(openPR) In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagausgabe) hat der Literaturnobelpreisträger Günter Grass zugegeben, daß er Mitglied der Waffen-SS war. Bislang hieß es in den Biographien des 1927 geborenen Schriftstellers, er sei 1944 als Flakhelfer eingezogen worden und habe dann als Soldat gedient. Unter dem Titel "Beim Häuten der Zwiebel" erscheint im September im Steidl-Verlag ein Erinnerungsbuch, in dem der Literaturnobelpreisträger seine Kindheit in Danzig, Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft sowie seine Anfänge als Künstler im Nachkriegsdeutschland schildert. Darin berichtet Grass, er habe sich mit fünfzehn Jahren freiwillig zur U-Boot-Truppe gemeldet, die aber niemanden mehr genommen habe. So sei er als Siebzehnjähriger aus dem Reichsarbeitsdienst nach Dresden zur Waffen-SS einberufen worden. Er dienste in der zehnten SS-Panzerdivision "Frundsberg".
In dem Interview im Feuilleton der F.A.Z. berichtet Grass auch über seine Bekanntschaft mit dem heutigen Papst, der wie Grass als Kriegsgefangener im bayerischen Bad Aibling interniert war.
Am Samstag kommender Woche, dem 19. August, erscheint in der F.A.Z. eine achtseitige Sonderbeilage mit Auszügen aus den Erinnerungen mit Zeichnungen des Autors.
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