(openPR) Am letzten Februarwochenende trafen sich die Mitglieder des Vorstands der Deutschen-Knigge-Gesellschaft e.V. (DKG) in München. Bei dem einmal jährlich stattfindenden Treffen wurden bekannte Knigge-Regeln auf den Prüfstand gestellt und einige Änderungen beschlossen.
Die DKG setzt sich dafür ein, die Gesellschaft über die Kunst des höflichen Miteinanders aufzuklären und die Tugenden und Werte im Sinne des Adolph Freiherr von Knigge zu vermitteln. Gemäß dem Credo „Bleibt locker und trainiert Eure Herzen!“ plädiert die Gesellschaft dafür, dass die Menschen authentisch, herzlich und natürlich sind, und nicht nur steif und übertrieben sogenannte „Knigge-Regeln“ anwenden.
„Eine unserer Aufgabe ist es, die bekannten Knigge-Regeln auf ihre Aktualität und Alltagstauglichkeit zu prüfen“, fasst Vorstandsvorsitzender Clemens Graf von Hoyos die Aktivitäten im Rahmen des Treffens in München zusammen.
Auf dem Prüfstand in diesem Jahr befanden sich Empfehlungen zum korrekten Verhalten im Restaurant. Im Zeitalter der Emanzipation empfinden es Männer zunehmen schwierig ihre Pflichten gegenüber anwesenden Damen zu erfüllen. Als Leitlinie wurde von der DKG daher beschlossen, dass der Gastgeber an erster Stelle, der Ehemann/Partner an zweiter Stelle, für das Wohl einer Dame zuständig ist, die als Gesellschaft bei Tisch im Restaurant zugegen ist. Dazu gehört, dass der Herr sich mit der Dame erhebt, wenn diese zwischen den Gängen den Tisch verlassen möchte bzw. wieder hinzukommt. Auch das „in den Mantel Helfen“ soll weiterhin Bestandteil der Pflichten des Gastgebers bzw. des Ehemanns/Partners bleiben. In Ausnahmesituationen darf allerdings auch die Dame einem älteren, höhergestellten Herrn in den Mantel helfen, sofern dieser das zulässt.
Beschlossen wurde auch, dass mit der Papierserviette bei Tisch ebenso verfahren wird, wie mit der Stoffserviette. Diese Regelung wurde insbesondere von den in der Gastronomie tätigen Vorstandsmitgliedern befürwortet.
Für das Wünschen von „Prost“ und „Guten Appetit“ wurde bestätigt, das diese informellen Formulierungen im privaten Kreis mit Freunden, Bekannten und Verwandten erlaubt ist, keinesfalls jedoch bei offiziellen Anlässen und bei Geschäftsessen.
Des Weiteren diente das Jahrestreffen der internen Weiterbildung der Vorstandmitglieder und Trainer. Frauke Weigand von ActioPro aus Leipzig gab einen historisch versierten Ausblick ab, unter dem Titel „Oh Zeiten, oh Sitten – eine vergnügliche Reise durch die Kulturgeschichte des guten Benehmens!.
Mit dem Thema „Bewerber-Knigge“ ergänzte Hannelore Grimm von der HWG Personalberatung, München, den vorangestellten Vortrag von Elke Kaiser vom Knigge- Institut Hessen unter dem Titel „Vom Umgang mit jungen Erwachsenen und deren Wirkung auf ihr Umfeld“.
Zum Themenkreis Image und Auftreten referierten die Gründer der Startup-Unternehmen APSON und Märzkind, über den Maßanzug und das maßgeschneiderte Hemd.
Der zweite Tag des Jahrestreffens war für die Durchführung der satzungsmäßen Regularien sowie der Fortsetzung des fachlichen Austauschs gefüllt. Neben der Aufnahme von sieben neuen Mitgliedern in den Vorstand, allesamt IHK-zertifizierte Trainer für Business-Etikette, wurde der Relaunch der Homepage www.deutsche-knigge-gesellschaft.de beschlossen.











