(openPR) Kinder und Jugendliche sitzen nach der Schule oft vor Fernsehern und Computern, statt sich mal so richtig auszutoben. Vor den Bildschirmen sind sie einseitigen, visuellen Reizen ausgesetzt. Draußen warten derweil viele stimulierende Eindrücke, die zum Beispiel die kindliche Motorik und Konzentrationsfähigkeit stärken: Beim Klettern auf den Baum müssen Kinder greifen, sich hochziehen und Bewegungsabläufe planen. Beim Spielen mit Freunden kommt hinzu, dass Kinder voneinander lernen können und das Selbstbewusstsein gestärkt wird.
Aktive Eltern – Aktive Kinder
Schon während der Schwangerschaft prägen Mütter, die sich gesund ernähren und bewegen, die geistige Entwicklung ihrer Kinder. Bereits für die Kleinsten – ab circa zwei Jahren – eignen sich Angebote wie Eltern-Kind-Turnen im Sportverein. Diese Kurse fördern das soziale Miteinander und eine positive Einstellung zu Sport, Spiel und Bewegung.
Auch später sollten Eltern bewusst viele körperliche Aktivitäten in den Alltag integrieren:
• Müssen Kinder überallhin bequem mit dem Auto gefahren werden?
• Kann der Schulweg mit dem Rad zurückgelegt werden?
• Muss ich mit dem Bus fahren, oder kann ich die Strecke zu Fuß gehen?
Mit der richtigen Kleidung kann man so auch bei schlechtem Wetter den Schulweg oder den Weg zur Freizeitaktivität zu Fuß zurücklegen.
Aber auch auf die eigene Bewegung kommt es an: Eltern, die sich selbst viel bewegen, sorgen für viel Aktivität ihrer Kinder. Dabei müssen es keine teuren und aufwendigen Aktionen sein; zusammen wandern oder klettern bietet viel Bewegung und Abenteuermöglichkeiten – das tut der ganzen Familie gut! Wenn aktives Verhalten vorgelebt wird, vermittelt es dem Nachwuchs zum einen eine Wertschätzung gegenüber bewusster Bewegung und stärkt zum anderen Selbstvertrauen, weil er zum Beispiel seinen Schulweg selbstständig bewältigt. Kinder sollten sich ein bis zwei Stunden am Tag bewegen; da ist mit diesen Möglichkeiten schon viel abgedeckt.
Tanzen macht schlau
Ausreichende Bewegung schützt das Herz und Hirn, hält fit und entspannt, stärkt das Immunsystem und hilft, Aufmerksamkeitsdefizite zu vermeiden.1 Besonders Tanzen wirkt positiv in Bezug auf die kognitive Leistung. Die rhythmische Bewegung beschleunigt das Gehirn auf maximale Leistung: Tanzbegeisterte Schüler schneiden bei Geometrie-Tests besser ab als Nichttänzer. Auch bei Ballettschülern sind Emotionalität, Selbstmotivation und soziale Fähigkeiten ausgeprägter. Tänzer können sich außerdem besser konzentrieren und lassen sich nicht so leicht ablenken. Selbst in höherem Alter lohnt sich der Besuch im Tanzstudio: Regelmäßiges Tanzen senkt die Wahrscheinlichkeit an einer Demenz zu erkranken um 76 Prozent.2 Damit beugt das Tanzen deutlich besser vor als Lesen oder das Lösen von Kreuzworträtseln.
Die AOK Hessen hat weitere Tipps für Bewegung im Alltag zusammengestellt: Acht Gründe für mehr Bewegung und Sport - https://hessen.aok.de/inhalt/acht-gruende-fuer-mehr-bewegung-und-sport/?cid=aokdehe_aokhe_opr_184
Bewegungskindergarten
In der Kita sind die Erzieher gefordert, den Kindern Bewegung jeder Art näher zu bringen und aktiv zu gestalten. Ob in der Turnstunde oder im freien Spiel, die Möglichkeiten sind vielseitig. Das pädagogische Team ist hierbei besonders gefragt: es muss einschätzen und zulassen können, wie weit die Entwicklung des einzelnen Kindes gewisse Aktivitäten schon erlaubt. Und die Kinder bedürfen der entsprechenden Anleitung.
Einige Ideen für Bewegungsspiele in der Kita zeigt die AOK Hessen in einer Infografik.











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