(openPR) Sollte es in ferner Zukunft noch intelligente Bewohner auf unserem Planeten geben und mögliche Überreste unserer Zivilisation studieren, werden sie sich vielleicht fragen, warum wir unsere großartigen Fähigkeiten und unser Wissen nicht genutzt hat, uns eine gute und sichere Welt zu schaffen. Sie werden vermutlich keine andere Antwort finden als die, die wir heute schon geben können: Weil Mensch genetisch immer noch viel zu sehr vom Erbe des räuberischen Affentiers bestimmt wird, von dem er abstammt.
So ist es nicht verwunderlich, wenn Prof. Querulix feststellt: „Die Hälfte der Menschheit ist bettelarm, Millionen hungern und ein paar Dutzend geben hundert Millionen Dollar für ein einziges altes Bild aus. Was für eine wunderbare Schöpfung!“
Das räuberische Rudeltier „Mensch“ ist die Geißel der Schöpfung und offensichtlich im Bewußtsein dessen geradezu begierig, sich selbst abzuschaffen. Seine genetischen Anlagen hindern ihn daran, das zu werden, was er sein könnte. Immer wieder brechen die Instinkte durch und verheeren Ansätze moralischer und kultureller Höherentwicklung zum wirklichen Menschen, nämlich dem, der sich von seinen Raub- und Rudeltierinstinkten befreit hat. Derzeit scheinen wir wieder am Beginn einer Epoche der Regression zu stehen. Erneut mit besseren Waffen ausgestattet als beim letzten Mal.
Ungefähr 6,5 Millionen Jahre haben wir gebraucht, um vom Affenwesen zu dem Kulturwesen zu mutieren, das wir heute sind: Ein potentieller Mensch. Daß die Menschheit das Endziel auf dem Wege noch erreicht, den sie bisher gegangen ist, können wir ausschließen. Da müßte schon ein Wunder geschehen, eine Art Sprungmutation. Vergessen wirs!
Die Frage ist jetzt nur: Wie wird sich die Weltkrise, deren Beginn wir nicht mehr übersehen können, entwickeln? Bleibt es beim Vordringen autoritärer Führungsfiguren, bei politischer Entfremdung der Völker, bei Ausbeutung der Schwachen durch die Starken, bei einem nur zeitweiligen wirtschaftlichen Desaster nach dem Scheitern des Ponzi-Spiels der drei großen Notenbanken der Welt und einer großen China-Krise, oder müssen wir mit größeren kriegerischen Auseinandersetzungen rechnen?
Das räuberische Rudeltier regiert unter dem dünnen Apfelhäutchen der Kultur (Nietzsche) unverdrossen weiter. „In jedem Menschen steckt der archaische Mensch, in den meisten dominiert er. Daraus folgt das ganze Elend unserer Kultur.“ (Prof. Querulix) „Unsere Kultur ist wirklich fortgeschritten, wir fressen einander nicht, wir schlachten uns bloß.“ (Georg Christoph Lichtenberg)
Gerade, wenn man keine Chance sieht, vielleicht auch wirklich keine Chance mehr hat, das Schlimmste zu verhindern, muß man es versuchen. Schließlich verfügt „Mensch“ ja schon über evolutionär weiter entwickelte Teile in seinem Gehirn. Nur sind offensichtlich allzu viele unter den Reichen und Mächtigen nicht in der Lage, sie zu aktivieren. Vielleicht ist sogar diese Unfähigkeit die Ursache ihres materiellen Erfolgs. Wir wissen es nicht. Wen aber Macht- und Raffgier oder Geistesschwäche noch nicht vollkommen blind und taub gemacht haben, sollte erkennen, daß die Menschheit auf geradem Wege in eine höllische Krise ist. Und dann kommt es darauf an, das Richtige zu tun.
Dazu muß man wissen, was man will. Zum Beispiel: Was für eine Gesellschaft streben wir an? Wollen wir eine Sklavengesellschaft, in der die Massen, nur mit dem Nötigsten bis zu ihrem möglichst frühen Tode versorgt, für eine winzige maßlos raffgierige Minderheit ihrer Artgenossen schuften, die sich nur noch von Bodyguards beschützt und in gepanzerten Fahrzeugen aus ihren Luxusvillen wagen dürfen? Wollen wir eine Gesellschaft mit der Sozialstruktur von Entwicklungsländern, in der ein großer Teil der Bevölkerung „abgehängt“ vom Wohlstand eine Art Subgesellschaft bildet, die mit ihren Beherrschern und deren nützlichen Idioten im dauernden Bürgerkrieg lebt?
Oder wollen wir lieber eine Gesellschaft, in der jeder angemessen am gemeinsam erarbeiteten Volksvermögen beteiligt wird, eine Gesellschaft, in der sozialer Friede herrscht, weil sie als gerecht empfunden wird, und in der alle menschlichen Potentiale sowohl zum gemeinsamen wie auch zum individuellen Wohl ausgeschöpft werden?
Die unvermeidlichen autonome „Lösung“ der Banken- und Finanzkrise und ihre sozialen Folgen werden Gelegenheit für einen gesellschaftlichen Neustart schaffen. Diese Chance muß von den richtigen, nämlich am Allgemeinwohl orientierten politischen Führern genutzt werden. In einer vor einigen Jahren erschienenen Studie werden Ziele genannt und Maßnahmen für eine zukunftsfähige und zukunftswürdige Gesellschaft vorgeschlagen. Im Mittelpunkt steht dabei die gerechte Beteiligung aller Mitbürgerinnen und Mitbürger am Volkseinkommen.
Die Studie trägt den Titel: „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook PDF) oder (ISBN 978-3-943788-32-7, eBook ePub, je 9,95 Euro. Unter anderem werden - mit Zahlen unterlegt - Anregungen gegeben, wie einerseits Mitbürgerinnen und Mitbürger vor Ausbeutung geschützt werden könnten und zugleich eine nachhaltig stabile Binnennachfrage gesichert werden kann, um die ebenso unsinnige wie gefährliche Abhängigkeit Deutschlands vom Export zu verringern. Die Studie ist beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in jeder guten (Internet-)Buchhandlung erhältlich.
Die bisherige Geschichte zeigt, daß die Privilegierten unter den Menschentieren immer so lange auf das Gaspedal ihrer Machtgelüste und Profite drücken, bis der Karren des ganzen Staates aus der Kurve fliegt. Einen Lerneffekt und vernünftige Drosselung der Macht- und Profitgier der „Eliten“ hat es bisher noch nicht einmal bei denen gegeben, die den Karren dann unter eigenen großen Opfern wieder aus dem Dreck ziehen müssen.
Wer soziale Gerechtigkeit herstellen will, muß also ein dickes Brett vor dem Kopf vieler seiner Mitmenschen – Ausbeutern wie Ausgebeuteten – durchbohren.
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