(openPR) Pressemitteilung zum neuen Schulgesetz in NRW
Foule für die Landesregierung NRW. Mit dem neuen Schulgesetz, welches nach den Sommerferien in Kraft treten soll, hat sich Bildungsministerin Frau Sommer eine rote Karte eingehandelt. Kein toller Start für unser „Geburtstagskind“.
Mit der Abschaffung der Drittelparität in Schulkonferenzen, ist die Landesregierung für den Abbau von Demokratie. Demokratie in der Schule lernen und leben? Nicht in NRW.
In einer Demokratie muss jede/r SchülerIn die Chance haben, seine Schule mitzugestalten Schule selbst gelingt erst dann, wenn alle beteiligten Gruppen gleichberechtigt und gleich verteilt am schulischen Geschehen beteiligt sind.
Schule ist ein demokratischer und gesellschaftlicher Lernort, an dem die Auseinandersetzung und das Einstehen für eigene Interessen gelehrt und gelernt wird. Eine Abkehr von der Drittelparität macht die Schülerinnen und Schüler zu unmündigen Menschen, dadurch verfehlt Schule ihr wichtigstes Ziel. Sie verlieren das Interesse, sich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen, weil ihre Positionen nicht wahrgenommen werden.
Auch die Kopfnoten sind ein Hirngespinst vergangener Jahre.
Die Benotung von „sozialen und persönlichen Kompetenzen“ ist im Ergebnis eine Zwangsdisziplinierung der SchülerInnen und die Erzeugung von Duckmäusertum und Dressur. Den Lehrkräften wird ein willkürliches Instrument an die Hand gegeben, mit dem sie abhängig von Sympathie oder Antipathie loben oder disziplinieren können. Eigenständigkeit, Selbstbewusstsein, kritisches Denken und eigenständige Meinungsbildung als zentrale Eigenschaften sind im Unterricht „unbequem“ und werden ausgeschaltet. Eigenschaften wie Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und Belastbarkeit, Verantwortungsbereitschaft und Selbstständigkeit, Kreativität und Flexibilität können nicht erzwungen oder aufgezwungen werden.
Doch dies sind – leider – nicht alle Punkte die gegen die Landesregierung sprechen. Wenn es nach den Kölner Schülerinnen und Schüler ginge, hätte die Landesregierung schon längst einen Platzverweis erhalten.
Die BSV Köln
Die BezirksschülerInnenvertretung Köln (BSV Köln) vertritt die SchülerInnen von etwa 140 Gymnasien, Gesamt-, Real- und Hauptsschulen sowie der Berufsschulen in Köln. Die BSV Köln definiert sich allgemein als Vertretung der SchülerInnen gegenüber Schulleitungen, Eltern, Lehrern, der Stadt Köln und der Öffentlichkeit.
BSV Köln
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