(openPR) Sich selbst gut darzustellen, heißt auch, das Unternehmen gut darzustellen
Frauen spielen beruflich meist auf einem Terrain, das durch männliche geprägte Spielregeln bestimmt wird. Weiter kommt, wer Eigenverantwortung übernimmt und die Vorgesetzten selbst über die eigenen Leistungen informiert. Dabei geht es nicht um plumpes Angeben, sondern darum, die Bühnen, die sich bieten, clever für die eigene Selbstpräsentation zu benutzen und sichtbar und hörbar zu sein. Was viele Frauen übersehen: Wenn sie sich gut präsentieren, stellen sie nicht nur sich selbst gut dar, sondern fördern auch ein gutes Image ihres Vorgesetzten und ihres Unternehmens. Einstudierte Gestik und eine antrainierte Körperhaltung helfen dabei jedoch wenig, weil sie nicht überzeugend wirken. Wichtig ist, sich zunächst mit der Basis für erfolgreiches Selbstmarketing und mit der eigenen inneren Haltung zu beschäftigen. Man muss erst selbst von sich überzeugt sein, bevor man andere überzeugen kann. Dann ist es auch in einer Präsentations-Situation leicht, das Handwerkszeug parat zu haben, fest auf dem Boden zu stehen, Blickkontakt zu halten und mit klarer, deutlicher Stimme zu sprechen. Es geht darum, Vertrauen in eigene Fähigkeiten zu stärken, die eigene Denkweise zu reflektieren, persönliche Einstellungen, Haltungen, Programme zu erkennen und dann darauf aufbauend den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern.
Innere Hürden beim Selbstmarketing: Welche Erlaubnis ist nötig?
Viele Frauen befürchten bewusst oder unbewusst, als unweiblich abgestempelt zu werden, wenn sie bestimmt auftreten und sich selbstbewusst präsentieren. Wie können sich Frauen im beruflichen Alltag also selbst gut darstellen ohne dabei zu vermännlichen? Der erste Schritt dabei ist es, sich zunächst bewusst zu machen, welche Botschaften einen prägen. Viele beruflich engagierte Frauen kennen die Situation: Kaum gibt es eine Gelegenheit, sich zu präsentieren, beginnt in ihrem Kopf ein innerer Disput unterschiedlichster Stimmen wie etwa:
- „Das darfst du nicht“
- „Was maßt du dir an?“
- „Was ist, wenn du etwas Dummes sagst?“
- „Du kannst dich doch nicht einfach vordrängeln – was ist mit den anderen?“
- „Wie kannst du dich selbst so wichtig nehmen?“
Wenn diese Meinungen die Oberhand gewinnen, wird die Gelegenheit zur Selbstpräsentation ungenutzt verstreichen. Da hilft es dann auch gar nichts, wenn man extra ein Intensiv-Stimmtraining und ein Körpersprache-Seminar absolviert hat. Was tun?
Glaubenssätze neu formulieren
Wenn die Botschaften als solche identifiziert sind, ist der zweite Schritt, zu untersuchen, welche Glaubenssätze dahinter stehen und das eigene Verhalten steuern. Was bringt Sie davon ab, Marketing in eigener Sache zu betreiben? Was sind die inneren Konflikte? Gibt es alte Glaubenssätze aus Ihrer Kindheit, die verhindern, dass Sie vor Publikum den Mund aufmachen wie etwa der Satz “Ich muss perfekt argumentieren können“? Oder: „Ich muss bescheiden sein und im Hintergrund bleiben.“ Oder: „Ich darf keinen Fehler machen.“ Um Handlungsalternativen entwickeln zu können, hilft es, sich die Erlaubnis zu geben, mit dem Glaubenssatz anders umzugehen. Wie auch immer der eigene Satz vielleicht lautet, es ist wichtig, solche Sätze durch sinnvolle und angemessene neue Glaubenssätze wie etwa „Ich kann mich weiterentwickeln und lernen, mich zu präsentieren“ zu ersetzen. Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, heißt anstatt in einer Art Automatismus den jahrzehntelang einstudierten und verinnerlichten Glaubenssatz wie beispielsweise „Ich kann mich nicht präsentieren“ mechanisch vor sich hin zu sagen, ihn zunächst zu überprüfen, ob man dafür tatsächlich nicht befähigt ist. Oder ob man vielleicht nur aufgrund schlechten Selbstbewusstseins überzeugt ist, man sei es nicht. Hilfreich ist es auch, wenn sich im Sinne eines Inneren Teams, das aus verschiedenen Mitspielern, den verschiedenen Anteilen der Persönlichkeit, besteht, sich auch andere ermutigende Stimmen einschalten würden, die etwa sagen könnten: „Das stimmt doch gar nicht“ oder „Das kann man doch auch anders sehen“. Es ist wichtig, für sich selbst zu überlegen, wo die eigenen Stärken liegen und sich einen neuen Glaubenssatz zu suchen und für sich selbst mit Inhalt zu füllen. Er könnte beispielsweise lauten:
- „Es reicht, wenn ich alles 95prozentig erledige.“
- „Ich werde es mir recht machen.“
- „Meine Meinung ist es wert, gehört zu werden.“
- „Meine Leistungen sind gut genug, um anderen davon zu berichten.“
Ein persönlicher Glaubenssatz kann auch ganz anders aussehen. Wichtig ist nur, dass er positiv formuliert ist und für die jeweilige Person der richtige ist. Es hilft, sich zu fragen: Wie könnte ein neuer hilfreicher Glaubenssatz heißen? Wer im inneren Team in der eigenen Person könnte ihn aussprechen? Wer unterstützt dabei?
Erfolgreiches Selbstmarketing sichert den beruflichen Erfolg
Der Weg zu einem besseren Selbstwertgefühl kann sehr unterschiedlich sein. Manchen reichen dafür Erfolgserlebnisse, die sie im Laufe ihres Lebens machen. Anderen helfen, einzelne Seminare mit Übungen, die ihnen Schlüsselerlebnisse bieten. Und für wieder andere ist es ein längerer Prozess, zu lernen, sich selbst zu akzeptieren und zu spüren, dass sie von anderen akzeptiert werden. Ihnen hilft eher über eine bestimmte Zeit hinweg ein kontinuierliches persönliches Coaching. Die Fähigkeiten, die man zu Ausbildungszeiten erlernt hat, muss man ständig weiterentwickeln. Doch nur, wenn man sich auch damit präsentieren kann, bleibt man beschäftigungsfähig und für den eigenen Arbeitgeber interessant. Kein Arbeitsplatz ist heute mehr sicher. Das bedeutet nicht, dass der Job sofort in Gefahr ist, aber Umstrukturierungen sind in Unternehmen an der Tagesordnung. Das heißt, gutes Selbstmarketing ist wichtig, um die eigene Position zu sichern und als Angestellte attraktiv für den Arbeitgeber zu bleiben. Erfolgreiche Selbstpräsentation der Mitarbeiterinnen ist aber auch fürs Unternehmen wichtig, weil nur so deutlich wird, wer welches Profil hat, welche besonderen Stärken oder welches Insiderwissen in besonderen Bereichen und wer deshalb auch sinnvoll in anderen Abteilungen eingesetzt werden kann oder genau die richtige Ansprechpartnerin für spezielle Kunden ist.
Isabel Nitzsche, Coach und Autorin von „Spielregeln im Job durchschauen, Frauen knacken den Männercode“
Mehr Informationen unter:
https://asb-hd.de/blog/persoenlichkeitsentwicklung/erfolgreiches-selbstmarketing-sichert-den-beruflichen-erfolg/













