr. Yaman Kouli, Telefon 0371 531-39493, E-Mail E-Mail

Quelle: idw

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