(openPR) Heidelberg/Saarbrücken 16.06.2017. Am 27./28. Mai 2017 pilgerten rund 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland zum diesjährigen Saarcamp an die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) nach Saarbrücken. Bei bestem Campwetter startete das Barcamp mit dem Thema „Digitale Gesellschaft“ zunächst mit einem leckeren Frühstück. In unkonventioneller, angenehmer Atmosphäre begann ab 10 Uhr die „Sessionplanung“.
Dies ist das Highlight eines offenen Barcamps, auch liebevoll Unkonferenz genannt. Denn jeder, der möchte darf zu einem Thema einen Vortrag halten oder zu einer Diskussion anregen. So gab es von Twitter über Backpacking bis hin zu neurobiologischen Forschungen und Clickbaiting ein bunt gemischtes Angebot an Vorträgen und offenen Diskussion.
Rechtsanwältin Maria Dimartino sprach in ihrer Session zum Thema Arbeitsrecht und Socialmedia über Fallen für Arbeitnehmer in der digitalen Welt. Bei Facebook, Twitter & Co. Sei nämlich große Vorsicht geboten. Der klassische Fall sei der kranke Arbeitnehmer, der unbedarft Partyfotos hochlade und so seine Kündigung riskiere.
Erstaunen bei den Zuhörern der Session, lösten Dimartinos Fallbeispiele zum Umgang mit dem beliebten Messenger Whatsapp aus: Viele Nutzer kommunizieren auch mit Kollegen über Whatsapp, tauschen lustige Fotos aus, oder beschweren sich über den Chef. Fühle sich jemand durch eines der Fotos diskriminiert und gehe damit zum Arbeitgeber, könne man sich in der Regel die Papiere abholen. „Es ist ja im Chatverlauf alles schön dokumentiert, sodass der Arbeitgeber einen direkt Nachweis für das Fehlverhalten vorlegen kann“, so Dimartino. Beleidigungen gegen den Vorgesetzten im Chat gestalteten sich als genauso Fatal. Aber auch bereits vor Antritt einer Arbeitsstelle gilt zu beachten: Das Bewerberscreening via Socialmedia ist ein beliebtes Instrument von Unternehmen – auch wenn dies nicht immer ganz legal geschieht. Schnell kommt dann eine Absage.
Aber wie kann sich der Arbeitnehmer schützen? „Ein extrem sauberes Social Media Profil, das lediglich der Eigenwerbung dient, ist in den U.S.A. bereits gang und gebe. Allerdings kann man sich natürlich so auch verdächtig machen etwas zu verbergen“, klärt die Expertin auf. Ein sensibler, bewusster Umgang mit den Social Media sei angebracht. Arbeitnehmer sollten sich beim Posten immer bewusst sein, dass der Chef mitlesen könne. Darüberhinaus rät Dimartino via Chat mit den Kollegen immer professionell zu bleiben und sich nicht an unsachlichen Gesprächen über den Arbeitgeber zu beteiligen, um seinen Arbeitsplatz nicht zu gefährden. Regelmäßige arbeitsrechtliche News gibt Dimartino auch unter www.jobs-im-saarland.de bzw. findet man regelmäßige Kurzbeiträge im Popscene-Magazin.
45 Minuten dauert so eine Session auf einem Barcamp, danach gibt es eine Kaffeepause mit verschiedenen Leckereien, die vom Orgateam bestens organisiert wurden.
Mit einem gemütlichen Beisammensein und interessanten Gesprächen von Quantenphysik bis Webdesign klang das diesjährige Saarcamp am Sonntagnachmittag aus. Zum siebten mal in Folge fand das Saarcamp nun bereits statt - eine sehr gelungene Veranstaltung.












