(openPR) Mit diesem sarkastischen Urteil, das bezeichnenderweise sogar öfter humorvoll gemeint ist (weil man Statistiken aus bestimmten schon gar nicht mehr ernst nimmt), wird eine gefährliche Wahrheit thematisiert. Es ist nämlich so, daß Statistiken niemals Wahrheiten enthüllen, sondern immer nur das wiedergeben, was ihre Hersteller methodisch und an Daten in sie investiert haben. Das kann in bester Absicht und mit lauteren Motiven geschehen, aber auch, um bestimmte Zielgruppen zu beeinflussen, zu manipulieren, auch zu betrügen. Vorsicht ist also geboten. Wer das weiß, kann gefahrlos Statistiken konsumieren. Wer das nicht weiß, wird allzu leicht in die Irre geführt, ohne sich dessen bewußt zu werden.
„Statistiken können mit der Wahrheit lügen.“ (Prof. Querulix)
In der westlich-abendländischen Kultur leben wir heute in Lobbydemokraturen. Lobbyvereine bestimmen maßgeblich die Politik, die davon nicht selten profitiert und sich um das Allgemeinwohl nur kümmert, wenn die Abwahl droht und Pfründen gefährdet sich. Lobbyvereine, die sich nicht selten ein wissenschaftliches Mäntelchen umhängen, nutzen die „Flexibilität“ von Statistiken, um die Interessen ihrer Klientele gegenüber Politik und Verwaltungsbürokratie sowie über die Medien als Multiplikatoren der Meinungsbildung zu vertreten.
Besonders die Nutzung der – nicht selten allzu willfährigen– Medien ist ein gutes Mittel, um die Öffentlichkeit zu manipulieren. So wird zum Beispiel gegenwärtig wieder versucht, die gefährliche soziale Schieflage in Deutschland hinweg zu argumentieren, damit die polit-ökonomische Clique ungestört weiter Macht und Geld zu Lasten einer schnell zunehmenden Zahl Ausgebeuteter zusammenraffen kann.
Solche Vorgänge sind nicht neu, erhalten aber im Zeitalter der allgegenwärtigen elektronischen Medien eine hochgefährliche Brisanz. Der ferngesteuerte Massenmensch ist keine Utopie mehr. Die Mobilisierung hunderttausender Menschen über ihre Smartphones durch Erdogan anläßlich des Militärputsches in der Türkei zeigt, was heute schon möglich ist. Und wir stehen erst am Anfang.
Das Rudeltier Mensch stößt in eine neue Dimension seines Daseins vor. Es kann seine Instinkte jetzt mit viel effektiveren Mitteln ausleben. Die Folgen werden entsprechend ausfallen. Wie die Gesellschaft der Zukunft (in schon 30-50 Jahren!) aussehen wird und wie die Menschen dann miteinander umgehen werden, wissen wir natürlich nicht. Spekulationen sind auch überflüssig. Denn die Natur des räuberischen Rudeltiers „Mensch“ bleibt ja erhalten, und die kennen wir bestens aus der Geschichte. Daran wird sich in den kommenden Millionen Jahren (sofern die Menschheit überleben sollte) auch nichts ändern. Evolution dauert. Wir haben uns erst ein winziges Stück von unseren äffischen Vorfahren getrennt. Rund 97,5 Prozent unserer Gene stimmen noch mit denen des Schimpansen überein. Gehen wir also vernünftigerweise davon aus, daß auch in der menschlichen Gesellschaft er Zukunft wenige über viele herrschen und wenige viele ausbeuten werden. Finden wir uns damit ab, daß weiterhin um Macht und Beute gekämpft werden wird. Nur wie das im Detail aussehen mag, wenn moderne Technik dabei angewendet wird, wissen noch wir nicht.
Was wir aber wissen ist, daß die Moral, die allein menschliches Miteinander vom Verhalten von Raubtieren unterscheidet, allmählich immer mehr auf den sprichwörtlichen Hund kommt. Die Menschheit befindet sich derzeit in einer Phase der Dezivilisation, vertiert wieder. Rücksicht auf die Schwächeren wird mehr und mehr zur Mangelware. Auch wenn gut finanzierte Lobbyvereine das Gegenteil in möglichst viele Gehirne hineinpusten möchten: Ungleichheit und Armut in Deutschland nehmen seit vielen Jahren unaufhörlich zu.
Doch was solls. Die Medien sind voller Geschwätz. Gegen die Instinkte des räuberischen Rudeltiers kommt auch niemand an. Deshalb gibt es (auch ohne die verheerenden Aktion der drei großen Notenbanken der Welt) immer wieder Krisen und blutige Auseinandersetzungen in der Menschenwelt. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, weil Evolution bei hochkomplexen Lebewesen etwas ist, das Millionen Jahre braucht, um wirklich Neues, zum Beispiel den moralisch reifen Menschen, zu schaffen.
Manipulationsversuche über die Informationsmedien sind historisch nichts Neues. Ihre Wirkung wird durch die Allgegenwärtigkeit der elektronischen Medien allerdings erheblich gesteigert. Es ist zu befürchten, daß planmäßige Manipulation und Indoktrination künftig schon im Kindesalter mittels dazu entwickelter Spielzeuge und Lehrmaterialien beginnen. Der nackte Affe wird, von seinen Instinkten verleitet, auch in seiner materiell vollkommen umgestalteten Welt weiterhin das gleiche Spiel weiter spielen, das seine Vorfahren vor Millionen Jahren schon gespielt haben. Er wird nur neue und effektivere Werkzeuge dazu benutzen und damit verheerendere Wirkungen erzielen.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren das fragwürdige Treiben des Menschentiers, insbesondere das seiner Alphas. Sein besonderes Interesse gilt der Ideologie der „Neuen sozialen Marktwirtschaft“, die erfunden wurde, um eine unsoziale Marktwirtschaft praktizieren zu können, in der sich wenige auf Kosten vieler möglichst ungestört bereichern können. Die Mehrheit der Menschen ist danach Mittel, nicht Zweck des politischen und wirtschaftlichen Handelns. Der Mensch hat der Wirtschaft (bzw. denen, die sie gehört) zu dienen und nicht umgekehrt – wie es Menschenwürde und Moral erfordern. Prof. Querulix‘ Kommentare zu Politik, Lobbyismus und handlungsleitender Moral der polit-ökonomischen Herrscherklüngel sind in bisher sechs Bänden der Serie „Tacheles“ erschienen. Ein siebter Band ist für Ende des Jahres geplant.
Die eBooks im Umfang zwischen ca. 180 und 280 Seiten kosten je 9,95 Euro. Der jüngste Band trägt den Titel „Menschenwelt im Umbruch“ (ISBN 978-3-943788-42-6). Alle Bände sind im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich.
READ Pressestelle













