(openPR) Was sollen die Bürger von Politikern halten, die sich angesichts der gegenwärtigen Staatsschuldenkrise hilflos und unfähig zeigen? Jetzt rächt sich, daß die Politiker wider besseres – von Fachleuten bereit gestelltes – Wissen eine Währungsunion mit Staaten zusammengeschustert haben, deren Bevölkerungen unterschiedliche Mentalitäten und Auffassungen vom soliden Wirtschaften haben.
So lautete der Beginn eines Kommentars, den Prof. Querulix vor ziemlich genau vier Jahren geschrieben hat. Seitdem hat sich die Situation nicht gebessert. Die Idee der Europäischen (Währungs-)Union wurde seitdem weiter ramponiert. Ihr Ansehen ist in den Augen der Bevölkerung mit dem der Politiker auf einen bisher nicht erreichten Tiefpunkt gesunken.
„Die weitere von der griechischen Politik nicht honorierte Alimentierung Griechenlands durch seine Partner in der Europäischen Währungsunion wird als der Anfang vom Ende des Europäischen Einigungsprojekts in die Geschichte eingehen.“ Dieses Zitat von Prof. Querulix ist schon fünf Jahre alt, aber immer noch genauso aktuell wie damals.
Die Kluft zwischen den pflichtvergessenen und eigensüchtigen „Eliten“ und den Völkern weitet sich global aus. Die Desintegration der Gesellschaften schreitet mit offensichtlicher Billigung, wenn nicht sogar Förderung durch die Politik voran; es entsteht ein großes Heer von Abgehängten und Ausgebeuteten, die keinerlei Aussicht haben, jemals eine materiell sichere positive Lebensperspektive zu erreichen. Hinzu kommen bisher über eine Million Zuwanderer mit überwiegend islamischer Religion und Selbstverständnis sowie minimaler Bildung.
Während Bankster und andere Großspekulanten mit Duldung der Politik und Unterstützung durch die Notenbanken die (Finanz-)Wirtschaft verheeren, bleiben alle wichtigen gesellschaftlichen Zukunftsaufgaben liegen. Dem deutschen Finanzminister sind seine Haushaltsüberschüsse und niedrige Steuern für die Reichen wichtiger als die Sicherung einer friedlichen und lebenswerten Zukunft des ganzen deutschen Volkes. Nicht einmal kostenlose Kredite mag er in Anspruch nehmen, um unser Land für den absehbar steinigen Weg in eine für das ganze Volk lebenswerte Zukunft zu rüsten. Obwohl sich die Probleme bereist unübersehbar abzeichnen, ist nicht zu erkennen, daß die Politiker dem Verfall der sozialen Integrität unserer Gesellschaft energisch entgegenwirken wollen. Wie es derzeit aussieht wird eine Koalition der Verlierer nach der Bundestagswahl 2017 verantwortungslos verbissen ein Weiter-So! betreiben – bis zum endgültigen Rien ne vas plus. Die Ideologie des Neoliberalismus und die dumme Angewohnheit, Fortschritt allein am materiellen Wirtschaftswachstum zu messen, ruinieren die bisher noch freien Gesellschaften der industrialisierten Welt.
Die 2009 bereits offensichtlich gewordene Krise dieses von Bankstern und ihren nützlichen Idioten in Politik, Wirtschaft und Medien beherrschten Systems strebt jetzt unaufhaltsam ihrer autonomen Lösung zu. Die „Rettungsversuche“ der Notenbanken werden sich dabei als Brandbeschleuniger erweisen. Was am Ende dabei herauskommt, weiß niemand. Angesichts der zu erwartenden weltweiten Wechselwirkungen auch mit politischen Querelen dürfen wir uns aber auf zahlreiche unangenehme Überraschungen gefaßt machen.
Krisen sind auch Chancen. Aber nur dann, wenn Menschen in verantwortlichen Positionen bereitstehen, sie vernünftig zu nutzen. Leider haben die Politiker überall in der Welt zureichend beweisen, daß sie nicht viel mehr zustande bringen als sich von einer Krise in die andere durchzuwursteln, wobei „Lösungen“ fast gesetzmäßig neue Krisen verursachen und die Lage der Menschheit insgesamt verschlimmern. Die wichtigste Sorge der Herrschenden ist dabei immer nur die Wahrung und Verteidigung ihrer eigenen und ihrer Klientele Interessen. Die Völker waren immer die Dummen – Mittel zu den Zwecken ihrer Beherrscher, statt einziger Zweck deren politischen Handelns wie es in einer wirklichen Demokratie sein sollte.
Man fragt sich angesichts der Menschheitsgeschichte: Kann es für die Völker – nicht nur für die jeweiligen polit-ökonomischen Herrschercliquen – überhaupt einmal nachhaltig besser werden? Prof. Querulix ist da sehr skeptisch und befürchtet, „daß die Zukunft des Menschentiers nicht Frieden, Demokratie und Wohlstand für alle heißt, ist den Genen dieses räuberischen Rudeltiers geschuldet.“ Hat er Recht – und dafür spricht allein die Tatsache, daß der Durchchnittsmensch genetisch noch rund 97,5 Prozent Affe ist – sollten wir von der Zukunft nicht allzu viel „Menschlichkeit“ erwarten.
In Zukunft steht auf jeden Fall alles zur Debatte: Das weltweite Finanz- und Wirtschaftssystem, der Euro, die Europäische Union, der Wohlstand der Mittelschichten, die Demokratie, die bürgerliche Freiheit, der Rechts(mittel)staat, der soziale Friede. Wie das Rudeltier Mensch aus dieser wahrscheinlich größten Krise seiner Geschichte herauskommen wird, ist offen.
So ganz den Mut verlieren, unserer Zukunft eine positive Richtung zu geben, sollten wir aber doch nicht. „Was der Mensch duldet, das muß er auch ertragen“, gibt Prof. Querulix immerhin zu bedenken, und erinnert damit sowohl an die Verantwortung, die der Mensch – jeder einzelne Mensch! – für sein und seiner Mitmenschen Schicksal hat, wie auch an seine potentiellen Einflußmöglichkeiten. Und er selbst handelt auch danach. Unter anderem reflektiert und kommentiert Prof. Querulix seit vielen Jahren seine Beobachtungen der Menschenwelt. In Aphorismen, Reimen und Gedichten sowie in der Reihe „Tacheles“ veröffentlicht er sie seit vielen Jahren. Dort ist vor kurzem gerade der 6. Band dieser „Erfolgsgeschichte menschlicher Dummheit“ mit dem Untertitel „Menschenwelt im Umbruch“ erschienen. ISBN 978-3-943788-42-6, eBook, 286 Seiten, 9,95 Euro. Die Titel gibt es beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital und in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen.
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