(openPR) Mit der Petition für einen "offenen Dialog zur Nord-Süd-Bahn" fordern die Bürger im Kölner Stadtbezirk 2 (Rodenkirchen), dass über ihre Vorschläge und Wünsche zur 3. Baustufe entlang der Bonner Straße doch noch gesprochen wird. Vor allem sollen die seit vielen Jahren geäußerten sinnvollen Alternativen endlich geprüft werden. Im Planfeststellungsverfahren waren die Einwendungen und Vorschläge der Bürger nicht oder nur unzureichend abgewogen worden. Gegen das Umwelt- und Denkmalschutzrecht werde massiv verstoßen, wenn auf Argumente nur der Hinweis auf ein öffentliches Interesse an einer Stadtbahn erfolgt. Inzwischen wird die Kritik der Bürger auch von international anerkannten Verkehrsexperten geteilt.
Die Bittschrift, die online auf "openpetition.de/!htydb" um Unterstützer wirbt, war zunächst für zwei Monate ausgelegt. Das Fällen von 300 Großbäumen entlang der Bonner, Schönhauser und Marktstraße im Oktober soll verhindert werden. Die Anzahl an erforderlichen Unterstützern wurde schon in den Sommerferien erreicht (2.500, davon mehr als die geforderten 1.400 aus dem Stadtbezirk Rodenkirchen). Dennoch wird zz. über eine Verlängerung der Petition nachgedacht. Die 3. Baustufe von der Marktstraße bis zum Verteilerkreis Köln-Süd und die zeitnah gewünschte Verlängerung bis Meschenich (4. Baustufe) liegen zwar komplett im Stadtbezirk Rodenkirchen, die Bürger befürchten aber, dass die Stadt Köln den Bezirk einfach übergehen könnte.
Die Sorge ist nicht unberechtigt! Der Beschluss der Bezirksvertretung Rodenkirchen vom 31.03.2014 gegen eine sechsstöckige Parkpalette an der Haltestelle Arnoldshöhe wurde vom Stadtentwicklungsausschuss am 25.09.2014 einfach überstimmt, und zwar ohne eine Aussprache. Der lange Zeitraum entstand offensichtlich, um die Wähler bei der Kommunalwahl am 25.05.2014 nicht zu verstören – auch wenn in Rodenkirchen die Wahlzettel schließlich zweimal gezählt werden mussten.
In Köln wird Bürgerbeteiligung noch immer mit Bürgerbefragungen oder Informationsveranstaltungen verwechselt. Die Verantwortlichen sollen die Bürger aber nicht nur anhören, sondern sie sollen ihnen auch zuhören! Für eine Petition an den Rat der Stadt Köln wären 6.600 Unterstützer erforderlich. Die verbleibenden zwei Wochen würden dafür sicherlich nicht ausreichen.
Die eigentlichen Bauarbeiten zur 3. Baustufe beginnen zwar erst Mitte 2017, aber die Bürger befürchten, dass die Stadt im Oktober alle Bäume fällt – nur um zu zeigen, wer in der Stadt das Sagen hat!













