(openPR) Köln / Düren, 16.3.2016
Eine Art Motto weist auf den Programmschwerpunkt hin: „Vielfalt des späten 19. Jahrhunderts bis zur Jahrhundertwende – Flüchtlinge in der Musik und Aufbruch“. Lars Vogt, der künstlerische Direktor des Festivals, und seine knapp 30 weltweit bekannte Solistenfreunde habe ein Programm zusammengestellt, das wieder stark mit der Grundidee übereinstimmt. „Wir möchten Werke spielen, die wir im täglichen Musikleben nicht spielen können.“ Das Programm spreizt sich über den großen geschichtlich und kulturell aufregenden Zeitraum des späten 19. Jahrhunderts bis hin zum frühen 20. Jahrhundert. Dabei sind alle Konzerte wieder gespickt mit Highlights von Schumann bis Penderecki, Mendelssohn bis Ligeti und Suk bis Schostakowitsch.
Es gehört inzwischen schon zur Tradition, das Kammermusik-Festival im RWE-Wasserkraftwerk Heimbach mit zwei sogenannten Vorspann-Konzerten einzuläuten. 2016 steht Ludwig van Beethoven im Mittelpunkt. Der Kammermusikabend mit Beethoven Sonaten (Violine, Horn und Violoncello) läutet die Vorkonzerte am Samstag 18. Juni ein, gefolgt von Beethovens „Eroica“ und seinem Violinkonzert (Solist Christian Tetzlaff) und dem Kölner Kammerorchester unter Lars Vogts Leitung als „Vorspann 2“ am Sonntag, 19. Juni.
Vom 20. bis 26. Juni öffnet sich dann wieder das große Jugendstiltor zum 18. Mal für eines der renommiertesten Kammermusikfestivals in Europa: „SPANNUNGEN – Musik im RWE-Kraftwerk Heimbach“. Elf Programme geben den Zuhörern und Festivalbesuchern Einblick in die Programm- und Spielwerkstatt des von Künstlern erstellten Programms. Es ist „ihr“ Festival und alle anderen dürfen zuhören. Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, ist in diesem Jahr zum fünften Mal Schirmherrin des Festivals: "In jedem Frühsommer versammeln sich an einem abgelegenen Ort in der Nordeifel Eingeweihte, um sich von Klangmärchen verzaubern zu lassen, den „Spannungen“ im beeindruckenden Ambiente des Kraftwerks Heimbach. Hier ist aus kleinen Anfängen ein international bedeutendes Musikfest entstanden, dem weit über die Region hinaus ein exzellenter Ruf vorauseilt."
Ohne einen „composer in Residence“ kein Festival, könnte man schon beinahe sagen. 2016 kommt die schottische Komponistin Helen Grime (*1981) mit einem Auftragswerk einer Oboen-Sonate (sie ist selbst Oboistin), zusammen mit ihrem Mann, Huw Watkins, der 2012 auch schon „composer in residence“ war und Pianist ist.
Natürlich schmücken auch Werke von Schubert, Schumann, und Mozart die verschiedenen Programme. Das Freitag-Nachtkonzert trägt wiederholt den Titel „Encore – Surprise – Zugabe“ – es gibt so viele kleine Kostbarkeiten in der Musik, von denen sich die Spannungen-Künstler bedienen werden. Alle Konzerte werden wie gewohnt vom Medienpartner Deutschlandfunk im Laufe der folgenden Monate ausgestrahlt.
Bei einem Werkstattkonzert (23. Juni) werden auch in diesem Jahr die mitwirkenden Musiker ein interaktives Projekt mit rund 550 Schülern aus der Region veranstalten, um den jungen Menschen die klassische Musik nahe zu bringen. Außerdem werden im Rahmen einer Kooperation mit dem Schulprojekt „Rhaposdy in school“ Spannungen-Künstler in die regionalen Schulen gehen.
RWE zeichnet wieder als Hauptsponsor des Kammermusikfests - der Vertrag wurde bis 2019 verlängert –, um damit das kulturelle Highlight der Region zu unterstützen.
„Unser Jugendstilkraftwerk ist von außen wie von innen ein einzigartiges Ensemble aus Technik, Historie und Ästhetik. Im Jahr 1905 erbaut, stammt es aus der gleichen Zeit, auf der der Programmschwerpunkt der diesjährigen ,Spannungen‘ liegt. Hören und Sehen werden damit für die Besucher zu einem ganzheitlichen Genuss“, sagt Ludwig Kons, Leiter der Sparte Wasserkraftwerke der RWE Power. Und weiter: „Damit unsere Gäste diese kulturelle Energie schöpfen können, stellen wir während der Konzert-Abende gerne die lauten Turbinen und Generatoren ab. Ein anderes unserer Kraftwerke wird einspringen, um unsere Kunden mit Strom zu versorgen.“
Rainer Hegmann, Leiter der Hauptregion Rhein-Ruhr der RWE Deutschland ergänzt: „Kontinuität, Tradition und Partnerschaft vor Ort sind uns wichtig. Als in der Region verwurzeltes Wirtschaftsunternehmen möchten wir ein lebendiges und attraktives Umfeld mitgestalten. Toll ist, dass bereits im fünften Jahr die ,Junge Bühne im RWE-Kraftwerk‘ Schüler aus dem Kreis Düren mit Top-Musikern und klassischer Musik zusammenbringt. Dies zeigt, dass sich Kinder und Jugendliche durchaus gerne an diese Musikrichtung heranführen lassen, wenn die Voraussetzungen wie Engagement, Können und Erklärungen stimmen.“
Der Vorsitzende des Kunstfördervereins Kreis Düren und des Arbeitskreises „Spannungen“, Dr. Hans-Joachim Güttler, sprach bei der Vertragsverlängerung nicht nur den tiefen Dank für die großzügige Unterstützung aus, sondern betonte das enge und vertrauensvolle Verhältnis zwischen dem Festival und RWE: „Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Arbeitsebene gefunden worden ist, die in einzigartiger Weise diesem Festival die Ruhe und Sicherheit gibt, sich ganz der Musik und den Künstlern zu widmen. Das motiviert alle ehrenamtlichen Mitglieder des Arbeitskreises ,Spannungen‘ und alle Helfer und ist ein entscheidender Beitrag zum Erfolg des Festivals. Wir alle freuen uns schon auf weitere 3 Jahre der Zusammenarbeit."
Das über 100 Jahre alte RWE-Jugendstilkraftwerk Heimbach gilt als einer der attraktivsten und interessantesten Schauplätze klassischer Musik. Die Anlage ist alljährlicher Anziehungspunkt für die Freunde klassischer Musikaufführungen. Das wohl schönste Wasserkraftwerk Deutschlands, das 1905 in Betrieb genommen wurde, ist vielfach Ziel für Architekturinteressierte und Freunde historischer Bauten. Die Turbinenhalle, in der heute durch moderne Technik Wasserkraft in Strom umgewandelt wird, bietet dabei den reiz- und spannungsvollen Kontrast zur klassischen Musik. Eingebettet in die Eifel-Landschaft, stellen die Veranstaltungen einen gelungenen Dreiklang aus Musik, Architektur und Technik da.









