(openPR) Ihr Weg ist von Erfolgen gepflastert und wird häufig von Bewunderung, aber auch von Missgunst und Neid begleitet: Die 500 Top-Manager der Welt sind eine Riege für sich. Doch wer schafft es in diesen exklusiven Zirkel, in den Olymp des Managements? Kann es für dieses Karriereziel überhaupt Patentrezepte geben? Und was haben Manager-Persönlichkeiten wie Bill Gates, Dieter Zetsche oder Herbert Hainer gemeinsam?
Das Alter ist ein erstes Ausschlusskriterium. Mit 40 Jahren ist i.d.R. Schluss. Wer es bis dahin nicht in die Vorstandsriege geschafft hat, erreicht dieses Ziel erfahrungsgemäß später nur noch selten. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel. Doch ein Blick auf die Lebensläufe verschiedener Top-Manager lässt schnell erkennen, was gemeint ist. Herbert Hainer, Vorstandschef von Adidas, hatte im Alter von 33 Jahren seinen ersten Vorstandsposten inne. Der ehemalige Metro-Chef Hans-Joachim Körber war mit 40 Jahren Vorstand, Jochen Zeitz schaffte es bei Puma sogar im Alter von 31 zum Vorstandsvorsitzenden.
Sie alle waren mal klein, aber auch zu diesem Zeitpunkt etwas Besonderes. Sie waren immer erfolgreich, hatten schon in der Schule sehr gute Noten und haben ihr Studium schnell durchgezogen. Als späterer Vorstand trägt man zudem nicht Zeitungen aus – vielmehr baut man schon als Teenager ein kleines, erfolgreiches Geschäft auf. Oder man ist im Sport oder im Musizieren ganz vorne mit dabei, vielleicht auch in beiden Bereichen. Unzählige spätere Top-Manager können auf erfolgreiche Karrieren im Schwimmen oder Laufen, im Fußball oder als Radfahrer zurückblicken. Karrieren, die sie zugunsten der Wirtschaft irgendwann aufgegeben haben. Sport treiben sie jedoch heute noch – die allermeisten zumindest. Viele von ihnen musizieren auch, manche sogar sehr medienwirksam, etwa Daimler-Chef Dieter Zetsche, der durchaus mal die Geige auspackt. Was das bedeutet? Nicht dass man sporteln oder musizieren können muss, um ganz oben mitzuspielen, sondern dass die Top-Leute die Intelligenz, die Energie und den Willen dazu haben und jedem Lebensbereich hohe Ansprüche an sich stellen.
Wie finden Vorstandschefs überhaupt noch Zeit für solche Aktivitäten? Top-Manager sind hochgradig effizient. Von Thomas Middelhoff heißt es, er stehe um halbsechs auf, mache den Kamin an und nehme die ersten Akten zur Hand. Bei 17-Stunden-Tagen hätten diese Menschen immer noch Spaß und es scheine, als würde ihnen die Arbeitsbelastung nichts ausmachen. Sie hinterlassen stets den Eindruck, alles mit Leichtigkeit zu erledigen. Natürlich stimmt das nicht, aber sie zeigen es nicht, sondern wahren diesen Nimbus. Vorstände verfügen über optimales Zeitmanagement, man werde sie nie klagen hören: „Ach, ich habe so viel zu tun!“
Ein guter Vorstandschef vereint ein großes Spektrum an Softskills. Er behält die Kontrolle über wichtige Entscheidungen bei sich, kann gleichzeitig gut delegieren und ist kein Einzelkämpfer. Er kennt die Balance zwischen Einmischen und Gewähren lassen. Er kann begeistern und brennt selbst für die Sache, er behält die Bodenhaftung, er dominiert statt zu kuscheln, weiß jedoch gleichzeitig, mit welchen Wölfen er auf dem Weg nach oben heulen muss. Er ist ein Kämpfer und Stratege, er kann tricksen, ohne dass man ihn dabei ertappt, gleichzeitig beherrscht er die Spielregeln des Fairplay, ist sympathisch und weiß sich zu inszenieren.
Und er ist ein Mann. Von den 500 Top-Managern sind 96 Prozent Männer. Da gibt es weitere Gegebenheiten, die die Spitzenmanager teilen. Von fünf Vorständen sind vier aus so genannten guten Häusern, sprich der Vater war schon Vorstand oder Unternehmer und die Familie hat Geld und enge Verbindungen in die Wirtschaftswelt. Ausnahmen wie den Ex-Telekom-Chef René Obermann, Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld, dessen Vater Werftarbeiter war, bestätigten auch hier die Regel.
Dazu passt, dass Top-Führungskräfte sich gerne mit ihresgleichen umgeben und bedeutende Menschen persönlich kennen. So Ex-EnBW-Vorstand Utz Claassen und Gerhard Schröder oder Dieter Zetsche und Angela Merkel, aber auch der exklusive Zirkel „Similauner“, dem nur 15 deutsche Spitzenmanager angehören und in den eine normal sterbliche Führungskraft nie hineinkommen. Topmanager entwickeln sich im Umfeld von Top-Managern. Sie messen sich aneinander, wetteifern miteinander. Das funktioniert jedoch nur, wenn sie mit den besten zusammen sind. Im Falle des „Similauner“ handelt es sich um einen 3000er Berg in den Ötztaler Alpen, bei dessen Besteigung die 15 Manager unter Führung von Reinhold Messner die „Seilschaft“ Jahr für Jahr wörtlich nehmen.
Zu dieser Liste der Attribute gehört aber am Ende auch ein bisschen Glück, auf solch einen Posten zu kommen.“











