(openPR) Wenig Bewegung und ungesunde Ernährung führen hauptsächlich in den westlichen Industrieländern zu Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs. Wie wir durch unseren ungesunden Lebensstil die Entstehung dieser Zivilisationskrankheiten fördern, erklärt die AOK Hessen. Die Gesundheitskasse gibt gleichzeitig Tipps, wie Jeder individuell vorbeugen kann.
Zivilisationskrankheiten entstehen – einfach ausgedrückt – weil der moderne Lebensstil in Industrieländern nicht zur menschlichen Anatomie und zu unserem Stoffwechsel passt. Während unsere Vorfahren täglich kilometerweit gehen mussten, um etwas Essbares zu finden, verbringen heute die meisten Menschen in einer hoch technisierten Gesellschaft ihren Tag überwiegend sitzend und greifen bequem auf verzehrfertige Nahrungsmittel zurück. Für einen solchen Lebensstil ist unser Körper aber nicht ausgerichtet – Rückenschmerzen, Übergewicht sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einiges mehr sind die Folgen.
Grundsätzlich gibt es für die meisten Erkrankungen nicht nur eine einzige Ursache. Bereits im Mittelalter und vermutlich auch schon früher hatten die Menschen kariöse Zähne. Aber bei vielen Krankheiten sind sich die Wissenschaftler einig: Das Risiko an Karies, Herz- und Gefäßkrankheiten, Diabetes mellitus Typ 2, Übergewicht und manchen Krebsarten zu erkranken, ist aufgrund unserer modernen Lebensumstände deutlich gestiegen. Viele Umweltbedingungen, wie beispielsweise die Luftverschmutzung, können wir individuell leider nur sehr begrenzt beeinflussen – wie wir uns jedoch zum Beispiel ernähren und wie intensiv wir uns bewegen, das entscheiden wir in der Regel ganz alleine!
Wie unser Lebensstil uns krankmacht
In den Supermärkten gibt es zu jeder Jahreszeit jedes Lebensmittel im Überfluss. Und die Auswahl an gezuckerten Produkten in deutschen Kühlregalen ist fast schon beängstigend. Oft verbergen sich außerdem hohe Zuckermengen in Lebensmitteln, in denen es kaum jemand vermutet. In Wurst oder in vermeintlich gesunden Frühstücksmüslis können sich umgerechnet bis zu 30 Würfelzucker verstecken. Zusatzstoffe, bestimmte schädliche Fettsäuren und grundsätzlich zu viel Fett in den Nahrungsmitteln tun ihr Übriges: Die Folgen des unkontrollierten Konsums sind neben Diabetes mellitus Typ 2 und Lebererkrankungen viele weitere Erkrankungen, die man leicht vermeiden könnte.
Abnehm-Shows im Fernsehen sind sehr beliebt – ebenso wie die Tüte Chips auf dem Schoß vor dem TV-Gerät. Denn das Bemerkenswerte ist: Obwohl gesunde und abwechslungsreiche Ernährung in Kochshows und anderen Medien fast täglich thematisiert wird, muss unsere Esskultur schlicht und ergreifend als zunehmend gesundheitsgefährdend bezeichnet werden.
Auch die Fettverteilung ist entscheidend für das gesundheitliche Risiko. Vor allem im Bauchfett, auch Viszeralfett genannt, werden viele Stoffe produziert, die gesundheitsschädlich sind, da sie Entzündungen fördern und beispielsweise das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose deutlich erhöhen. Ein normales Körpergewicht hat also weit mehr als kosmetische Aspekte, es verringert das Risiko, an Zivilisationskrankheiten und deren Folgen zu erkranken beziehungsweise zu sterben.
Um Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus vorzubeugen oder eine Verschlechterung der Erkrankung zu verhindern, ist regelmäßige Bewegung besonders wichtig. Je nach Fitnesszustand werden zügiges Spazierengehen, Joggen oder Radfahren empfohlen, aber auch Gartenarbeit und Tanzen sind gut geeignet. Wichtig ist, dass man sich möglichst täglich bewegt. Studien belegen, dass bereits das stündliche Aufstehen vom Schreibtisch, verbunden mit fünf Minuten Bewegung, bereits positive Effekte hat. Voraussetzung ist: Man hält sich auch konsequent daran. Bereits kleine Verhaltensänderungen können einiges bewirken. Sportliche Höchstleistungen sind weder erforderlich noch sinnvoll.
Weitere Informationen und Tipps zu gesunder Ernährung und Übungen zur persönlichen Fitness hat die AOK Hessen auf https://aok-erleben.de/?cid=aokdehe_aokhe_opr_185 zusammengestellt.







